Haase, Curt

 

* 15. Dezember 1881, Honnef

† 9. Februar 1943, Berlin-Grunewald

Curt Haase trat am 25. Juni 1901 als Fahnenjunker in die Württembergische Armee ein. Er kam dabei zum 4. Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr. 65. Am 27. Januar 1902 wurde er in diesem zum Fähnrich befördert. Am 18. Oktober 1902 wurde er in seinem Regiment zum Leutnant befördert. Am 18. Oktober 1910 wurde er zum Oberleutnant befördert. Bis 1914 gehörte er zum Regiment, von dem er auch zur Kriegsakademie versetzt. Auch zu Beginn des Krieges gehörte er als Batterieführer noch zum 4. Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr. 65. Am 8. Oktober 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Dann kam er zum Stabsdienst. Im Krieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er in die Reichwehr übernommen. Er wurde zuerst als Lehrer an der Infanterieschule Dresden eingesetzt. Am 1. April 1923 wurde er als Batteriechef der 9. Batterie in die III. Abteilung vom 5. (Württ.) Artillerie-Regiment versetzt. Am 1. Februar 1925 wurde er zum Major befördert. Am 1. November 1925 wurde er zur Inspektion der Artillerie (In 2) in das Reichswehrministerium versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1929 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Februar 1930 übernahm er dann für die nächsten 3 Jahre als Kommandeur die II. Abteilung vom 5. (Württ.) Artillerie-Regiment. Danach wurde er als Kommandeur zum Artillerie-Lehr-Stab nach Jüterbog versetzt. Im März 1935 wurde er zum Kommandeur der 3. Infanterie-Division ernannt. Am 1. Juni 1935 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 1. März 1936 gab er die Division an Generalmajor Walter Petzel ab. Er übernahm dafür als Kommandeur die 17. Infanterie-Division. Am 1. August 1937 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 1. Oktober 1937 gab er auch diese Division ab. Er wurde jetzt zum Inspekteur der Artillerie ernannt. Am 1. November 1938 wurde er zum General der Artillerie befördert. Bereits am 16. November 1938 wurde er zum Kommandierenden General vom III. Armeekorps ernannt. Gleichzeitig war er damit bis zur Mobilmachung auch Befehlshaber vom Wehrkreis III. Das III. Armeekorps führte er dann im Polenfeldzug. Ab Oktober 1939 war er mit dem Korps dann im Westen im Einsatz und nahm am Frankreichfeldzug teil. Ihm wurden im 2. Weltkrieg auch die Spangen zu beiden Eisernen Kreuzen verliehen. Für die Leistungen seines Korps wurde er am 8. Juni 1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 19. Juli 1940 wurde er zum Generaloberst befördert. Am 14. November 1940 wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 15. Februar 1941 wurde er zum Kommandeur der 15. Armee ernannt. Am 1. Dezember 1942 wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 9. Februar 1943 ist er dann in Berlin an Herzversagen oder einem Krebsleiden gestorben.

 

Ritterkreuz (8. Juni 1940)