Weisenberger, Karl

 

* 29. September 1890, Würzburg

† 28. März 1952, Kempten

 

Karl Weisenberger trat am 1. Oktober 1909 als Einjährig Freiwilliger in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 9. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Wrede". Er blieb danach bei der Armee und wurde am 26. Oktober 1911 im 20. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Prinz Franz" zum Leutnant befördert. Bei diesem wurde er im 1. Weltkrieg auch zum Oberleutnant befördert. Am 18. April 1917 wurde er auch noch zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er auch verwundet. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Ordonanzoffizier im Stab vom Befehlshaber der Infanterie der Reichswehr-Schützen-Brigade 21 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment. Im Oktober 1921 gehörte er zum Regimentsstab vom 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment in München. Spätestens im Frühjahr 1924 wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann über mehrere Jahre in der Heeres-Ausbildungsabteilung (T 4) eingesetzt. Spätestens Anfang 1927 wurde er für die nächsten 3 Jahre zum Chef der 12. (MG.) Kompanie vom 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Kempten ernannt. Dabei wurde er am 1. Februar 1928 zum Major befördert. Spätestens im Frühjahr 1930 wurde er wieder in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann erneut über mindestens 3 Jahre in der Heeres-Ausbildungsabteilung (T 4) eingesetzt. Am 1. Oktober 1932 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er am 1. April 1934 als Nachfolger von Oberst Paul Otto zum Kommandeur vom 21. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Nürnberg ernannt. Als solcher wurde er am 1. September 1934 zum Oberst befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment Nürnberg ernannt. Noch vor der Enttarnung der Verbände gab er Mitte September 1935 sein Kommando ab. Am 1. Januar 1938 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er zur Verfügung des Chefs des Generalstabes des Heeres gestellt. Bei der Mobilmachung wurde er zum Kommandeur der Kommandantur St. Wendel ernannt. Damit wurden ihm zu Beginn des 2. Weltkrieges einige kleinere Einheiten im Saargebiet unterstellt. Mitte Oktober 1939 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt zum Kommandeur der 71. Infanterie-Division ernannt. Diese befand sich ebenfalls an der Westfront. Am 1. Januar 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Er führte die Division dann im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug. Dort wurden ihm anfangs beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 29. Juni 1940 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 15 Februar 1941 gab er sein Kommando über die 71. Infanterie-Division ab. Er wurde dafür am gleichen Tag mit der Führung vom neuen LIII. Armeekorps beauftragt. Zum 1. April 1941 wurde er zum General der Infanterie befördert. Damit wurde er jetzt zum Kommandierenden General vom Generalkommando LIII. Armeekorps ernannt. Zum Beginn des Sommers 1941 führte er sein Generalkommando im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland. Am 30. November 1941 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Er wurde daraufhin zum Kommandierenden General vom Generalkommando XXXVI. Gebirgskorps ernannt. Mit diesem wurde er die nächsten Jahre in Norwegen eingesetzt. Im Juni 1944 gab er sein Kommando über das XXXVI. Gebirgs-Armeekorps ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 13. August 1944 wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 15. August 1944 wurde er zum Kommandierenden General des Stellvertretenden Generalkommando XIII. Armeekorps in Nürnberg ernannt. Damit wurde er gleichzeitig auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis XIII. Am 26. März 1945 wurde er mit seinem Generalkommando mobil gemacht und der 1. Armee unterstellt. Wegen der Verwechselungsgefahr mit dem XIII. SS-Armeekorps wurde das Korps jetzt als Gruppe Weisenberger bezeichnet. Am 16. April 1945 verließ er mit seinem Stab die Stadt Nürnberg um nach Cham zu verlegen. Wegen der dortigen Luftangriffe bezog er mit seinem Stab dann im Raum Kloster Reichenbach und später im Kloster Ensdorf südlich Amberg Quartier.

 

Ritterkreuz (29. Juni 1940)