14. (Badisches) Infanterie-Regiment
Infanterie-Regiment Konstanz
Infanterie-Regiment 14

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Infanterie-Regiment 14 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurden die einzelnen Kompanien gestrichen und diese ab Mitte 1940 direkt beim jeweiligen Stab eingetragen. Die Kolonne wurde 1941 zur 8. Fahrkolonne der Infanterie-Divisions-Kolonne 5 umbenannt. 1943 wurde das III. Bataillon gestrichen. Die restlichen Einheiten wurden ebenfalls 1943 zu Teilen vom Sturm-Regiment 14 umbenannt.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mitte 1940
Regimentsstab 29152 29152
Stab I. Bataillon 02338 02338 A
1. Kompanie 16138 02338 B
2. Kompanie 11823 02338 C
3. Kompanie 16137 02338 D
4. Kompanie 25406 02338 E
Stab II. Bataillon 18642 18642 A
5. Kompanie 18644 18642 B
6. Kompanie 17022 18642 C
7. Kompanie 15790 18642 D
8. Kompanie 25077 18642 E
Stab III. Bataillon 19000 19000 A gestr. 1943
9. Kompanie 10644 19000 B gestr. 1943
10. Kompanie 10175 19000 C gestr. 1943
11. Kompanie 21362 19000 D gestr. 1943
12. Kompanie 13448 19000 E gestr. 1943
13. Kompanie 21324 21324
14. Kompanie 25423 25423
Kolonne 17328 17328 bis 1941

Mit freundlicher Genehmigung von: Kannapin, Norbert: Die deutsche Feldpostübersicht (3 Bd.), vollständiges Verzeichnis der Feldpostnummern, Biblio-Verlag (1980), ISBN-10: 3764811838

Das 14. (Badisches) Infanterie-Regiment wurde bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr aufgestellt. Dabei wurde das Regiment hauptsächlich aus dem Reichswehr-Schützen-Regiment 113 gebildet. Garnisonsstadt des Regimentsstabes war Konstanz, im Wehrkreis V. In der gleichen Stadt waren auch das I. Bataillon und die 13. (Minenwerfer) Kompanie vom Regiment stationiert. Das II. Bataillon vom Regiment wurde in Tübingen, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Das III. Bataillon vom Regiment wurde in der Haupt-Kaserne in Meiningen, damals ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Der Stab vom Ausbildungs-Bataillon mit der 14. und 15. Kompanie des Regiments wurden in Donaueschingen, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Die 16. Kompanie vom Regiment wurde in Villingen, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Das Regiment wurde mit der Aufstellung der 5. Division der Reichswehr unterstellt. Taktisch unterstand das Regiment dem Infanterieführer V. Noch Anfang der 20iger Jahre tauschten das I. und das III. Bataillon ihre Bezeichnung, so dass nun das III. Bataillon in Konstanz und das I. Bataillon vom Regiment in Meiningen lag.
Die Traditionsträgerschaft im Regiment war dann bis zur Erweiterung der Reichswehr wie folgt verteilt:
1. Kompanie: Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109
2. Kompanie: Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109
3. Kompanie: 2. Badisches Grenadier-Regiment "Kaiser Wilhelm I." Nr. 110
4. Kompanie: 3. Badisches Infanterie-Regiment Markgraf Ludwig Wilhelm Nr. 111
5. Kompanie: Hohenzollernsches Füsilier-Regiment "Fürst Karl-Anton von Hohenzollern" Nr. 40
6. Kompanie: 4. Badisches Infanterie-Regiment Prinz Wilhelm Nr. 112
7. Kompanie: 7. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 142
8. Kompanie: 7. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 142
III. Bataillon: 6. Badisches Infanterie-Regiment "Kaiser Friedrich III" Nr. 114
13. Kompanie: Badisches Pionier-Bataillon Nr. 14
14. Kompanie: 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113
15. Kompanie: 9. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 170
16. Kompanie: 8. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 169
Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde das Regiment am 1. Oktober 1934 zum Infanterie-Regiment Konstanz umbenannt. Dabei wurde das I. Bataillon vom Regiment zum II. Bataillon vom Infanterie-Regiment Meiningen umbenannt. Das II. Bataillon vom Regiment wurde dagegen zum II. Bataillon vom Infanterie-Regiment Tübingen umbenannt. Als Ersatz wurde das Ausbildungs-Bataillon vom Regiment zum neuen II. Bataillon vom Regiment umbenannt. Durch Abgaben des gesamten Regiments wurde ein neues I. Bataillon vom Regiment ebenfalls in Konstanz aufgestellt. Ebenfalls durch Abgaben des gesamten Regiments wurde ein neues Ausbildungs-Bataillon vom Regiment in Villingen, ebenfalls Wehrkreis V, aufgestellt. Das Regiment wurde jetzt dem Kommandant von Ulm unterstellt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde es am 15. Oktober 1935 zum Infanterie-Regiment 14 umbenannt. Dabei wurde das II. Bataillon vom Regiment zum II. Bataillon vom Infanterie-Regiment 75 umbenannt. Gleichzeitig wurde das Ausbildungs-Bataillon vom Regiment zum I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 75 umbenannt. Das Regiment unterstand jetzt weiter der 5. Infanterie-Division. Im Herbst 1936 wurde durch Abgaben des gesamten Regiments ein neues II. Bataillon vom Regiment ebenfalls in Konstanz aufgestellt und vorläufig auch dort stationiert. Zum 6. Oktober 1936 wurde durch die Umbenennung vom Ergänzungs-Bataillon 30 ein Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 14 in Weingarten, ebenfalls Wehrkreis V, aufgestellt. 1937 wurde das II. Bataillon vom Regiment ebenfalls nach Weingarten verlegt. Im März 1938 nahm das Regiment als einziges der  5. Infanterie-Division am Einmarsch in Österreich teil. Hierzu wurde es am 11. März 1938 in seinen Garnisonsorten alarmiert und überschritt am 12. März 1938 von Lindau kommend bei Unterhochsteg die deutsch-österreichische Grenze. Anschließend stieß das Regiment auf Bregenz vor, das noch am Vormittag des gleichen Tages erreicht wurde. Im Anschluß wurden die Einheuten des Regiments auf mehrere Standorte verteilt: Das II. Bataillon am 15.3. nach Dornbirn, das I. Bataillon am 16.3. nach Bludenz. Nach dem Abschluss der Besetzung Österreichs kehrte das Regiment wieder in seine Heimatgarnison zurück.
Am 30. August 1940 musste das Regiment den Regimentsstab und das III. Bataillon zur Aufstellung vom Stab und des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 419 der 125. Infanterie-Division abgeben. Am 9. Dezember 1941 wurde wegen der schweren Verluste das III. Bataillon vom Regiment aufgelöst. Am 15. Oktober 1942 folgte die Umbenennung des Regiments zum Grenadier-Regiment 14.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 14 zuständig.

Regimentskommandeure:

Oberst Adolf Steinwachs Aufstellung - 31. März 1923

Oberst Hermann von Brandenstein 1. April 1923 - 31. März 1925

Oberst Albert Freiherr von Rotberg 1. April 1925 - 31. Januar 1927

Oberst Richard Waenker von Dankenschweil 1. Februar 1927 - 31. Oktober 1928

Oberst Alfred Boehm-Tettelbach 1. November 1928 - 30. November 1930

Generalmajor Johannes Blaskowitz 1. Dezember 1930 - 31. Januar 1933

Oberst Kurt Sieglin 1. Februar 1933 - 31. März 1934

Oberst Heinrich Clößner 1. April 1934 - 31. März 1938

Oberst Franz Vatterodt 1. April 1938 - 31. Mai 1939

Oberst Karl Faulenbach 1. Juni 1939 - 5. Oktober 1940

Oberst Wolfgang Esser 5. Oktober 1940 - 1. Dezember 1941

Oberst Dipl. Ing. Eugen Kurz (1942)

 

Literatur und Quellen:

Das Infanterie- und Sturmregiment 14 im Zweiten Weltkrieg, Karl Tress u.a., Verlag "Der Seehase", Konstanz 1959, 286 Seiten