25. Panzer-Division

 

Feldpostnummern ab 1942: Die Einheiten wurden mit dem Zusatz 25. Panzer-Division in der Feldpostübersicht eingetragen. Die Batterie Oslo wurde noch 1942 in Batterie 91 umbenannt. 1942/43 wurde zusätzlich noch weitere Rekruten-Ausbildungs-Kommandos eingetragen. 1943 wurde ein Rekruten-Ausbildungs-Bataillon eingetragen. Ebenfalls 1943 wurde ein Ausbildungs-Bataillon bei der Nummer des Regimentsstabes vom Panzergrenadier-Regiment 147 eingetragen. Am 22. September 1943 wurde das Rekruten-Ausbildungs-Bataillon gestrichen. Am 12. August 1943 wurde das Rekruten-Ausbildungs-Kommando der 25. Panzer-Division Gjövik in Panzer-Pionier-Kompanie Norwegen umbenannt. Am 27. Oktober 1943 wurden die anderen Rekruten-Ausbildungs-Kommandos umbenannt. Dabei wurde Hönefoss zum Stab vom III. Bataillon des Panzergrenadier-Regiment Norwegen, Nordstrand in Stab vom I. Bataillon des Panzergrenadier-Regiment Norwegen, Jessheim zur Panzer-Nachrichten-Kompanie Norwegen, Trandum zum Stab der Panzerjäger-Abteilung Norwegen, Eidsvoll zum Stab vom II. Bataillon des Panzergrenadier-Regiment Norwegen und Elverum zum Stab der Panzer-Artillerie-Abteilung Norwegen umbenannt. Am 21. Juni 1944 wurde eine Begleit-Kompanie eingetragen, aber am 18. September 1944 bereits wieder gestrichen. Am 19. November 1944 wurde wieder eine Begleit-Kompanie unter der alten Nummer des Regimentsstabes vom Panzergrenadier-Regiment Norwegen eingetragen. Am 23. November 1944 wurden die Kompanien vom Ausbildungs-Bataillon gestrichen.

Einheit Feldpostnummer
Divisionskommando 25. PD 12004
Begleit-Kompanie Kommando 25. PD ab Jun/44 45978 gestr. Sep/44

ab Nov/44 08766

1. Kompanie Ausbildungs-Bataillon ab 1943 56270 B gestr. Nov/44
2. Kompanie Ausbildungs-Bataillon ab 1943 56270 C gestr. Nov/44
3. Kompanie Ausbildungs-Bataillon ab 1943 56270 D gestr. Nov/44
4. Kompanie Ausbildungs-Bataillon ab 1943 56270 E gestr. Nov/44
Stab Rekruten-Ausbildungs-Bataillon ab 1943 14969 A gestr. Sep/43
1. Kompanie ab 1943 14969 B gestr. Sep/43
2. Kompanie ab 1943 14969 C gestr. Sep/43
3. Kompanie ab 1943 14969 D gestr. Sep/43
4. Kompanie ab 1943 14969 E gestr. Sep/43
5. Kompanie ab 1943 14969 F gestr. Sep/43
Batterie Oslo 46856 bis 1942
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Gjövik 56281 bis Aug/43
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Hönefoss 56637 bis Okt/43
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Nordstrand ab 42/43 57147 bis Okt/43
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Jessheim ab 42/43 57360 bis Okt/43
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Trandum ab 42/43 57794 bis Okt/43
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Eidsvoll ab 42/43 58265 bis Okt/43
Rekruten-Ausbildungs-Kommando Elverum ab 42/43 59339 bis Okt/43

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 25. Panzer-Division wurde am 25. Februar 1942  in Norwegen aufgestellt. Hierzu wurde der auf dem Kommandoweg in Norwegen gebildete "Schützen-Verband Oslo" (andere Bezeichnung: Panzerverband Norwegen) um weitere, aus Frankreich und dem Reichsgebiet antransportierte Truppenteile verstärkt. Ausgerüstet war die Division zum größten Teil mit britischen und französischen Beutewaffen. Der Divisionsstab selbst wurde in Eberswalde aufgestellt und Ende März 1942 nach Oslo verlegt. Obwohl die Aufstellung auch bis Sommer 1943 nicht vollendet werden konnte, wurde die Division Ende August / Anfang September 1943 nach Nord-Frankreich verlegt. Nach den schweren Verlusten des Ost-Heeres im Sommer 1943 sollte hier die Aufstellung der Division beschleunigt beendet werden. Außerdem wurde die Division auf deutsche Waffen und deutsches Gerät umgerüstet. Die in Norwegen verbliebenen Teile der Division (Teile Panzer-Regiment 9 und schwache Restkommandos aller Verbände) sowie die bei der Division befindlichen Beutewaffen dienten als Grundstock für die Panzer-Division Norwegen. Die Division wurde komplett auf deutsche Waffen und Ausrüstung umgerüstet, mußte jedoch noch im Herbst 1943 rund 550 Kfz an andere Verbände abgeben. Dieses Fehl konnte bis zur Verlegung an die Ostfront nicht mehr ausgeglichen werden. Ende Oktober 1943 begann die Verlegung der Division an die Ostfront in den Raum Shitomir bei der Heeresgruppe Süd. Im Raum südostwärts Shitomir - südlich Brussilow wurde die Division entladen und versammelt. Noch vor dem Eintreffen der gesamten Division wurde diese am 6. November 1943 in den Raum Fastow in Marsch gesetzt, wo sie ihre erste Feindberührung hatte. Der Vorstoß der Division erfolgte im Rahmen des Gegenstoßes des XXXXVIII. Panzerkorps über Fastow und weiter darüber hinaus in Richtung Nordwesten gegen die Straße Shitomir - Kiew. Ende September wurde die Division nach der Wiedereroberung von Straße Kiw - Shitomir aus dem Fronteinsatz gezogen und in den Auffrischungsraum Brussilow - Kasatin verlegt, wo sie sowohl materiell als auch personell teilweise aufgefrischt wurde. Als am 24. Dezember ein neuer Großangriff der 1. Ukrainischen Front das Zentrum der noch immer nur stützpunktartig ausgebauten HKL der 4. Panzerarmee am Teterew - auf der Naht zwischen dem XIII. Armeekorps und dem XXXXII. Armeekorps - ostwärts von Shitomir binnen 24 Stunden durchbrach und danach auch im Abwehrraum der 8. Panzer-Division, später auch der 19. Panzer-Division bei Brussilow tiefe Einbrüche in Richtung Berdichew-Kasatin erzwang, mußte das Pz.AOK 4 die soeben aufgefrischte 25. Panzer-Division zum Fronteinsatz freigeben. Daraufhin marschierte die Division, in zwei Kampfgruppen geteilt, gegen zwei weit auseinanderliegende Einbruchsräume der 4. Panzerarmee westlich des Teterew.
Die "Kampfgruppe Graf Strachwitz" (Stab Panzer-Regiment 9, zwei Kompanien schwere Panzer-Abteilung 509, 1. / Panzergrenadier-Regiment 147, Teile II. / Panzergrenadier-Regiment 146, eine Kompanie Panzer-Pionier-Bataillon 87, zwei 8,8-cm Flak-Kampftrupps / 284, drei Batterien Panzer-Artillerie-Regiment 91) unterstützte zunächst die 19. Panzer-Division im Einbruchsraum am "Teterew-Abschnitt" südöstlich von Shitomir - südwestlich Brussilow. Anschließend kämpfte die Kampfgruppe im Abschnitt südöstlich Berdichew - um/südwestlich Kasatin zur Unterstützung der 18. Artillerie-Division. Bei den Kämpfen erlitt die Kampfgruppe schwere Verluste.
Die "Kampfgruppe Treuhaupt" (Stab / Panzergrenadier-Regiment 146 mit Masse des SPW-Bataillons, Teile II. Bataillon, II. / Panzergrenadier-Regiment 147, 3. (StuG) / Panzerjäger-Abteilung 87, Teile Panzer-Artillerie-Regiment 91) unterstützte die 20. Panzergrenadier-Division in einer Auffanglinie um/südöstlich von Berdichew - bis ab dem 26. / 27. Dezember die Vorausabteilungen des XXXXVIII. Panzerkorps, von Shitomir-Korosten kommend, bei Berdichew in diesen Abwehrkampf eingriffen, um russische Angriffsspitzen südöstlich der Stadt aufzufangen. Hier griff die Division in die tiefe Flanke starker russischer Verbände an, die zwischen Kasatin und südlich Berdichew nach West / Südwest, Richtung Uman, vordrangen. Diese Feindgruppe konnte zerschlagen und zurückgeworfen werden. Anschließend konnte die Frontlücke um / Südlich Berdichew geschlossen und durch die 25. Panzer-Division verstärkt werden.
"Sperrverband 4. Panzerarmee" (Stab Panzer-Artillerie-Regiment 91 ohne drei Batterien, mit zwei Kompanien Panzergrenadier-Regiment 146 und 147 und Panzerjäger-Züge beider Regimenter) wurde beim XXIV. Panzerkorps eingesetzt.
Die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 25 wurde bei der SS-Kampfgruppe "Das Reich" eingesetzt.
Somit war die 25. Panzer-Division im gesamten Bereich der 4. Panzerarmee eingesetzt. Es gelang der 4. Panzerarmee bis zu Beginn des Jahres 1944, die Front zwischen Gegend Winniza / Berdichew und Raum um Schepetowka zu sichern und zu behaupten. Bei den Kämpfen im Winter 1943 / 44 erlitten die Kampfgruppen der Division schwere Verluste. Von Januar bis März 1944 stand die Kampfgruppe 25. Panzer-Division im Einsatz im "Balkon von Kasatin (Raum nordöstlich Winniza). Nach der Einkesselung der 1. Panzerarmee bei Kamenez-Podolski brachen die Reste der Division im "Hube-Kessel" nach Westen durch.
Nach Abschluß der Kämpfe wurde die Division im Raum zwischen Dnjestr und Strypa, im Abschnitt um Medwedowce versammelt und anschließend als Eingreifreserve der Heeresgruppe Nordukraine im Raum südostwärts von Lemberg bereit gestellt. Anfang Mai wurde die Herauslösung der Division befohlen.
Die Reste der Division wurden auf den Truppenübungsplätzen Esztergom (Ungarn), Grafenwöhr und Senne versammelt. Anschließend verlegten die Restteile nach Jütland in Dänemark. Hier wurde die Division neu aufgestellt. Teile der Division sollten in Grafenwöhr neu aufgestellt werden, mußten dann aber an die Panzerbrigade 103 abgegeben werden. Obwohl die Aufstellung noch nicht vollendet war, mußte die 25. Panzer-Division, immer noch nur in Kampfgruppenstärke, Ende August 1944 erneut an die Ostfront verlegen. Diese wurde in den Kampfraum Warschau als OKH-Reserve verlegt, um hier ihre Wiederaufstellung fortzusetzen. Anfang Oktober 1944 wurde die Kampfgruppe 25. Panzer-Division im Verband mit der 3. Panzer-Division, der 252. Infanterie-Division und der Heeres-Panzer-Brigade 104 in der HKL um den russischen "Narew-Brückenkopf um Serok" eingesetzt. Es gelang hier jedoch nicht, den Brückenkopf zu beseitigen. Anschließend folgte der Einsatz der Kampfgruppe 25. Panzer-Division zur Abwehr der russischen Großoffensive am Narew. Nach Abschluß dieses Einsatzes wurde die Panzer-Brigade 104 Ende Oktober 1944 in die Kampfgruppe 25. Panzer-Division eingegliedert. Im November 1944 kämpfte die 25, Panzer-Division mit ihren Kampfgruppen im Raum von Warschau, um bei den dort eingeschobenen Infanterie-Divisionen gefährliche Einbrüche auszubügeln. Ende November 1944 wurde die Division bei der 9. Armee herausgezogen, sammelte dann im Raum südwestlich von von Warschau und verlegte anschließend in den Raum Radom - Bialobrzegi, wo sie frontnah kurz aufgefrischt wurde. Nach Beginn der russischen Winteroffensive im Januar 1945 wurde die Division im Warka-Brückenkopf nördlich von Radom eingesetzt. Nach drei Großkampftagen mußte sich die Division nach Westen absetzen, fand dabei lose Verbindung zum "Wanderkessel Nehring" und überschritt Ende Januar 1945 die Oder nördlich von Glogau. Während dieser Rückzugskämpfe erlitt die Division erneut schwere Verluste. Anschließend verstärkten die Divisionsreste den deutschen Oder-Brückenkopf um Glogau. Anschließend wurden die Reste der 25. Panzer-Division beim XXIV. Panzerkorps zum Aufbau und zur Verteidigung einer "Oder-Neisse-Front" im Raum nordostwärts Görlitz, beiderseits der "Festung Glogau" eingesetzt. Mitte Februar wurde die Kampfgruppe 25. Panzer-Division aus der Front herausgelöst und in den Raum Görlitz verlegt, wo sie erneut frontnah aufgefrischt wurde. Eine wirkliche Auffrischung gelang jedoch wegen Material- und Personalmangel nicht mehr. Ende Februar verlegte die Division dann in den Raum ostwärts von Berlin, wo sie im Rahmen der 11. Armee zur Verteidigung des Abschnitts südostwärts von Stettin eingesetzt wurde. Es folgte der Einsatz der Division im Oder-Brückenkopf Altdamm/Finkenwalde. Ende März 1945 verlegten die Divisionsreste in den Raum südlich von Stettin in den Abwehrraum der 9. Armee und Anfang April 1945 in den Raum um Wien. Westlich von Wien fand die Division schließlich bei Kriegsende ihr Ende. Bei Vimper geriet die Masse der Division in amerikanische Gefangenschaft.

 

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
25. Februar z. Vfg. AOK Norwegen   Norwegen

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar z. Vfg. AOK Norwegen   Norwegen
September z. Vfg.   D Frankreich
Dezember XXXXII 4. Panzerarmee Süd Shitomir (Lagekarte)

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXIV 4. Panzerarmee Süd Winniza
März (Reste) XXIV 1. Panzerarmee Süd Kamenez-Podolski
April (Reste) LIX 1. Panzerarmee Nordukraine Kamenez-Podolski
Mai nicht genannt      
Juni Aufstellung     Dänemark
August Aufstellung     Wildflecken
September (Teile) z. Vfg. 9. Armee Mitte Warschau
Oktober z. Vfg.   OKH Narew
November z. Vfg.   Mitte Narew
Dezember z. Vfg.   A Radom

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar z. Vfg.   A Radom
Februar XXIV 4. Panzerarmee Mitte Oder
März XXXX 4. Panzerarmee Mitte Oder
April XXXXIII 8. Armee Süd Niederdonau
Mai FH 8. Armee Ostmark Niederdonau

 

2. Kommandeure:

Generalleutnant Johann Haarde 25. Februar 1942

Generalleutnant Adolf von Schell 1. Januar 1943

General der Panzertruppen Georg Jauer 15. November 1943

Generalleutnant Hans Tröger 20. November 1943

Generalmajor Oswin Grolig 1. Juni 1944 -

Generalmajor Oskar Audörsch 18. August 1944 - Kapitulation

 

3. Gliederung:

25. Panzer Division Mai 1942 Norwegen

Schützen-Regiment 146

verst. Panzer-Abteilung 214

Panzerjäger-Kompanie 514

Batterie 10-cm Kanonen (mot) 91

 

25. Panzer Division 1943 Ostfront

Panzer-Regiment 9

Panzer-Grenadier-Regiment 146

Panzer-Grenadier-Regiment 147

Kradschützen-Bataillon 87

Feldersatz-Bataillon 87

Panzer-Artillerie-Regiment 91

Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 279

Panzerjäger-Abteilung 87

Panzer-Pionier-Bataillon 87

Panzer-Nachrichten-Abteilung 87

Panzer-Versorgungstruppen 87

 

4. Ersatzgestellung:

Für die Ersatzgestellung des Stabes war das Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 64 zuständig.

 

5. Literatur und Quellen:

Die 22./25./27. Pz.Div. und die 233. Res.Pz.Div. - Rolf Stoves, Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1985, 290 Seiten
"27. Panzer-Division" in Veit Scherzer (Hrsg.): Deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg, Band 6, Scherzers Militaer-Verl., Ranis/Jena 2010
Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4. Die Landstreitkräfte 15–30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976