von Oven, Karl

 

* 29. November 1888, Charlottenburg

† 20. Januar 1974, (Singen)

 

Karl von Oven trat nach seiner Kadettenausbildung am 27. Februar 1908 mit dem Charakter als Fähnrich in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 3. Garde-Regiment zu Fuß. Bei diesem wurde er am 27. Januar 1909 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 14. Juni 1907 datiert. Am 1. Oktober 1913 wurde er zum Adjutant des Füsilier-Bataillons vom 3. Garde-Regiment zu Fuß ernannt. Zu diesem Regiment gehörte er auch noch vor Beginn vom 1. Weltkrieg. Bei Kriegsausbruch kam er mit seinem Regiment an die Front. Ende August 1914 wurde er dann verwundet, kehrte aber Ende Oktober 1914 wieder zum Regiment zurück. Bei diesem wurde er am 24. Dezember 1914 zum Oberleutnant befördert. Am 2. Februar 1915 wurde er dann zum Regimentsadjutant vom 3. Garde-Regiment zu Fuß ernannt. Am 5. Oktober 1916 wurde er als solcher zum Hauptmann befördert. Mitte Dezember 1916 wurde er dann zum Generalstab vom Generalkommando III. Armeekorps kommandiert. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben beiden Eisernen Kreuzen noch mit weiteren Auszeichnungen bedacht. Nach der Krieg wurde nach einer gewissen Zeit beim Grenzschutz in Schlesien im Herbst 1919 aus der Armee entlassen. Dafür wurde er jetzt von der Sicherheitspolizei in Berlin übernommen. Von Juni 1921 bis Januar 1922 wurde er dann als Ia beim Kommando Graf Poninski (Grenzschutz von Oberschlesien) eingesetzt. Ab Januar 1923 wurde er dann als Ia beim Kommando der Schutzpolizei Berlin eingesetzt. Bei diesem wurde er dann im September 1923 auch zum Polizei-Major befördert. Ab dem 1. Oktober 1924 wurde er fast fünf Jahre als Lehrer an der Polizeischule Eiche bei Potsdam eingesetzt. Von August 1929 bis zum 1. Oktober 1932 wurde er dann erst als Sachbearbeiter, dann als Kommandeur der Polizeiinspektion Bochum eingesetzt. Am 1. Oktober 1932 wurde er als Ia beim Höherer Polizeiführer im Westen eingesetzt. Anfang Februar 1933 wurde er zum Chef des Stabes vom Höheren Polizeiführer Westen ernannt. Kurz nach Hitlers Machtantritt wurde er am 21. März 1933 zum Polizei-Oberstleutnant befördert. Im Mai 1933 wurde er dann zum Chef des Stabes beim Chef der Landespolizei im preußischen Ministerium des Inneren ernannt. Als Oberstleutnant wurde er dann auch zu Beginn des Frühjahrs 1935 in die sich erweiternde Reichswehr übernommen. Dabei wurde er jetzt zum Kommandeur des II. Bataillons vom Infanterie-Regiment Paderborn ernannt. Am 1. Oktober 1935 wurde er als solcher zum Oberst befördert. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur des II. Bataillons vom Infanterie-Regiment 18 ernannt. Am 1. Oktober 1936 gab er sein Kommando ab und wurde dafür jetzt zum Kommandeur der Heeres-Feldzeugverwaltung XI ernannt. Am 1. Februar 1937 wurde er dann in den Stab des Infanterie-Regiment 82 in Göttingen versetzt. Dort befand er sich in der Einarbeitung zum Regimentskommandeur. Am 20. April 1937 wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 73 ernannt. Am 12. Oktober 1937 wurde er dann durch die Umbenennung der Einheiten zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 59 ernannt. Am 31. Mai 1939 wurde er zum Generalmajor befördert. Mit seinem Regiment nahm er dann im Rahmen der 19. Infanterie-Division (motorisiert) am Polenfeldzug teil. Danach gab er am 8. November 1939 sein Kommando ab. Er wurde jetzt zum Inspekteur der Wehr-Ersatz-Inspektion Allenstein ernannt. Am 16. Mai 1940 wurde er dann zum Kommandeur der 393. Infanterie-Division ernannt. Mit der Auflösung der Division gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 15. November 1940 wurde er dann zum Kommandeur der 56. Infanterie-Division ernannt. Diese Division führte er dann zu Sommerbeginn 1941 im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland. Am 1. Juli 1941 wurde er zum Generalleutnant befördert. Er trug jetzt bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen. Am 9. Januar 1942 wurde er für die Leistungen seiner Division mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Ende Januar 1943 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt mit der Führung vom Generalkommando XXXXIII. Armeekorps in Mittelrussland beauftragt. Am 1. April 1943 wurde er zum General der Infanterie befördert. Als solcher wurde er jetzt auch zum Kommandierenden General des XXXXIII. Armeekorps ernannt. Ab dem Sommer 1943 wurde er mit seinem Generalkommando dann in Nordrussland eingesetzt. Im März 1944 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Am 17. Mai 1944 wurde er dann zum Kommandeur vom Feldjäger-Kommando II ernannt. Diese Position behielt er dann bis März 1945.

 

Ritterkreuz (9. Januar 1942)