13. Panzer-Division

 

Feldpostnummern ab 1940/41: Die Einheiten wurden als Teile der 13. Panzer-Division in der Feldpostübersicht eingetragen. Noch 1941 wurde der Eintrag in Kommando 13. Panzer-Division (Lehrstab der deutschen Lehrtruppe in Rumänien) geändert. 1941/42 wurde der Eintrag wieder in Kommando 13. Panzer-Division umbenannt. Der Eintrag wurde am 19. November 1944 gestrichen. Am 23. November 1944 wurden alle Einheiten mit einer gemeinsamen Nummer eingetragen. Der alte Eintrag vom Feldgendarmerie-Trupp 13 wurde aber erst am 3. März 1945 gestrichen. Am 21. April 1945 wurde der gemeinsame Eintrag in Kommando Panzer-Division Feldherrnhalle 2, Begleitkompanie und Feldgendarmerie-Trupp 13 umbenannt.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Nov/44
Divisionskommando 15941 gestr. Nov/44 67770 A
Begleitkompanie - 67770 B
Feldgendarmerie-Trupp 13 17138 gestr. Mär/45 67770 C

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 13. Panzer-Division entstand durch Befehl des OKH vom 9. Oktober 1940 durch die Umbenennung der 13. Infanterie-Division (motorisiert). Gleichzeitig wurde die Division umgegliedert. Ihr wurde das Panzer-Regiment 4 zugeführt, die Infanterie-Regimenter gaben ihre III. Bataillone ab. Gleichzeitig wurde die Aufstellung eines Stabes einer Schützen-Brigade befohlen. Die Aufstellung und Einfügung eines Kradschützen-Bataillons war bereits vor der Umbenennung der Division erfolgt. Ab dem 22. Oktober 1940 verlegte die Division als Lehrtruppe nach Rumänien in den Raum Brasow - Roman - Bacau - Ploesti. In Rumänien führte die Division die Bezeichnung "Lehrstab R", mit Verfügung vom 10. Dezember 1940 dann "Lehrstab R I der deutschen Truppen in Rumänien". Nach dem schweren Erdbeben in Rumänien am 10. November 1940, bei dem die Division selbst nur einige Verletzte zu beklagen hatte, wurde die Division zu Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten eingesetzt. Ab dem 12. Mai 1941 verlegte die Division in Vorbereitung auf den Rußlandfeldzug nach Oberschlesien. Bis zum 21. Juni erreichte die Division ihren Bereitstellungsraum westlich von Hrubieszow. Als Division der 2. Welle überschritt die Division am 23. Juni den Bug und marschierte über Luck und Rowno in den Raum Holsk, wo sie am 7. Juli die Stalin-Linie durchbrach und dann weiter nach Osten auf Shitomir vorstieß. Bis zum 10. Juli erreichte die Division den Irpen, wo es bis zum 19. Juli zu ersten Abwehrkämpfen kam, weil die Division auf die nachrückende Infanterie warten musste. Im Anschluß stieß die Division auf Fastow vor und bildete bis zum 23. Juli einen Unawa-Brückenkopf. Bis zum 3. August schlossen sich Sicherungskämpfe bei Mironowka und Korssun an, denen zwei Ruhetage folgten. Im Anschluß wurde die Division zu Sicherungskämpen bei Iwanowka und Datscha eingesetzt. Bis zum 22. August erreichte die Division Dnjepropetrowsk, um das bis zum 31. August 1941 schwere Kämpfe tobten. Ende August wurde die Division abgelöst (die Artillerie verblieb im Raum Dnjepropetrowsk noch bis Mitte September 1941) und verlegte in den Raum südlich von Dnjepropetrowsk, wo sie bis zum 15. September aufgefrischt wurde. Anschließend verlegte sie in den Brückenkopf Krementschug. Von hier überschritt sie am 26. September den Oriol und nahm am 28. September nochmals an den Kämpfen um Dnjepropetrowsk teil, das an diesem Tag endgültig genommen werden konnte. Vom 30. September bis 10. Oktober stieß die Division bis Mariupoal am Asowschen Meer vor und marschierte von dort über den Mius in Richtung Rostow. Nach der versuchten Einnahme von Rostow bis zum 20. November 1941 musste sich die Division bis Anfang Dezember 1941 auf den Mius zurückziehen. Im Mius-Brückenkopf Taganrog verblieb die Division in den folgenden Monaten. Zu Beginn des Sommers wurde die Division in der Front aufgefrischt und für die Sommeroffensive 1942 vorbereitet. Unter anderem wurde ihr die Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 271 unterstellt. Ab dem 21. Juli 1942 begann die deutsche Sommeroffensive. Bis zum 27. Juli dauerten die Kämpfe um Rostow. Anschließend stieß die Division zum Kuban vor und bildete dort bis zum 6. August einen Brückenkopf. Am 9. August nahm die Division Maikop und bildete dort einen Brückenkopf. Am 14. August wurde die Division aus der Front gezogen und sie marschierte über Armawir bis in den Raum zwischen Ssablinskoje, Petrowka und Alexandrowskoje. Bis zum 26. August stieß sie zum Terek über Miropolskij und Tarskij vor. Bis zum 9. September folgten Säuberungsgefechte am nördlichen Terek-Ufer und eine neue Bereitstellung zum Terek-Übergang im Raum Mosdok und Kisljar sowie Kämpfe in den Brückenköpfen Mosdok und Kisljar. Im Oktober 1942 kam es dann zu Stellungskämpfen im Terek-Bogen. Nach einer kurzen Auffrischung rechts der Uruch-Terek-Mündung vom 22. - 25. Oktober griff die Division bis zum 28. Oktober auf Naltschik und anschließend auf Ordshonikidse an. Hier endete der Vormarsch der Division. Bei Gisel wurde die Division Anfang november 1942 von russischen Truppen eingeschlossen. Bis 12. November konnte sie aus dem Kessel ausbrechen. Nach dem Ausbruch aus dem Kessel wurde die Division im Raum Alagir / Ardon gesammelt und bis zum 15. November etwas aufgefrischt. Bis Ende des Jahres folgten Abwehrkämpfe südlich des Terek-Bogens und anschließend der Rückzug der Division erst in die Zolka-Kuma-Stellung, dann in die Kalaus-Linie und schließlich bis Ende Januar in den Kuban-Brückenkopf bei Kropotkin sowie die Goten-Stellung. Bis zum 20. August 1943 dauerten die Kämpfe in der Gotenstellung, dann verließ die Division den Kuban und setzte auf die Krim über. Von der krim aus wurde die Division in die Ostukraine transportiert. Im Raum um Wassiljewska nahm sie an ersten Abwehrkämpfen teil. Ende August 1943 wurde die Division bei Jefremovka eingeschlossen. Bis zum 31. August konnte sich die Division befreien, um sich anschließend auf die Linie Mariupol - Stalino abzusetzen. Vom 20. September bis 26. Oktober kam es zur Abwehrschlacht im Raum Melitopol und anschließend folgten Rückzugskämpfe durch die Nogaische Steppe. Von Anfang bis Mitte November wurde die Division im Raum Golaganowka aufgefrischt. Ab dem 19. November 1943 stand die Division in schweren Abwehrkämpfen im Brückenkopf Nikopol und ostwärts Kriwoi Rog, ab dem 18. Dezember im Raum Kirowograd und ab dem 6. Januar 1944 bei Nowo Ukrainska. Nach schweren Angriffs- und Abwehrkämpfen am Südrand des Kessels von Tscherkassy bis zum 17. Februar 1944 folgten danach bis zum 9. März 1944 Abwehrkämpfe südlich Swenigorodka. Nach dem Durchbruch der Russischen Armee durch die deutsche Front geriet die 13. Panzer-Division wieder in weitere Rückzugsbewegungen. Vom 12. bis 14. März wurde bei Perwomaisk der Bug überschritten. Nach weiteren Rückzugskämpfen zwischen Bug und Dnjestr wurde Anfang April 1944 der Raum um Kischinew erreicht. Von April bis August 1944 lag die Division bei Kischinew. Nach Beginn der russischen Sommeroffensive am 20. August 1944 wurde die Division auseinander gerissen Bis zum 24. August erreichten Restteile der Division den Pruth in den Brückenköpfen Leova und Falciu. Bis Ende August zerfielen auch diese Reste der Division zwischen Pruth und Sereth. Anfang September 1944 wurde die Division in Ungarn etwa 50 km südöstlich von Budapest auf dem Truppenübungsplatz Örkeny neu aufgestellt. Allerdings erreichte die Division nicht mehr die volle Soll-Stärke. Ab dem 8. Oktober 1944 stand die Division bereits wieder in schweren Abwehrkämpfen in der Pußta im Raum Karcag und der Tisza. Bis Ende Oktober 1944 folgten Rückzugskämpfe ostwärts der Tisza. Anfang November 1944 wurde die Division in Budapest eingeschlossen und erneut vernichtet. Im Januar 1945 wurde die Division in Budapest erneut vernichtet. Wiederaufgestellt wurde die Division als Panzer-Division Feldherrnhalle 2 im Februar 1945.

 

1940

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

November

Lehr-Truppe

 

 

Rumänien

Dezember

Lehrstab I Rumänien

 

 

Rumänien

1941

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

Januar

Lehrstab I Rumänien

 

 

Rumänien

Juni

XXXXVIII

1. Panzergruppe

Süd

Lublin (Lagekarte)

Juli

III

1. Panzergruppe

Süd

Uman, Kiew, Rostow (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

1942

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

1. Januar

III

1. Panzerarmee

Süd

Mius, Taganrog (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

18. März

XIV

1. Panzerarmee

Süd

Mius, Taganrog (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

Juli

LVII

1. Panzerarmee

Süd

Rostow

August

III

1. Panzerarmee

A

Armavir

September

XXXX

1. Panzerarmee

A

Mosdok (Lagekarte)

Oktober

III

1. Panzerarmee

A

Kaukasus (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

1943

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

Januar

III

1. Panzerarmee

A

Kaukasus (Lagekarte)

Februar

LII

17. Armee

A

Kuban (Lagekarte) (Lagekarte)

April

z. Vfg.

17. Armee

A

Kuban (Lagekarte)

Mai

XXXXIV

17. Armee

A

Kuban (Lagekarte)

Juli

z. Vfg.

 

A

Kuban

September

XXIX

6. Armee

Süd

Saporoshe

Oktober

XXIX

6. Armee

A

Kriwoi Rog

November

XXXXIV

6. Armee

A

Kriwoi Rog

Dezember

z. Vfg.

1. Panzerarmee

Süd

Kriwoi Rog

1944

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

Januar

LII

6. Armee

Süd

Kriwoi Rog (Lagekarte)

Februar

XXXXVII

8. Armee

Süd

Tscherkassy

April

LII

6. Armee

Südukraine

Bug

Mai

XXXX

6. Armee

Südukraine

Dnjestr, Kischinew

Juni

z. Vfg.

6. Armee

Südukraine

Dnjestr, Kischinew (Lagekarte)

August

XXIX

6. Armee

Südukraine

Dnjestr, Kischinew

 

nach Wiederaufstellung:

1944

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

September

in Aufstellung

 

 

 

Oktober

III

6. Armee

Süd

Ostungarn

1945

Datum

Armeekorps

Armee

Heeresgruppe

Ort

Januar

IX. SS

6. Armee

Süd

Ungarn, Budapest

Februar

z. Vfg.   Süd Ungarn

 

2. Divisionskommandeure:

11. Oktober 1940 Generalleutnant Friedrich-Wilhelm von Rotkirch und Panthen

25. Juni 1941 Generalleutnant Walther Düvert

1. Dezember 1941 General der Panzertruppen Traugott Herr

1. November 1942 Generalleutnant Hellmut von der Chevallerie

1. Dezember 1942 Generalmajor Wilhelm Crisolli

15. Mai 1943 Generalleutnant Hellmut von der Chevallerie

1. September 1943 Generalleutnant Eduard Hauser

26. Dezember 1943 Generalleutnant Hans Mikosch

18. Mai 1944 Oberst Friedrich von Hake

25. Mai 1944 Generalleutnant Hans Tröger

9. September 1944 Generalmajor Gerhard Schmidhuber

 

1. Generalstabsoffizier:

Oberstleutnant i.G. Fritz Kraemer (1942)

Oberstleutnant i.G. Helmut Moeller-Althaus (1943)

Major i.G. Kurt Braun (1944)

Oberstleutnant i.G. Arthur von Ekesparre (1944/45)

 


3. Gliederung:

13. Panzerdivision 1941 Ostfront

Panzer-Regiment 4

Schützen-Brigade 13

Schützen-Regiment 66

Schützen-Regiment 93

Kradschützen-Bataillon 43

Artillerie-Regiment 13

Feldersatz-Bataillon 13

Panzer-Aufklärungs-Abteilung 13

Panzerjäger-Abteilung 13

Panzer-Pionier-Bataillon 4

Nachrichten-Abteilung 13

Versorgungstruppen 13

 

13. Panzerdivision 1944 Ostfront

Panzer-Regiment 4

Panzer-Grenadier-Regiment 66

Panzer-Grenadier-Regiment 93

Panzer-Artillerie-Regiment 13

Feldersatz-Bataillon 13

Panzer-Aufklärungs-Abteilung 13

Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 271

Panzerjäger-Abteilung 13

Panzer-Pionier-Bataillon 4

Panzer-Nachrichten-Abteilung 13

Panzer-Divisions-Nachschubtruppen 13

 

4. Ersatz:

Für die Ersatzgestellung des Stabes war das Schützen-Ersatz-Bataillon 66, später Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 66, zuständig.

 

5. Literatur und Quellen:

Der Schicksalsweg der 13. Panzer-Division 1939 - 1945 - Friedrich von Hake, Traditionsverband e.V. der ehem. 13. Pz.Div., München 1971

Die 13. Panzer-Division im Bild 1935 - 1945 / Panzerbataillon 23 1976 - 1988 - Dr. Leo Beckmann/Hans Buhlmann/Heinrich Wasmus/Wilhelm Schroeder, Herausgegeben vom Trad.Verb. 13. Pz.Div., Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1988

Die Magdeburger Division - Zur Geschichte der 13. Infanterie- und 13. Panzer-Division 1935 - 1945 - Dieter Hoffmann, Buch- und Offsetdruckerei Max Schlutius, Magdeburg 1999

 

6. monatliche Zustandsberichte:

1943 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
1944 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
1945 Januar Februar März April Mai