Hauck, Friedrich Wilhelm

 

* 10. Januar 1897, Breslau

† 15. April 1979, Überlingen

 

Friedrich-Wilhelm Hauck meldete sich kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs freiwillig beim 1. Schlesisches Feldartillerie-Regiment "von Peucker" Nr. 6. Im Frühjahr 1915 rückte er dann mit dem neuen badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 104 auf die Schlachtfelder des 1. Weltkrieges aus. 1917 wurde er dann zum Offiziersbewerber und am 12. Juni 1917 zum Leutnant der Reserve ernannt. Am 12. September 1918 wurde er in den aktiven Dienst übernommen. Ihm wurden im Krieg beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen. Er kam dabei zuerst zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 6. Am 1. Januar 1921 wurde er dann zum 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment versetzt. Ab Oktober 1923 wurde er dabei als Adjutant der V. Abteilung eingesetzt. Als solcher wurde er am 31. Juli 1925 zum Oberleutnant befördert. Ab dem 1. August 1927 wurde er dann in der 16. Batterie vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1929 wurde er dann beim Stab der 6. Division der Reichswehr eingesetzt. Am 1. August 1931 wurde er zum Hauptmann ernannt. Er wurde im Herbst 1931 zur 3. Batterie vom 4. (Preuß.-Sächs.) Artillerie-Regiment versetzt. Im Sommer 1932 wurde er dann in den Stab der 1. Division der Reichswehr versetzt. Dort wurde er dann am 1. Oktober 1932 zum Hauptmann i.G. ernannt. Im Sommer 1934 wurde er in das 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment versetzt. Dadurch gehörte er bei der Erweiterung der Reichswehr zur II. Abteilung vom Artillerie-Regiment Stettin. Am 1. Januar 1936 wurde er zum Major i.G. befördert, das Rangdienstalter dabei auf den 1. Dezember 1935 festgelegt. Dann wurde er ab Sommer 1936 im Generalstab eingesetzt. Im Herbst 1936 wurde er als Ia bei der 2. Infanterie-Division eingesetzt. Am 10. November 1938 wurde er als Ia in den Stab des V. Armeekorps versetzt. Am 1. Januar 1940 wurde er dort zum Oberstleutnant i.G. ernannt. Als solcher nahm er dann mit dem V. Armeekorps am Polenfeldzug und am Westfeldzug teil. Während des Westfeldzuges wurde er am 1. Juni 1940 zum Chef des Generalstabes beim Höheres Kommando z.b.V. XXXVII ernannt. Am 1. Dezember 1940 wurde er zum Oberst i.G. ernannt. Am 18. Februar 1941 gab er seinen Posten als Chef des Generalstabes beim Höheres Kommando z.b.V. XXXVII ab. Er wurde dann zum Oberquartiermeister der 11. Armee ernannt. Am 6. Juli 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Silber ausgezeichnet. Im zweiten Weltkrieg wurden ihm außerdem noch beide Spangen zu den Eisernen Kreuzen verliehen. Am 18. September 1942 wurde er dann in den Generalstab des Heeres versetzt und dort dem Generalquartiermeister zugewiesen. Am 27. November 1942 wurde er mit der Führung vom Grenadier-Regiment 386 beauftragt. Am 5. März 1943 gab er dieses Kommando ab und wurde zum Führer der 305. Infanterie-Division ernannt. Am 1. Juni 1943 wurde er zum Generalmajor befördert und damit zum Kommandeur der 305. Infanterie-Division ernannt. Am 1. März 1944 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 11. Juni 1944 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 24. November 1944 wurde er mit der stellvertretenden Führung über das LXXVI. Panzerkorps beauftragt. Am 7. Dezember 1944 gab er das Korps wieder ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Im Januar 1945 besuchte er dann einen Kurs für Kommandierende Generale in Hirschberg. Mitte Januar 1945 wurde er dann mit der Führung vom LXIV. Armeekorps beauftragt. Ende Januar 1945 gab er die Führung dann wieder ab. Danach wurde er mit der Führung vom LI. Gebirgs-Armeekorps beauftragt. Am 20. April 1945 wurde er zum General der Artillerie befördert. Damit wurde er gleichzeitig zum Kommandierenden General vom LI. Gebirgs-Armeekorps ernannt. Mit der Kapitulation in Italien geriet er am 2. Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er Anfang 1948 entlassen.


Ritterkreuz (11. Juni 1944)