LI. Gebirgs-Armeekorps (51.)

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Das Generalkommando LI. Gebirgskorps wurde am 15. August 1943 in Wien, im Wehrkreis XVII, aufgestellt. Das Generalkommando wurde als Ersatz für das in Stalingrad vernichtete LI. Armeekorps gebildet. Nach seiner Aufstellung wurde der Stab dann nach Italien verlegt und dort bis Kriegsende eingesetzt. Zuerst wurde es zur Sicherung des oberitalienischen Raumes eingesetzt. 1944 wurde es dann bei der Abwehrschlacht bei Cassino eingesetzt. Es folgten Abwehrkämpfe in Mittelitalien und Rückzugskämpfe auf den nördlichen Appenin. Danach folgten Abwehrkämpfe im Sieve-Tal, bei Firenzuola, im Raum Forli, Florenz, Iruda und im Serchio-Tal. Ebenso wurde das Korps in die Kämpfe an der ligurischen Küste verwickelt. Zuletzt war das Generalkommando dann in die Rückzugskämpfe über Carrara-Castelnovo zum Po und weiter auf die Südalpen verwickelt. Das Generalkommando gehörte mit zu den kapitulierenden Truppen in Italien am 2. Mai 1945. Die Kapitulation erfolgte dabei im Raum Brescia.

 

1943

Datum Armee Heeresgruppe Ort
September   B Norditalien
Dezember 14. Armee C Norditalien

1944

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Januar 14. Armee C Norditalien
Februar 10. Armee C Cassino
November 14. Armee C La Spezia

1945

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Januar 14. Armee C La Specia, Po

 

2. Kommandierende Generale:

General der Gebirgstruppe Valentin Feuerstein 25. August 1943 - Januar 1945

General der Artillerie Friedrich-Wilhelm Hauck Januar 1945 - Kapitulation

 

Chef des Generalstabes:

Oberst i.G. Hans-Georg Schmidt von Altenstadt 15. August 1943 - 25. Januar 1944

Oberst i.G. Karl-Heinrich Graf von Klinckowstroem 25. Januar 1944 - 25. Juli 1944

Oberst i.G. Hermann Berlin 25. Juli 1944 - 15. September 1944

Oberst i.G. Georg Gartmayr 15. September 1944 - 3. April 1945

Oberstleutnant i.G. Gernot Nagel 3. April 1945 - Mai 1945

 

1. Generalstabsoffizier (Ia):

Oberstleutnant i.G. Wilhelm Schuster 15. August 1943 - 1. März 1944

Major i.G. Ulf Burchardt 1. März 1944 - 10. November 1944

Major i.G. Heinz-Hermann Heerdt 10. November 1944 - Dezember 1944

Major i.G. Klaus Düwell Dezember 1944 - April 1945

 

3. Gliederung:

a) Korpstruppen

Arko 451

Korps-Nachrichten-Abteilung 451

Korps-Nachschub-Truppen 451

 

b) unterstellte Divisionen

3. Dezember 1943: Brigade Reichsführer-SS

20. Mai 1944: 305. Infanterie-Division, 334. Infanterie-Division

16. September 1944: 714. Infanterie-Division, 305. Infanterie-Division, 44. Infanterie-Division, 114. Jäger-Division

1. März 1945: 148. Infanterie-Division, 253. Infanterie-Division

 

10. März 1945

Divisionen Heerestruppen  Korpstruppen
148. Infanterie-Division

253. Infanterie-Division

II. / Artillerie-Regiment 51
leichte Artillerie-Abteilung 733
schwere Artillerie-Abteilung 922
Batterie Hochgebirgs-Bataillon 4
Heeres-Artillerie-Batterie Stenz

Sturmgeschütz-Brigade 914

Beobachtungs-Abteilung 70

2. und 3. / Pionier-Bataillon 45

Pionier-Regiments-Stab z.b.V. 112

Bau-Pionier-Bataillon 433
Bau-Pionier-Bataillon 736 (o. 1. Kp.)

Gesteinsbohr-Kompanie 30
Gesteinsbohr-Kompanie 19

Schneefräsenhalbzug 351

Hochgebirgs-Lehr-Bataillon 4 Mittenwald

Landesschützen-Bataillon 1014

MG-Bataillon Keßelring 1

Sicherungs-Bataillon 1219 (M)

Arko 451

Korps-Nachrichten-Abteilung 451

Korps-Nachschub-Truppen 451

 

4. Ersatz:

Für die Ersatzgestellung des Stabes war anfangs das Grenadier-Ersatz-Bataillon II./132 zuständig. Ab November 1943 wurde die Aufgabe vom Grenadier-Ersatz-Bataillon I./132 übernommen. Ab Juni 1944 war dann das Grenadier-Ersatz-Bataillon II./456 zuständig.

 

5. Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 5: Die Landstreitkräfte. Nr. 31-70. 2. Auflage Osnabrück 1977
National Archives and Records Administration, Signatur T 78 Roll 410