5. Gebirgs-Division

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Feldpostnummern ab 1940/41: Die Einheiten wurden als Teile der 5. Gebirgs-Division in der Feldpostübersicht eingetragen. 1943 wurde dann der Eintrag der 3. kleine Kraftwagen-Kolonne Gebirgs-Divisions-Kolonne 95 zu Divisionslager und Erholungsheim 95 umbenannt. Am 20. November 1943 wurden dann auch zwei Banden-Jagd-Kommandos eingetragen, welche beide am 1. Dezember 1943 wieder gestrichen wurden. Am 11. Dezember 1943 wurde auch der Eintrag vom Divisionslager und Erholungsheim gestrichen. Am 10. März 1944 wurde eine Brückenkolonne G 76 mit dem Zusatz 5. Gebirgs-Division eingetragen. Am 28. August 1944 verlor der Eintrag diesen Zusatz, blieb aber weiter bestehen.

Einheit Feldpostnummer
Kommando 00074
Feldgendarmerie-Trupp 95 28408
Brücken-Kolonne G 76 ab Mär/44 14033
Divisionslager und Erholungsheim ab 1943 14143 gestr. Dez/43
1. Banden-Jagd-Kommando ab Nov/43 22931 gestr. Dez/43
2. Banden-Jagd-Kommando ab Nov/43 35267 gestr. Dez/43

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 5. Gebirgs-Division wurde am 25. Oktober 1940 im Raum Salzburg, im Wehrkreis XVIII, aufgestellt. Die Division wurde aus dem Gebirgsjäger-Regiment 100 der 1. Gebirgs-Division und dem bei der Umbildung der 10. Infanterie-Division zu einer motorisierten Division freigewordenen Infanterie-Regiment 85, das zum Gebirgs-Jäger-Regiment 85 umgebildet wurde. Im März 1941 wurde die Division in den Südosten verlegt und nahm ab April 1941 am Griechenlandfeldzug teil. Aus dem Raum Petritsch in Bulgarien stieß die Division über die Metaxaslinie auf Saloniki und dann bis in den Raum Athen vor. Nach einem verlustreichen Seetransport nach Kreta nahm die Division an den Kämpfen auf der Insel teil. Anschließend blieb die Division als Sicherungstruppe auf der Insel. Im November 1941 wurde die Division in den Raum Salzburg verlegt. Dort wurde die Division aufgefrischt. Am 1. November 1941 gab die Division die Radfahr-Abteilung 95 und Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 95 an die 3. Gebirgs-Division im Tausch gegen Radfahr-Abteilung 68 und Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 48 ab. Da beide Abteilungen jedoch in Finnland bleiben, taktisch der 6. Gebirgs-Division unterstellt und am 5. Januar 1943 zu Heerestruppen wurden, erhielt die Division am 15. März 1943 eine im Wehrkreis XVIII neu aufgestellte Schnelle Abteilung 95, die am 27.1.1944 in Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 85 und Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 85 aufgegliedert wurde. Im März 1942 wurde die Division zur Heeresgruppe Nord transportiert, wo sie an den Kämpfen bei Oranienbaum teilnahm. Anschließend kam es zu Kämpfen an der Newa, am Mga, am Wolchow und am Ladogasee. Im Januar 1943 nahm die Division an den Kämpfen am Wolchow teil. Im November 1943 wurde sie dann nach Oberitalien verlegt. 1944 kam es zu Abwehrkämpfen am Monte Mare. Anschließend setzte sich die Division auf den Monte Croce, Cifalco und den Monte Cassino ab. Am Monte Cassino kam es zu schweren Abwehrkämpfen. Im Mai 1944 wurde sie an die Adriafront verlegt. Anschließend kämpfte die Division in der Lombardei. Im Oktober 1944 bezog die Division Sicherungsstellungen in den Westalpen. Die Division kapitulierte Anfang Mai 1945 bei Fiferoni im Raum Turin, in Italien, vor den Amerikanern.

 

1940

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
25. Oktober in Aufstellung Wehrkreis XVIII - Heimat
November XVIII 2. Armee C Heimat

 

1941

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar XVIII 2. Armee C Heimat
Februar XVIII 12. Armee C Heimat
16. Mai XI. Fliegerkorps u. XVIII 12. Armee   Griechenland, Kreta
1. Juli XVIII 12. Armee   Griechenland, Kreta
1. August z. Vfg.   Militärbefehlshaber Südgriechenland Griechenland, Kreta
November Auffrischung BdE Wehrkreis V Heimat
Dezember   BdE Wehrkreis VII and XVIII Heimat

 

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar   BdE Wehrkreis VII and XVIII Heimat
März XVI 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
24. März z. Vfg. 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
30. März I 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
8. April z. Vfg. 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
19. April L 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
August XXVIII 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
September XXVI 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
Oktober XXVI 11. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
November XXX 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
Dezember LIV 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow

 

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
April XXVI 18. Armee Nord Leningrad, Wolkhow
Dezember Reserve 10. Armee C Oberitalien

 

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XIV 10. Armee C Italien, südl. Rom
Juni LI 10. Armee C Italien
August Reserve Armee Ligurien C Alpen
September LXXV Armee Ligurien C Alpen

 

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar LXXV Armee Ligurien C Alpen

 

2. Divisionskommandeure:

Generalleutnant Julius Ringel - 10. Februar 1944

Generalleutnant Max-Günther Schrank 10. Februar 1944 - 18. Januar 1945

Generalmajor Hans Steets Januar 1945 - Mai 1945

 

3. Gliederung:

Gebirgsjäger-Regiment 85

Gebirgsjäger-Regiment 100

Gebirgs-Artillerie-Regiment 95

Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 95

Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 95

Gebirgs-Pionier-Bataillon 95

Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 95

Gebirgs-Sanitäts-Abteilung 95

Gebirgs-Feldersatz-Bataillon 95

Gebirgs-Nachschubtruppen 95

 

4. Ersatzgestellung:

Für die Ersatzgestellung des Divisionsstabes war das Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillon I./137 zuständig.

 

5. Literatur:

Hurra, die Gams! Die 5. Gebirgs-Division im Einsatz, Julius Ringel, Leopold Stocker Verlag