Artillerie-Regiment 69

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Artillerie-Regiment 69 in der Feldpostübersicht eingetragen. Die Batterien der I. Abteilung wurden Anfang 1940 gestrichen und die ganze Abteilung wurde ab Mitte 1940 unter der Nummer des Stabes eingetragen. Mitte 1940 wurden die 1. und die 2. Kolonne gestrichen. Gleichzeitig wurde die Kolonne der 6. Batterie in Kolonne II Artillerie-Regiment 69 umbenannt. 1941 wurde die I. Abteilung gestrichen. Am 23. November 1944 wurde die 6. Batterie gestrichen. Am 20. Dezember 1944 wurde auch die Kolonne gestrichen.

Einheit Feldpostnummer
Regimentsstab 01565
Stab I. Abteilung 12725 bis 1940

ab 1940 12725 A gestr. 1941

1. Batterie 26123 gestr. 1940

ab 1940 12725 B gestr. 1941

2. Batterie 19354 gestr. 1940

ab 1940 12725 C gestr. 1941

3. Batterie 28755 gestr. 1940

ab 1940 12725 D gestr. 1941

Stab II. Abteilung 20627
4. Batterie 23189
5. Batterie 08666
6. Batterie 14213 gestr. Nov/44
1. Kolonne 05693 gestr. 1940
2. Kolonne 27254 gestr. 1940
6. Kolonne 19785 bis 1940
Kolonne II ab 1940 19785 gestr. Dez/44

Das Artillerie-Regiment 69 war ein schweres Artillerie-Regiment mit Regimentsstab.

Der Regimentstab vom Artillerie-Regiment 69 wurde am 10. November 1938 in Mannheim, im Wehrkreis XII, aufgestellt. Bei der Mobilmachung wurde der Stab als Korpstruppe dem XII. Armeekorps unterstellt. Ende 1939 wurde der Stab zur Heerestruppe. Zu Beginn des Westfeldzuges unterstand der Stab dem IV. Armeekorps. Ab Ende Juli 1940 wurde der Stab der Heeresgruppe A unterstellt. Ende Februar 1941 wurde der Stab der Heeresgruppe B unterstellt. Ab Sommer 1941 wurde der Regimentsstab beim Ostfeldzug im Mittelabschnitt eingesetzt. Am 19. Juni 1941 unterstand der Stab dem XXXIX. Armeekorps. Ende Juli 1941 wurde der Stab dem LVII. Armeekorps unterstellt. Im August 1941 und Anfang September 1941 unterstand der Stab dem XXXX. Armeekorps. Mitte September 1941 unterstand der Stab dem VIII. Armeekorps. Am 2. Oktober 1941 unterstand der Stab dem XXVII. Armeekorps. Der Stab wurde auch noch 1942 bei der 9. Armee eingesetzt. Von Januar 1942 bis August 1942 ist er mehrmals beim VI. Armeekorps verzeichnet. Mitte Oktober 1942 unterstand der Stab dem XXVIII. Armeekorps. Im Juli 1943 unterstand der Stab dem XXXXI. Panzerkorps. Später war der Regimentsstab dann bei der 2. Armee im Einsatz. Im Winter 1944/45 wurde der Regimentsstab bei Warschau, im Generalgouvernement, eingesetzt. Später wurde der Stab dann bei Leslau, im Wehrkreis XXI, eingesetzt.

Die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 69 wurde am 15. Oktober 1935 in Landsberg am Lech, im Wehrkreis VII, aufgestellt. Die Abteilung wurde in der Artillerie-Kaserne von Landsberg durch Umbenennung der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 17 als Gebirgs-Artillerie-Abteilung aufgestellt. Am 1. November 1935 rückten die ersten Wehrpflichtigen und die ersten Freiwilligen bei der Abteilung in Landsberg am Lech ein. Am 7. November 1935 verlegte ein Vorauskommando unter Führung von Leutnant Luitpold Leeb nach Bad Reichenhall. Die Abteilung wurde 1936 zur I. Abteilung vom Gebirgs-Artillerie-Regiment 79 umbenannt und nach Garmisch-Patenkirchen, ebenfalls Wehrkreis VII, verlegt.. Dafür wurde eine neue I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 69 am 6. Oktober 1936 in Landau, im Wehrkreis XII, aufgestellt. Die neue Abteilung entstand durch die Umbenennung der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 43. Die Abteilung gliederte sich in drei bespannte schwere Batterien. 1937 wurde die Abteilung nach Mannheim, ebenfalls Wehrkreis XII, verlegt. Bei der Mobilmachung trat die Abteilung als IV. schwere Abteilung zum Artillerie-Regiment 33 der 33. Infanterie-Division. Im November 1940 wurde die Abteilung bei der Umbildung der Division zur 15. Panzer-Division abgegeben. Sie wurde zur Aufstellung vom Artillerie-Regiment 86 der 112. Infanterie-Division herangezogen.

1. Batterie des Artillerie Regiments 69
Aufgenommen am 26.10.1938 (Ende der Wehrdienstzeit der Wehrdienstleistenden 1936-38) in Mannheim.

Die II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 69 wurde am 10. November 1938 in Ludwigshafen, im Wehrkreis XII, aufgestellt. Die Abteilung wurde durch Abgaben vom Artillerie-Regiment 33 und Artillerie-Regiment 38 aufgestellt. Die Abteilung sollte später nach Mannheim, ebenfalls Wehrkreis XII, verlegt werden. Mit der Mobilmachung wurde die Abteilung als Korpstruppe dem XII. Armeekorps unterstellt. Am 7. November 1939 wurde die Abteilung zur Heerestruppe. Die Abteilung bestand etwa ab dieser Zeit aus drei motorisierten Batterien mit 10-cm Kanone 18. Zu Beginn des Frankreichfeldzuges unterstand die Abteilung dem XXII. Armeekorps. Ab Sommer 1941 wurde die Abteilung im Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzt. Am 19. Juni 1941 unterstand die Abteilung dem XXIV. Armeekorps. Auch am 2. Oktober 1941 unterstand die Abteilung dem XXIV. Armeekorps. Anscheinend blieb es bis März 1942 bei dieser Unterstellung. Ab Mitte März 1942 unterstand die Abteilung dann dem LIII. Armeekorps. Im Jahr 1944 wurde die Abteilung längere Zeit dem XXXXI. Panzerkorps unterstellt. Im Juni 1944 wurde die Abteilung als Heerestruppe bei Bobruisk vernichtet. Am 10. August 1944 wurde die II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 69 wieder aufgestellt. Die neue Abteilung entstand aus den Resten der alten Abteilung, der leichte Artillerie-Abteilung 616 und der schwere Artillerie-Abteilung 991. Die neue Abteilung gliederte sich jetzt nur noch in zwei Batterien. Im Frühjahr 1945 wurde die Abteilung bei der 2. Armee in Westpreußen eingesetzt.

Für die Ersatzgestellung vom Regimentsstab und der I. Abteilung war die Artillerie-Ersatz-Abteilung 69 zuständig. Für die Ersatzgestellung der II. Abteilung war die Artillerie-Ersatz-Abteilung 70 zuständig. 

Regimentskommandeure:

Oberst Karl Zutavern Aufstellung - 20. Januar 1941 (wurde Arko 141)

Oberst Wilhelm Jolas 8. November 1940 - 19. Januar 1942

 

Abteilungskommandeure:

I. Abteilung:

Oberstleutnant Karl Wintergerst Aufstellung -

Major Trüstedt (1939)

 

II. Abteilung:

Major Ludwig (1939)

Major Ernst Wüst (1944)