von Berendt, Richard

 

* 14. Januar 1865, Neiße (Oberschlesien)

† 25. August 1953, Joachimsthal

 

Richard von Berendt trat am 15. April 1884 als Sekondeleutnant in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum Garde-Fußartillerie-Regiment. Am 25. März 1893 wurde er als Abteilungskommandeur zum Premierleutnant befördert. Im Herbst dieses Jahres wurde er dann in das Badisches Fußartillerie-Regiment Nr. 14 versetzt. Von diesem wurde er dann in die Preußische Artillerie-Prüfungskommission. Am 1. April 1895 wurde er dann zum Niederschlesisches Fußartillerie-Regiment Nr. 5 versetzt blieb aber weiter bei der Prüfungskommission eingesetzt. Anfang 1897 wurde er dann zum Batteriechef im Brandenburgisches Fußartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 3 ernannt. Als solcher wurde er am 18. November 1897 zum Hauptmann befördert. 1903 wurde er für drei Jahre in das Kriegsministerium kommandiert. Dort wurde er am 14. Juni 1904 zum Major befördert. Danach wurde er Anfang 1906 für drei Jahre zum Abteilungskommandeur im Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 ernannt. Am 21. April 1911 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberstleutnant zum Kommandeur des Westfälisches Fußartillerie-Regiment Nr. 7 ernannt. Am 1. Oktober 1912 wurde er zum Kommandeur des Garde-Fußartillerie-Regiment ernannt. Damit hatte sich noch vor dem 1. Weltkrieg der Kreis wieder geschlossen. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1913 zum Oberst befördert. Bei Beginn des Ersten Weltkrieges kam er dann als Artillerieoffizier zum AOK 1. In diesem Krieg wurde er auf den verschiedensten Stabsstellen eingesetzt. Am 14. Januar 1917 wurde ihm der Pour le mérite verliehen. Am 27. Januar 1917 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor zum General der Artillerie bei der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am 24. November 1917 wurde ihm das Eichenlaub zum Pour le mérite verliehen. Im Sommer 1918 wurde er zum Kommandeur der 29. Infanterie-Division ernannt. Im 1. Weltkrieg wurden ihm noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Er wurde jetzt in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er zum Inspekteur der Artillerie ernannt. Als solcher wurde er am 16. Juni 1920 zum Generalleutnant befördert. Am 16. Juni 1921 wurde er zum Kommandeur der 3. Division der Reichswehr ernannt. Damit wurde er auch Befehlshaber vom Wehrkreis III. Am 3. August 1921 wurde er dann zum Oberbefehlshaber vom Gruppenkommando 2 in Kassel ernannt. Als solcher wurde er am 1. September 1921 zum General der Artillerie befördert. Zum 1. Januar 1923 wurde er dann zum Oberbefehlshaber vom Gruppenkommando 1 in Berlin ernannt. Am 31. Dezember 1924 wurde er aus dem Dienst verabschiedet. Ihm wurde dabei die Berechtigung zum Tragen der Uniform des 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment mit den Generalsabzeichen verliehen. Am 20. April 1937 wurde er zum Chef des Artillerie-Regiment 59 ernannt.