Eisenstuck, Hellmuth

 

* 27. Juni 1892, Hamburg

+ 1. Mai 1959, Heilbronn

 

 

Hellmuth Eisenstuck trat am 18. März 1912 als Fahnenjunker in das Königlich Sächsische 5. Infanterie-Regiment Kronprinz Nr. 104 ein, in dem er am 18. August 1912 zum Fahnenjunker-Unteroffizier , am 13. Dezember 1912 zum Fähnrich und am 14. August 1913 zum Leutnant befördert wurde. Am 14. August 1914 wurde er in das Sächsische Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 104 versetzt und dort am 1. Dezember 1914 zum Regiments-Adjutant ernannt. Am 16. August 1916 wurde er dann Adjutant des Regiments von Page und am 3. September 1916 Kompanieführer im Sächsischen Infanterie-Regiment 391. Bereits am 15. September 1916 wurde er dann 2. Adjutant der 2. Division Berger. Am 10. Oktober 1916 kehrte er als Kompanieführer in das Sächsische Infanterie-Regiment 391 zurück, wo er am 27. Januar 1917 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 16. August 1917 wurde er in den Stab des Regiments versetzt und am 21. Juni 1918 Führer des II. Bataillons des Regiments, bis er am 10. Juli 1918 wieder in den Regimentsstab zurück versetzt wurde. Am 15. November 1918 kam er in das Ersatz-Bataillon des Regiments und am 2. April 1919 folgte die Versetzung in das Grenzjäger-Regiment 3. Ab dem 25. Juni 1919 war er Ordonnanz-Offizier beim Stab des Infanterie-Regiments 37 und zugleich mit der Führung des Garnisons-Kommandos Leising beauftragt. Am 1. Januar 1921 wurde er dann in das Infanterie-Regiment 11 versetzt. Hier war er beim Regimentsstab sowie in der 12. (MG-) Kompanie eingesetzt und wurde am 1. Februar 1924 zum Hauptmann befördert. Am 1. Februar 1926 wurde er Chef der 4. (MG-) Kompanie des Regiments, bis er am 1. April 1931 in das Heereswaffenamt im Reichswehrministerium versetzt wurde. Nach seiner Beförderung zum Oberstleutnant am 1. April 1936 wurde er am 1. Mai 1937 Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 14. Am 1. Dezember 1937 in den Stab des Infanterie-Regiments 34 versetzt, wurde er am 10. November 1938 Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 132. Am 1. Januar 1939 zum Oberst befördert, wurde er am 1. Juni 1939 Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 134. Am 1. August 1939 wurde er schließlich in den Stab des Infanterie-Regiments 134 versetzt. Am ersten Mobilmachungstag zum Zweiten Weltkrieg, dem 26. August 1939, wurde Hellmuth Eisenstuck Kommandeur des neu aufgestellten Infanterie-Regiments 462, das er auch während des Frankreichfeldzuges führte. Am 5. Oktober 1940 wurde er dann Kommandeur des neu aufgestellten Infanterie-Regiments 449 auf dem Truppenübungsplatz Döllersheim. Am 1. April 1941 wurde er in die Führerreserve versetzt und am 7. Juni 1941 zum Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 45 ernannt. Am 4. Juli 1942 wurde er dann mit der Führung des Jäger-Regiments 228 beauftragt. Ab dem 10. September 1942 führte er die 381. Feldausbildungs-Division. Nach seiner Beförderung zum Generalmajor am 16. September 1942 wurde er am 1. Oktober 1942 Kommandeur der 381. Feldausbildungs-Division. Am 25. Juli 1943 wurde er erneut in die Führerreserve versetzt und gleichzeitig zur Heeresgruppe A kommandiert,. Ab dem 8. Februar 1944 folgte die Kommandierung zur Heeresgruppe D und die gleichzeitige Verwendung als Festungs-Kommandant. Am 15. Februar 1944 wurde er dann zum Festungs-Kommandanten von Royan ernannt. Am 1. Juni 1944 wieder in die Führerreserve versetzt, musste er krankheitsbedingt in das Standortlazarett Heilbronn eingeliefert werden. Nach seiner Genesung folgte am 20. August 1944 die Kommandierung zum Militärbefehlshaber Südost und am 1. Oktober 1944 die Ernennung zum Kommandanten von Warschau. Am 1. Januar 1945 wurde er dann in den Baustab der 1. Panzerarmee versetzt. Bei Kriegsende geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er am 11. Mai 1950 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/EISENSTUCK_HELLMUTH.html