Vierow, Walter

 

* 1. Mai 1892, Berlin

+ unbekannt

 

 

Walter Vierow war der Sohn des Kaufmanns Albert Vierow und dessen Ehefrau Frieda. 1911 trat er als Fahnenjunker in das Hannoversche Pionier-Bataillon Nr. 10 ein, wo er am 23. März 1914 zum Leutnant  befördert wurde. Während des Ersten Weltkrieges wurde er als Zugführer eingesetzt ab Ende 1915 als Adjutant und ab Juli 1917 als Kompanieführer. Am 20. Mai 1917 war er zum Oberleutnant befördert worden. Im Juli 1918 wurde er verwundet. Von Dezember 1918 bis Januar 1920 war er Kompanieführer im Baltikum und wurde am 1. Mai 1920 in das Reichswehr-Pionier-Bataillon 6 übernommen. Am 8. September 1921 heiratete er Carmen Geberg. Vom 1. Oktober 1923 bis zum 31. März 1928 wurde Walter Vierow zur technischen Hochschule Hannover kommandiert (Etatstellen in der Zeit beim Infanterie-Regiment 16, Reiter-Regiment 14 und Artillerie-Regiment 5), wo er sein Diplom in Ingenieurswissenschaften machte. Am 1. Februar 1925 zum Hauptmann befördert, wurde er nach Abschluss des Studiums Kompaniechef im Pionier-Bataillon 3. Am 1. April 1930 folgte die Versetzung ins Reichswehrministerium und am 1. April 1934 die Beförderung zum Major. Am 1. Oktober 1934 wurde er dann Kommandeur des Pionier-Bataillons 20 und am 1. August 1936 die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. April 1938 wurde er Kommandeur des Festungs-Pionier-Stabes 23 und am 1. März 1939 die Beförderung zum Oberst. Ab dem 1. Juni 1940 war Vierow Kommandeur der Pioniere beim XIII. Armeekorps und wurde am 22. Februar 1941 Kommandeur des Pionier-Regiments 685. Am 26. Mai 1941 wurde er Kommandeur des Oberbaustabes 19 und am 1. Oktober 1942 folgte die Beförderung zum Generalmajor. Am 10. Januar 1943 in die Führerreserve versetzt, folgte die Einweisung als Feld-Kommandant und am 20. Februar 1943 die Ernennung zum Kommandeur der Feld-Kommandantur 243 in Pologi. Im April 1943 wurde Walter Vierow zur 213. Sicherungs-Division in den Raum Kiew kommandiert, um die dortigen Befestigungsarbeiten zu überwachen. Am 13. August 1943 folgte die Ernennung zum Kommandanten von Kiew und ab dem 16. Dezember 1943 war er mit der Wahrung der Geschäfte der Kommandeurs der Feld-Kommandantur 599 in Belgrad betraut. Am 28. Januar 1944 wurde er Kommandeur der Feld-Kommandantur 599. Am 31. August 1944 folgte die Versetzung nach Ostpreußen, um die dortigen Befestigungsarbeiten zu überwachen. Am 1. März 1945 wurde er Kommandant des Festungsabschnitts VIII Prag. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Am 1. August 1946 an Jugoslawien ausgeliefert, wurde er wegen Kriegsverbrechen zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt und erst am 23. März 1953 entlassen.

 


Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945. Osnabrück 1991