Steppuhn, Albrecht

 

* 15. Juli 1877, Zoppot

† 22. Mai 1955, Wiesbaden

 

Albrecht Steppuhn trat nach seiner Kadettenausbildung am 7. März 1896 als Sekondeleutnant in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128. Bei diesem wurde er dann als Kompanieoffizier eingesetzt. Am 19. Juli 1911 wurde er zum Hauptmann befördert. Auch vor dem 1. Weltkrieg gehörte er noch zum Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128. Mit diesem Regiment zog er dann auch im Sommer 1914 in den 1. Weltkrieg. Am 18. August 1917 wurde er zum Major befördert. Am 17. Juni 1918 wurde ihm als Bataillonskommandeur seines Regiments im Rahmen der 36. Infanteriedivision der Pour le merité verliehen. Ihm wurden auch noch beide Eisernen Kreuze im Ersten Weltkrieg verliehen. Nach dem Kriegsende wurde er 1919 als Major in das Reichsheer übernommen. Im Frühjahr 1920 gehörte er beim 200.000 Mann-Übergangsheer zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 102. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment. 1921 wurde er in den Stab vom Infanterieführer I nach Allenstein versetzt. Am 1. Februar 1923 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 15. November 1922 festgelegt. Im Frühjahr 1924 und 1925 wurde er beim Generalstab vom Gruppenkommando 1 in Berlin eingesetzt. Anfang 1926 wurde er als Nachfolger von Oberstleutnant Eberhard von Livonius zum Chef des Stabes der 3. Kavallerie-Division in Weimar ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1927 zum Oberst befördert. Am 1. November 1928 wurde er als Nachfolger von Oberst Hugo von Wenz zu Niederlahnstein zum Kommandeur vom 20. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Regensburg ernannt. Am 30. Juni 1929 gab er sein Kommando an Oberst Friedrich Ritter von Kieffer ab. Er wurde dafür am 1. Juli 1929 als Nachfolger von Generalleutnant Hans Freiherr Seutter von Lötzen zum Infanterieführer VII in München ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1930 zum Generalmajor befördert. Am 31. Januar 1931 gab er sein Kommando an Oberst Hans von Hößlin ab. An diesem Tag wurde er auch aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines Generalleutnant verliehen. Bei der Mobilmachung zum 2. Weltkrieg wurde er wieder aktiviert. Er wurde dabei zum Kommandierenden General des Stellvertretenden Generalkommando XII. Armeekorps in Wiesbaden ernannt. Damit wurde er jetzt auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis XII ernannt. Am 27. August 1939 wurden ihm als so genannten Tannenberg-General die Charakter als General der Infanterie verliehen. Am 1. Dezember 1940 wurde er dann zum General der Infanterie z.V. befördert. Am 30. April 1943 gab er sein Kommando an General der Infanterie Walther Schroth ab. Er wurde jetzt endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet. Am 30. Juni 1943 wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit noch das Deutsches Kreuz in Silber verliehen. .