Prieß, Hellmuth

 

* 6. März 1896, Hildesheim

† 21. Oktober 1944, bei Hasenrode in Ostpreußen (gefallen)

 

Hellmuth Prieß trat am 10. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 2. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 32. Am 2. Juni 1915 wurde er dann im 3. Hannoversches Infanterie-Regiment "von Voigts-Rhetz" Nr. 79 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 10. August 1914 datiert. Im 1. Weltkrieg wurde er mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde später auf den 1. September 1915 korrigiert. Beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 19. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Kompanieoffizier zum 16. Infanterie-Regiment. Mitte der 20iger Jahre gehörte er viele Jahre zur 8. (MG.) Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment in Hannover. Bei dieser wurde er im Sommer 1925 zum Oberleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 festgelegt. 1928 wechselte er dann zur 16. Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment in Osnabrück. 1929 und 1930 absolvierte er seine Führergehilfenausbildung beim Stab der 2. Division der Reichswehr in Stettin. Danach blieb er noch weitere Jahre bei diesem Stab im Einsatz. Dort wurde er am 1. November 1930 zum Hauptmann befördert. 1934/35 wurde er zum Major befördert. Am 1. April 1937 wurde er zum 1. Generalstabsoffizier der 15. Infanterie-Division ernannt. Als solcher wurde er am 1. August 1938 zum Oberstleutnant i.G. befördert. Bei der Mobilmachung wurde er abgelöst. Er wurde jetzt im Oberkommando der Wehrmacht eingesetzt. Am 1. Oktober 1940 wurde er zum Oberst i.G. befördert. Als solcher wurde er am 15. Oktober 1940 zum Oberquartiermeister der 1. Armee im besetzten Frankreich ernannt. Mitte März 1942 wurde er abgelöst. Dafür wurde er jetzt zum Kommandeur vom neuen Infanterie-Regiment 671 auf dem Truppenübungsplatz Beverloo ernannt. Dieses Regiment führte er dann ab dem Juni 1942 im Ostfeldzug. Dabei wurden ihm recht bald beide Eisernen Kreuze verliehen. Anfang November 1942 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er am 11. November 1942 mit der Führung der 121. Infanterie-Division in Nordrussland beauftragt. Am 1. Januar 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er jetzt zum Kommandeur der 121. Infanterie-Division ernannt. Bereits am 1. Juli 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 7. März 1944 wurde ihm für die Leistungen seiner Division das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 10. Juli 1944 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 27. Juli 1944 wurde er mit der Führung vom XXVII. Armeekorps beauftragt. Am 1. Oktober 1944 wurde er zum General der Infanterie befördert. Als solcher wurde er zum Kommandierenden General vom XXVII. Armeekorps ernannt. Am 21. Oktober 1944 ist er bei den Abwehrkämpfen um Ostpreußen im Raum Hasenrode gefallen. Er war auch Träger des Infanterie-Sturmabzeichens in Silber.

 

Ritterkreuz (7. März 1944)