XXX. Armeekorps (30.)
XXX. Armeekorps z.b.V. (30.)

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Das Generalkommando XXX. Armeekorps wurde bei der Mobilmachung zum 2. Weltkrieg am 26. August 1939 aufgestellt. Anschließend wurde das Korps zur Armee-Abteilung A an den Niederrhein verlegt. Ab Oktober 1939 der 1. Armee unterstellt, nahm das Korps im Mai 1940 am Westfeldzug teil. Mit der 93. Infanterie-Division, der 95. Infanterie-Division und der 79. Infanterie-Division bildete das Korps den rechten Flügel der 1. Armee.  Als Teil der Heeresgruppe C sicherte das Korps im Raum westlich von Saarbrücken die deutsche Grenze. Während der zweiten Feldzugphase (Fall Rot) wurde das Korps in den Raum Saarbrücken verlegt, durch die 258. Infanterie-Division verstärkt und zusammen mit dem XII. Armeekorps ab dem 12. Juni gegen die Maginotlinie angesetzt. Zwischen Forbach-Merlebach und Puttelange wurde diese durchbrochen. Über Morhange folgte der Vormarsch in Richtung auf Nancy. Über Dieuze vorstoßend wurde der Rhein-Marne-Kanal bei Paroy-Nouacourt überschritten. Der weitere Vormarsch des Korps erfolgte über Lunéville zur Meurthe bei Maison de Brique. Nach dem Übergang über die Mosel bei Chatel-sur-Moselle stand das Korps zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes im Raum nördlich von Epinal. Im Juli 1940 verlegte das Korps zur 18. Armee in das Generalgouvernement. Im September 1940 wurde das Korps der 4. Armee unterstellt. Im Januar 1941 wurde das Korps mit dem AOK 12 aus Polen nach Bulgarien verlegt. Anfang April 1941 nahm das Korps am Angriff auf Griechenland teil. Aufgabe des Korps war die Besetzung des nordöstlichen grichischen Territoriums. Die Kleinstadt Xanthi fiel am 8. April in deutsche Hand. Danach folgte die Besetzung der Inseln Thasos am 16. April, Samothrake (19. April) und Lemnos (25. April) Nach dem Balkanfeldzug erfolgte die Verlegung nach Rumänien in den Raum Jassy. Im Verband der 11. Armee waren dem XXX. Armeekorps die 198. Infanterie-Division sowie das IV. rumänische Korps unterstellt. Am 2. Juli begann der Angriff der 11. Armee über den Pruth, am 12. Juli wurde der Dnjestr im Raum Jampol bei Soroca überschritten. Am 20. Juli wurde die Linie Klembowka - Ketrosy erreicht und am 25. Juli wurde Balti genommen. Am 10. August stand das Korps an der Linie nordöstlich Wlodislowka - Beresowska und erreichte den Bug wenige Tage darauf zwischen Trichoty und Kowoljanka. Der Vormarsch durch Taurien erreichte gegen Ende August den Dnjepr bei Berislawl. Am 30. August überquerte die 22. Infanterie-Division den Dnjepr und errichtete einen südlichen Brückenkopf, dahinter folgte die 46. Infanterie-Division und die 170. Infanterie-Division. Am 26. September wurde das Korps durch einen russischen Gegenangriff getroffen. Am 1. Oktober 1941 ging das Korps in der Schlacht am Asowschen Meer im Zusammenwirken mit der rumänischen 3. Armee zum Gegenangriff über und brach bis zum 8. Oktober 1941 über den Molotschnoje-Abschnitt tief in die Stellungen der russischen 9. Armee ein. Bis zum 11. Oktober wurden starke russische Truppenteile im Raum Bolschoi Tokmak - Mariupol - Berdjansk eingekesselt. Die nach Abschluss dieser Kesselschlacht frei gewordenen Teile der 22. Infanterie-Division und der 72. Infanterie-Division wurden nach und nach zur Unterstützung des LIV. Armeekorps zur Eroberung der Krim abgestellt. Im November 1941 wurden beim Vorstoß an das südliche Kap die Städte Simferopol, Jalta und Alupka. Am 29. Dezember landeten überraschend russische Verbände in Feodossija hinter der deutschen Front. Das Generalkommando XXXXII. Armeekorps zog die 46. Infanterie-Division umgehend aus Kertsch auf die 13 Kilometer breite Parpatsch-Enge zurück, wodurch ein russischer Brückenkopf gebildet werden konnte. Das XXX. Armeekorps wurde mit der 132. Infanterie-Division und der 170. Infanterie-Division sowie der rumänischen 4. Gebirgsbrigade zur Beseitigung des feindlichen Brückenkopfes angesetzt. Der Angriff des XXX. Armeekorps begann am 15. Januar 1942. Im Zusammenwirken mit der rumänischen 1. Gebirgs-Division konnte innerhalb von drei Tagen der Hafen von Kertsch zurückerobert werden. Eine Rückeroberung der gesamten Kertsch-Halbinsel misslang jedoch.  Bei dem am 8. Mai anlaufenden Unternehmen Trappenjagd setzte die 11. Armee einen neuen Angriff über die Parpatsch-Landenge auf Kertsch an: von Norden nach Süden waren angesetzt: das rumänische VII. Korps (rumänische 19. Infanterie-Division und 8. Kavallerie-Division), das XXXXII. Armeekorps (46. und 50. Infanterie-Division) und das XXX. Armeekorps (132., 28. leichte und 50. Infanterie-Division). Zu Beginn des deutschen Angriffs drang die 22. Panzerdivision zuerst in die ersten sowjetischen Verteidigungslinien von Chernjak ein. Die 132. Infanterie-Division konnte Feodossija zurückerobern. Nach dem Erfolg auf Kertsch startete die 11. Armee den Angriff auf die Festung Sewastopol: im Norden das LIV. Armeekorps (22., 24., 50. und 132. Infanteriedivision) im Zentrum das rumänische Gebirgskorps und im Süden das XXX. Armeekorps (28. leichte Division, 72. Infanterie-Division und 170. Infanterie-Division). Am 20. Juni 1942 nahm die 170. Infanterie-Division die Fedjukini-Höhen in Besitz, während die 72. Infanterie-Division in die Sapun-Stellung einbrechen konnte. Links davon schloss die 28. Jäger-Division einen Ring um die Befestigungen von Balaklawa. Im weiteren Angriffsverlauf führte die 170. Infanterie-Division Anfang Juli 1942 den Angriff gegen das Fort Maxim Gorki II durch und drang auf der Halbinsel Chersones zur Küste durch. Nach der Eroberung von Sewastopol verlegte die frei gewordene 11. Armee zusammen mit dem XXX. Armeekorps in den Raum Leningrad in den Bereich der Heeresgruppe Nord. Vor dem geplanten Angriff auf das eingeschlossene Leningrad begann am 19. August 1942 die Erste Ladoga-Schlacht. Mitte September führte das Korps mit der unterstellten 3. Gebirgs-Division sowie der 24. Infanterie-Division, der 132. Infanterie-Division und der 170. Infanterie-Division einen Gegenangriff aus dem Raum Mag nach Norden. Bis zum 24. September konnte die 132. Infanterie-Division auf Gaitolow durchbrechen und Verbindung mit der 121. Infanterie-Division des XXVI. Armeekorps aufnehmen. Nach dem Ende der ersten Ladogaschlacht Mitte Oktober 1042 erfolgte im November 1942 eine kurzfristige Verschiebung des XXX. Armeekorps zur 9. Armee an den Mittelabschnitt in den Raum Welisch. Nach der Einschließung der 6. Armee in Stalingrad im Dezember 1942 war eine etwa 200 Kilometer breite Frontlücke zwischen der Heeresgruppe Don und der Heeresgruppe B entstanden. Zur Abriegelung dieser Frontlücke wurde das Korps an die südliche Ostfront verlegt. Am 24. Dezember 1942 wurde das Generalkommando des XXX. Armeekorps zur Aufstellung der Armee-Abteilung Fretter-Pico verwendet.

 Aufgabe des neuen Stabes unter General Fretter-Pico war es, eine operative Armeegruppe zu formieren und die russischen Panzerkräfte am Durchbruch nach Westen zu hindern. Bis Mitte Januar waren die unterstellte 3. Gebirgs-Division, mehrere Alarmeinheiten sowie diverse italienische Arbeitsbataillone im Raum Millerowo eingeschlossen. Bis zum 21. Januar 1943 folgten Rückzugskämpfe der Armeeabteilung bis zum Donez. Hier wurde sie durch die aus Frankreich herangeführte 304. Infanterie-Division verstärkt. Die Division hatte noch keine Osterfahrung und war bisher vornehmlich im Küstenschutz eingesetzt gewesen. Am 29. Januar 1943 begann die russische Großoffensive gegen Kamensk. Dabei wurde die Frontlinie der 304. Infanterie-Division durchbrochen, so dass die Donez-Linie unhaltbar wurde. Woroschilowgrad musste am 14. Februar aufgegeben werden. Seit dem 3. Februar 1943 wurde das Generalkommando wieder als XXX. Armeekorps bezeichnet. Im Bereich Lissitschansk verteidigte vorerst die 19. Panzerdivision des III. Panzerkorps gegen den Angriff russischer Panzerverbände, welche nördlicher die Donez-Verteidigung der 320. Infanterie-Division nach Norden zurückwarf und mit drei Panzerkorps im leeren Raum zwischen Kupjansk und Slawjansk nach Westen auf Pawlograd durchbrach. Die Ankunft der 335. Infanterie-Division stabilisierte die Donez-Front der 1. Panzerarmee bis 25. Februar 1943 im Raum Perwomaisk. Das XXX. Armeekorps verteidigte zusammen mit dem III. Panzerkorps die hohen Ufer der Donez-Front von Lissischansk bis zu den Höhen von Slawjansk. Die Angriffe gegen den rechten Flügel der 1. Panzerarmee bei Slawjansk konnten rechtzeitig durch die 7. Panzer-Division abgewehrt werden. Die Gegenangriffe des XXXX. Panzerkorps gegen die eingesickerten russischen Kräfte ermöglichten endlich eine längerfristige Wiederaufrichtung der Donez-Front. In Folge der Kämpfe um Charkow im August 1943 war die 6. Armee gezwungen, sich nach Westen zurückzuziehen. Die Stellungen des XXX. Armeekorps (62., 38., 333., 387. Infanterie-Division) bei Artemowsk und Konstantinowka mussten aufgegeben werden. Der Rückzug zum Dnjepr erfolgte über Pawlograd, beidseitig des Samara-Abschnittes nach Dnjepropetrowsk, wo nur noch zwei Brücken für den Flussübergang vorhanden waren. Nach dem Überschreiten des Flusses bezog das XXX. Armeekorps einen Verteidigungsabschnitt im Raum Dnjepropetrowsk. Die zu erwartete russische Offensive gegen die 1. Panzerarmee begann am 15. Oktober 1943, wobei die Verteidigungslinien der 46. Infanterie-Division, der 257. Infanterie-Division, der 387. Infanterie-Division und der 304. Infanterie-Divisionzusammen brachen. Am 25. Oktober fiel Dnjepropetrowsk in russische Hand. Anfang November 1943 festigte sich die neue Front des XXX. Armeekorps zwischen dem Ort Alexandrowka und dem Dnjepr bei Augustinowka, links das LII. Armeekorps und rechts das XVII. Armeekorps als Nachbar. Am 5. Dezember 1943 folgte eine neue russische Offensive, wobei sich das XXX. Armeekorps behaupten konnte. Am 19. Dezember versuchten russische Truppen nochmals durchzubrechen, doch erneut konnte der russische Angriff abgewehrt werden. Zu Beginn des Jahres 1944 waren dem XXX. Armeekorps die 46. Infanterie-Division, die 257. Infanterie-Division, die 304. Infanterie-Division, die 306. Infanterie-Division sowie die 387. Infanterie-Division und die 16. Panzergrenadier-Division unterstellt. Das AOK der 1. Panzerarmee wurde im Januar 1944 aus dem Dnjepr-Bogen herausgezogen und in die westliche Ukraine umgruppiert. Der Frontabschnitt der 6. Armee verlängerte sich dadurch vom Brückenkopf Nikopol bis ostwärts Kirowograd. Das XXX. Armeekorps besetzte einen Frontabschnitt nördlich von Nikopol und war im Januar schweren russischen Angriffen ausgesetzt, so dass die 9. Panzer-Division zur Stützung eingreifen musste. Als die kurzfristig zugewiesene 24. Panzer-Division plötzlich abgezogen wurde, folgte am 31. Januar der Durchbruch russischer Einheiten auf Apostolowo. Mit großer Mühe gelang es dem nun um Kriwoj Rog konzentrierten XXX. Armeekorps am Fluss Ingulez eine Zwischenstellung aufzurichten. Am 22. Februar wurde Kriwoj Rog geräumt, am 26. Februar setzten die erwarteten schweren Angriffe auf den Ingulez-Abschnitt ein. Schon Anfang März 1944 wurde das Generalkommando des XXX. Armeekorps vom XXIX. Armeekorps abgelöst, um eine neue Stellung am südlichen Bug-Abschnitt zu organisieren. Während der russischen Frühjahrs-Offensive vom 6. Bis zum 18. März 1944 ging Novy Bug verloren, der Rückzug nach Westen erfolgte über Wosnessensk. Am 30. März erreichten die sich zurückziehenden Einheiten des XXX. Armeekorps die Verteidigungslinien entlang des Tiligul-Abschnittes nordöstlich von Odessa. Die 6. Armee versuchte mit Hilfe rumänischer Verbände eine neue stabile Front hinter dem Dnjestr aufzubauen und den russischen Einbruch in Bessarabien zu verhindern. An einer Stelle war des den russischen Verfolgern gelungen, Fuß am anderen Ufer zu fassen. Dieser Brückenkopf wurde durch die 302. Infanterie-Division eingeengt. Das XXX. Armeekorps stand Anfang August bei der Heeresgruppe Südukraine südlich von Tiraspol an einem russischen Brückenkopf. Am 20. August setzte die Offensive der Roten Armee ein. Die Frontlinie des XXX. Armeekorps wurde abermals durchbrochen und russische Truppen konnten sich bis 23. August am Pruth bei Leova vereinigen. Bei der folgenden Operation Jassy-Kischinew wurde 16 deutsche Divisionen eingekesselt. Bis Ende August wurde das XXX. Armeekorps in der Kesselschlacht von Kischinew vollständig vernichtet.

 Am 20. Oktober 1944 wurde das Generalkommando z.b.V. XXX. Armeekorps bei Bonn aus dem Generalkommando z.b.V. LXV neu aufgestellt und als Besatzungstruppe in die Niederlande verlegt. Im Mai 1945 kapitulierte das Korps in den Niederlanden.

 

1939

Datum Armee Heeresgruppe Ort
September Armee-Abteilung A C Niederrhein
Oktober 1. Armee C Saarpfalz

1940

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Januar 1. Armee C Saarpfalz
Mai 1. Armee C Saarpfalz, Frankreich (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)
Juli 18. Armee OKH Generalgouvernement
September 4. Armee B Generalgouvernement

1941

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Januar z. Vfg. OKH Rumänien
Februar 12. Armee OKH Rumänien
März Panzergruppe 1 OKH Bulgarien
April 12. Armee OKH Griechenland
Juni 11. Armee Süd

Pruth, Perekop, Krim (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

1942

Datum Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar 11. Armee Süd Kretsch, Sewastopol (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)
7. Juli 11. Armee A Sewastopol
September 18. Armee Nord Leningrad
Oktober 11. Armee Nord Leningrad (Lagekarte)
November 18. Armee Nord Leningrad (Lagekarte)
Dezember 9. Armee Mitte Welish (Lagekarte)

1943

Datum Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar Armee-Abteilung Fretter-Pico Don Don, Donez (Lagekarte) (Lagekarte)
3. Februar 1. Panzerarmee Don Donez
12. Februar 1. Panzerarmee Süd Donez, Dnjepr, Nikopol (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

1944

Datum Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar 6. Armee A Nikopol / Uman (Lagekarte) (Lagekarte)
30. März 6. Armee Südukraine Dnjestr, Kischinew (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)
August unbekannt    

nach Wiederaufstellung:

1944

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Dezember 15. Armee H Niederlande (Lagekarte)

1945

Datum Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar 25. Armee H Niederlande (Lagekarte) (Lagekarte)
7. April 25. Armee OB Nordwest Niederlande (Lagekarte)

 

2. Kommandierende Generale:

General der Artillerie Otto Hartmann Aufstellung - 25. März 1941

Generalleutnant Eugen Ott 25. März 1941 - 10. Mai 1941

Generaloberst Hans von Salmuth 10. Mai 1941 - 27. Dezember 1941

General der Artillerie Maximilian Fretter-Pico 27. Dezember 1941 - 4. Juli 1944

General der Kavallerie Philipp Kleffel 4. Juli 1944 - 16. Juli 1944

Generalleutnant Georg-Wilhelm Postel 16. Juli 1944 - Untergang

nach Wiederaufstellung 1944:

Generalleutnant Erich Heinemann 26. Oktober 1944 - 15. November 1944 m.F.b.

General der Infanterie Gustav Höhne 15. November 1944 (nicht angetreten)

Generalleutnant Joachim von Treskow 15. November 1944 - 23. November 1944 m.F.b.

Generalleutnant Friedrich-Wilhelm Neumann 23. November 1944 - 16. Dezember 1944 m.F.b.

General der Kavallerie Philipp Kleffel 16. Dezember 1944 - 25. April 1945

Generalleutnant Arnold Burmeister 25. April 1945 - (nicht mehr durchgeführt)

 

Chef des Generalstabes:

Oberst i.G. Friedrich Hoßbach Aufstellung - 25. Oktober 1939

Oberst i.G. Kurt Weckmann 25. Oktober 1939 - 25. Oktober 1940

Oberst i.G. Walter Botsch 25. Oktober 1940 - 20. Juni 1943

Oberst i.G. Joachim Clauß 20. Juni 1943 - August 1944

nach Wiederaufstellung 1944:

Oberst i.G. (Lw.) Wolf 24. Oktober 1944 - 10. November 1944

Oberstleutnant i.G. Hans Sapauschke 10. November 1944 - 1945



1. Generalstabsoffizier (Ia):

Oberstleutnant i.G. Kurt Weckmann Aufstellung - 10. September 1939

Oberstleutnant i.G. Walter Botsch 10. September 1939 - 24. Oktober 1940

Major i.G. Hans-Joachim Neumann 24. Oktober 1940 - Juni 1941

Major i.G. Hans-Georg Eismann Juni 1941 - 12. März 1942

Major i.G. Edwin Steinitz 12. März 1942 - August 1942

Major i.G. Siegfried Lehmann August 1942 - Oktober 1942

Major i.G. Gerhard Reimpell Oktober 1942 - August 1943

Major i.G. Heinz Grüber August 1943 - Februar 1944

nach Wiederaufstellung 1944:

Oberstleutnant i.G. Niemeyer 15. November 1944 - 20. November 1944

Major i.G. Rudolf Hoffmann 20. November 1944 - 1945

 

3. Gliederung:

1. September 1939

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
Grenzschutz-Kommando 9 unbekannt

Arko 19

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

8. Juni 1940

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
258. Infanterie-Division

93. Infanterie-Division

unbekannt

Arko 19

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

22. Juli 1940

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen

258. Infanterie-Division

76. Infanterie-Division

keine

Arko 19

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

15. Dezember 1940

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen

258. Infanterie-Division

76. Infanterie-Division

Artillerie-Regiments-Stab 622
II. / Artillerie-Regiment 40
II. / Artillerie-Regiment 70

Beobachtungs-Abteilung 1

4. (techn.) / Festungs-Bau-Bataillon 149
1 Zug Festungs-Bau-Bataillon 40
2 Züge Festungs-Bau-Bataillone 60

Schneeräumtrupp 20
Schneeräumtrupp 21
Schneeräumtrupp 32
Schneeräumtrupp 33

Straßen-Bau-Bataillon 580

Arko 19

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

21. Januar 1941

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
72. Infanterie-Division

164. Infanterie-Division

50. Infanterie-Division

73. Infanterie-Division

Artillerie-Regiments-Stab 109

II. / Artillerie-Regiment 63
II. / Artillerie-Regiment 65

Beobachtungs-Abteilung 31

Sturmgeschütz-Abteilung 190

Pionier-Regiments-Stab 690

Pionier-Bataillon 85

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

13. April 1941

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
164. Infanterie-Division

50. Infanterie-Division

 

Artillerie-Regiments-Stab 109

II. / Artillerie-Regiment 63
II. / Artillerie-Regiment 65
II. / Artillerie-Regiment 818
Artillerie-Abteilung 716

Beobachtungs-Abteilung 31

Pionier-Regiments-Stab 690
Pionier-Regiments-Stab 700

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

10. Juni 1941

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
198. Infanterie-Division Pionier-Regiments-Stab 690

Brückenkolonne-Staffel-Stab 741 mit
Brückenkolonne B 533 und
Brückenkolonne B 1./410

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

3. September 1941

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
46. Infanterie-Division

22. Infanterie-Division

keine

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

2. Januar 1942

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
1. rumänische Gebirgs-Division

2/3 der 72. Infanterie-Division

unbekannt

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

24. Juni 1942

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
72. Infanterie-Division

170. Infanterie-Division

28. leichte Division

Teile 213. Sicherungs-Division

Teile 444. Sicherungs-Division

1/3 der 125. Infanterie-Division

unbekannt

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

15. November 1942

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
12. Panzer-Division unbekannt

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

7. Juli 1943

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
62. Infanterie-Division

38. Infanterie-Division

387. Infanterie-Division

unbekannt

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

26. Dezember 1943

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen
304. Infanterie-Division

46. Infanterie-Division

257. Infanterie-Division

387. Infanterie-Division

306. Infanterie-Division

16. Panzer-Grenadier-Division

unbekannt

Arko 110

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

nach Wiederaufstellung 1944:

1. März 1945

Divisionen Heerestruppen Korpstruppen

Kampfgruppe 346. Infanterie-Division

unbekannt

Arko 430

Korps-Nachrichten-Abteilung 430

Korps-Nachschubtruppen 430

 

4. Ersatz:

Für die Ersatzgestellung des Stabes war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 17, später Grenadier-Ersatz-Bataillon 17, zuständig.

 

5. Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4. Die Landstreitkräfte 15–30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976

Percy E. Schramm: Kriegstagebuch des OKW -1940 bis 1945 - Eine Dokumentation - Weltbild-Verlag, Studienausgabe broschiert in 8 Bänden

Carl Wagener: Heeresgruppe Süd, Podzun-Verlag, Bad Nauheim 1972