Fehn, Gustav

 

* 21. Februar 1892, Nürnberg

† 5. Juni 1945, Laibach (erschossen)

 

Gustav Fehn trat am 24. Juli 1911 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 4. Magdeburgisches Infanterie-Regiment Nr. 67. In diesem wurde er am 27. Januar 1913 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 29. Januar 1911 datiert. Bei Kriegsausbruch kam er dann zum Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 67. Im Herbst 1914 kam er dann zum Metzer Infanterie-Regiment Nr. 98. Dort wurde er am 18. April 1916 zum Oberleutnant befördert. Er wurde bis dahin bereits mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet. Er wurde in seinem Regiment in verschiedenen Positionen eingesetzt. 1917 wurde er zum Regimentsadjutant ernannt. Ende 1917 wurde er dann als Adjutant zur 89. Reserve-Infanterie-Brigade versetzt. Im Krieg wurden ihm noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort kam er zuerst zum Reichswehr-Schützen-Regiment 8. Diesem gehörte er auch noch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 an. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres kam er dann zum 12. Infanterie-Regiment. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann als Eskadronoffizier in das 12. (Sächs.) Reiter-Regiment versetzt. Von diesem wurde er zur Führergehilfen-Ausbildung zum Stab der 4. Division der Reichswehr nach Dresden kommandiert. Am 1. Oktober 1922 wurde er dann wieder in das 12. Infanterie-Regiment versetzt. Bei diesem wurde er am 1. Januar 1923 zum Hauptmann befördert. Am 1. Oktober 1923 wurde er dann in die 13. (Minenwerfer) Kompanie vom 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment versetzt. Am 1. Oktober 1924 wurde er dann wieder in das 12. Infanterie-Regiment versetzt. Dort wurde er die ersten Jahre beim Regimentsstab eingesetzt. Am 1. Mai 1927 wurde er zum Chef der 15. Kompanie vom 12. Infanterie-Regiment ernannt. Im Frühjahr 1929 war er dann Chef der 6. Kompanie vom 12. Infanterie-Regiment. Dieser Kompanie stand er dann bis zu seiner Versetzung am 1. Oktober 1932 vor. An diesem Tag wurde er in das 5. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Dort wurde er am 1. April 1933 zum Major befördert. Er wurde später zur Infanterieschule Dresden kommandiert. Dort wurde er 1935 an der Kriegsschule als Lehrer eingesetzt. Am 1. Dezember 1935 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberstleutnant zum Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 33 ernannt. Am 12. Oktober 1937 gab er sein Kommando ab und wurde dafür in den Regimentsstab vom Infanterie-Regiment 33 versetzt. Dort wurde er am 1. April 1938 zum Oberst befördert. Am 1. April 1939 wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 33 ernannt. Dieses Regiment führte er dann bei Beginn des 2. Weltkrieges in den Polenfeldzug. Dabei wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Danach führte er das Regiment auch durch die Zeit der Umgliederung zum Schützen-Regiment 33, zu dessen Kommandeur er auch wieder ernannt wurde. Er führte dieses Regiment dann in den Westfeldzug. Nach dem Frankreichfeldzug gab er im Sommer 1940 sein Kommando ab. Am 1. August 1940 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 5. August 1940 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 25. November 1940 wurde er zum Kommandeur der 5. Panzer-Division ernannt. Diese Division führte er dann zuerst im Frühjahr 1941 im Balkanfeldzug ins Gefecht. Danach wurde er mit seiner Division ab Herbst 1941 im Ostfeldzug eingesetzt. Am 7. Juli 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. August 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 30. September 1942 gab er sein Kommando ab und wurde dafür mit der Führung vom XXXX. Panzerkorps beauftragt. Am 1. November 1942 wurde er zum General der Panzertruppen befördert und damit auch zum Kommandierenden General des XXXX. Panzerkorps ernannt. Am 13. November 1942 gab er sein Kommando ab und wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Er machte sich dabei unverzüglich auf den Weg nach Afrika. Dort wurde er am 16. November 1942 zum Kommandierenden General vom Deutsches Afrika-Korps ernannt. Kurzzeitig vertrat er vom 26. November 1942 bis 2. Dezember 1942 den Oberbefehlshaber der Deutsch-Italienische Panzerarmee. Am 15. Januar 1943 wurde er schwer verwundet und wurde ins Lazarett gebracht. Daran anschließend wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 1. Juli 1943 wurde er mit der stellvertretenden Führung vom LXXXVI. Armeekorps beauftragt. Ende August 1943 übergab er dieses dann an seinen neuen Kommandeur, General der Infanterie von Obstfelder. Er wurde jetzt wieder in die Führerreserve versetzt. Am 10. Oktober 1943 wurde er zum Kommandierenden General des XXI. Gebirgs-Armeekorps auf dem Balkan ernannt. Am 20. Juli 1944 übernahm er im Tausch mit General der Infanterie Ernst von Leyser dann als Kommandierender General das XV. Gebirgs-Armeekorps. Dieses Korps führte er dann bis zum Kriegsende. Danach geriet er in britische Gefangenschaft. In dieser wurde er am 4. Juni 1945 an die Jugoslawen ausgeliefert. Am 5. Juni 1945 gemeinsam mit General der Infanterie Werner von Erdmannsdorf, Generalleutnant Friedrich Stephan und Generalmajor Heinz Kattner in Laibach von Partisanen einfach erschossen.



Ritterkreuz (5. August 1941)