Reiter-Regiment 4
4. (Preuß.) Reiter-Regiment
Reiter-Regiment Postdam
Kavallerie-Regiment 4

 

Feldpostnummern: Für das Regiment wurden keine Feldpostnummern vergeben, da vor Kriegsbeginn aufgelöst.

Das Reiter-Regiment 4 wurde im Frühjahr 1920 im Wehrkreis III aufgestellt. Das Regiment wurde mit der Aufstellung der 1. Kavallerie-Division unterstellt. Auch bei der Bildung des 100.000 Mannes der Reichswehr blieb das Regiment weiter dieser Division unterstellt. Der Regimentsstab war mit allen Eskadronen in Potsdam, im Wehrkreis III, stationiert. Aufgrund des Wehrgesetzes vom 23. März 1921 §14 Absatz 2 wurde das Regiment dann zum 4. (Preußisches) Reiter-Regiment umbenannt. Das Regiment blieb weiter der 1. Kavallerie-Division unterstellt. Ebenfalls 1921 wurde die 5. Eskadron zur Ausbildungs-Eskadron umbenannt. Noch Anfang der 20iger Jahre wurden die 2. und 4. Eskadron vom Regiment nach Perleberg, ebenfalls Wehrkreis III, verlegt.
Die Traditionsträgerschaft im Regiment war dann für die ersten Jahre der Reichswehr wie folgt verteilt:
1. Eskadron: Regiment der Gardes du Corps, Schütztruppe für Deutsch-Südwestafrika
2. Eskadron: Garde-Kürassier-Regiment
3. Eskadron: 1. Garde-Ulanen-Regiment
4. Eskadron: 2. Garde-Ulanen-Regiment
Ausbildungs-Eskadron: 3. Garde-Ulanen-Regiment
6. Eskadron: Leib-Garde-Husaren-Regiment

1928/29 übernahm die 2. Eskadron zusätzlich die Tradition der Garde-Maschinengewehr-Abteilung.

1931 wurde die 6. Eskadron anscheinend zum 7. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Breslau abgegeben. Per Gesetz vom 20. Juli 1933 fiel der landsmannschaftliche Zusatz beim Regiment weg. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde das Regiment am 1. Oktober 1934 zum Reiter-Regiment Potsdam umbenannt. 1935 wurde das Regiment aufgelöst und zur Aufstellung vom Panzer-Regiment 6 verwendet.

Das Reiter-Regiment 4 wurde daraufhin ab dem 15. Oktober 1935 in Allenstein, im Wehrkreis I, neu gebildet. Dazu wurden Abgaben der Landespolizei, sowie der anderen noch bestehenden Regimenter verwendet. 1936 wurde das Regiment durch die Umbenennung der übergeordneten Einheit dem Kavallerie-Kommando Insterburg unterstellt. Durch die erneute Umbenennung der übergeordneten Einheit wurde das Regiment ab dem 6. Oktober 1936 der 1. Kavallerie-Brigade unterstellt. 1937 wurde das Regiment zum Kavallerie-Regiment 4 umbenannt und umgegliedert. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde das Regiment aufgelöst und bildete die Aufklärungs-Abteilungen 1, 11 und 21 sowie Teile der Aufklärungs-Abteilung 161. Reste vom Regiment wurden dann auch zur Aufstellung vom Reiter-Ersatz-Regiment 1 herangezogen.

Folgende Verteilung ist dabei bekannt:

Regimentsstab wurde Stab / Aufklärungs-Abteilung 21
Stab I. Abteilung wurde Stab / Aufklärungs-Abteilung 1
1. (Reiter-) Schwadron wurde unbekannt
2. (Reiter-) Schwadron wurde 1./ Aufklärungs-Abteilung 1
3. (Reiter-) Schwadron wurde unbekannt
4. (Reiter-) Schwadron wurde 1./ Aufklärungs-Abteilung 21
5. (Reiter-) Schwadron wurde unbekannt
Stab II. Abteilung wurde Stab / Aufklärungs-Abteilung 11
6. (Radf.-) Schwadron wurde unbekannt
7. (Radf.-) Schwadron wurde unbekannt
8. (Radf.-) Schwadron wurde unbekannt
9. (Pz.Abw.-) Schwadron bildete Teile der 3. Schwadronen der Aufklärungs-Abteilungen 1, 11, 21  und 161.
10. (schwere) Schwadron bildete Teile der 3. Schwadronen der Aufklärungs-Abteilungen 1, 11, 21  und 161.
11. (Nachr.-) Schwadron bildete die Nachrichten-Züge der Aufklärungs-Abteilungen 1, 11, 21  und 161.

Regimentskommandeure:

Oberst Hans von Viereck Aufstellung - 1. Februar 1925

Oberst Reinhard von Westrem zum Gutacker 1. Februar 1925 - 30. November 1928

Oberst Günther von Pogrell 1. Dezember 1928 - 1. Oktober 1932

Oberstleutnant Erich Hoepner 1. Oktober 1932 - 31. Januar 1933

Oberst Justin von Obernitz 1. Februar 1933 - 31. Mai 1935

Major Hubert Lendle 1. Juni 1935 - 15. Oktober 1935 m.F.b.

nach Neuaufstellung:

Oberst Willibald Freiherr von Langermann und Erlencamp 15. Oktober 1935 - 10. November 1938

Oberst Hans-Christoph von Heydebrand und der Lasa 10. November 1938 - Auflösung

 

Abteilungskommandeure

I. Abteilung:

Oberstleutnant Hans-Georg Freiherr von Lüttwitz 6. Oktober 1936 - Auflösung

II. Abteilung:

Major Hans Källner 12. Oktober 1937 - Auflösung

 

Regimentsadjutanten:

Oberleutnant Emmo von Roden Aufstellung - (1925)

Oberleutnant von Bersen (1926, 27, 28)

Rittmeister von Lewinski (1929, 30, 31, 32, 33, April 34)

Oberleutnant Krieg (1935)

Oberleutnant von dem Knesebeck (1936, 37)

Rittmeister von Steinsdorff (1938)