Cranz, Friedrich-Carl

 

* 14. November 1886, Kulm / Westpreußen

† 24. März 1941, Truppenübungsplatz Neuhammer (Unfall)

 

Friedrich-Carl Cranz trat am 14. Januar 1905 als Fahnenjunker in die Württembergische Armee ein. Er kam dabei zum 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113. Bei diesem wurde er am 15. September 1905 zum Fähnrich befördert. Am 21. Mai 1906 wurde er im 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113 nach dem Besuch der Kriegsschule zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober 1911 wurde er dann zum Adjutant des III. Bataillons vom 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113 ernannt. Als solcher kam er dann bei Ausbruch des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 an die Front. Dort wurde er dann noch 1914 zum Oberleutnant befördert. Am 18. Dezember 1915 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er jetzt als Brigadeadjutant eingesetzt. Ab August 1916 wurde er dann in seinem 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113 als Kompaniechef eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er zuletzt als 2. Generalstabsoffizier beim Stab der 115. Infanterie-Division und Ia im Stab der 45. Reserve-Division eingesetzt. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde er als Hauptmann in das Reichsheer übernommen. Zuerst wurde er dabei ab dem 1. Oktober 1919 im Reichswehr-Infanterie-Regiment 102 eingesetzt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zu diesem. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres wurde er dann in das 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment übernommen. Im Jahr 1921 wurde er dann als Kompaniechef im 16. Infanterie-Regiment eingesetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 war er dann Chef der 5. Kompanie vom 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Kolberg. Im Frühjahr 1927 wurde er in der Kommandantur der Festung Breslau eingesetzt. Am 1. November 1928 wurde er zum Major befördert. Im März 1929 wurde Major Cranz dann in den Stab des III. Bataillons vom 14. (Württ.) Infanterie-Regiment nach Konstanz versetzt. Dort erhielt er jetzt seine Einweisung als Bataillonskommandeur. Am 1. November 1930 wurde er zum Kommandeur des III. Bataillons vom 14. (Württ.) Infanterie-Regiment in Konstanz ernannt. Im Januar 1933 gab er sein Kommando ab und wurde dafür als Adjutant zum Stab der 5. Division der Reichswehr nach Stuttgart versetzt. Am 1. April 1933 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht kam er am 1. Oktober 1934 zum Befehlshaber im Wehrkreis V. Am 1. April 1935 wurde er zum Oberst befördert. Bei der Enttarnung seines Stabes kam er dann im Frühjahr 1935 zum Generalkommando V. Armeekorps. Am 1. August 1936 wurde er zum Abteilungschef im Heerespersonalamt ernannt. Am 1. Juni 1938 wurde er zum Generalmajor befördert. Er wurde bei der Mobilmachung 1939 zum Kommandeur der 18. Infanterie-Division ernannt. Er führte die Division zuerst im Polenfeldzug ins Gefecht. Dabei wurden ihm beide Spangen zu den Eisernen Kreuzen verliehen. Danach ging er mit der Division in den Westen und führte sie gegen Frankreich ins Feld. Am 29. Juni 1940 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Noch während des Westfeldzuges wurde er am 1. Juli 1940 zum Generalleutnant befördert. Auch nach der Umgliederung der Division zur 18. Infanterie-Division (motorisiert) im Herbst 1940 blieb er der Kommandeur. Am 24. März 1941 ist Friedrich-Karl Cranz auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer durch Fehlschuss beim Scharfschießen der Artillerie tödlich verunglückt. Er wurde feierlich auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt.

 

Ritterkreuz (29. Juni 1940)