Raschick, Erich

 

* 15. April 1882, Freienwalde

† 1945, Lager Mühlberg/Elbe

 

Erich Raschick trat am 3. März 1902 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Westfälisches Infanterie-Regiment "Prinz Friedrich der Niederlande" Nr. 15. In diesem wurde er am 18. August 1903 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde auf den 19. August 1902 datiert. Später wechselte er zum 5. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 165. Mit diesen kam er dann bei Beginn des 1. Weltkrieges als Oberleutnant an die Front. Dort wurde er am 8. November 1914 zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern noch einige andere Orden verliehen. Nach Kriegsende wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er anfangs beim Reichswehr-Schützen-Regiment 7 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er für die nächsten Jahre zum Kompaniechef im 12. Infanterie-Regiment ernannt. Am 1. April 1923 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er dann die nächsten Jahre im Generalstab vom Gruppenkommando 1 in Berlin eingesetzt. Im Frühjahr 1926 war er dann beim Generalstab der 6. Division der Reichswehr im Einsatz. Vor dem 1. Mai 1928 wurde er dann zum Kommandeur des I. Bataillons vom 7. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Oppeln ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1929 zum Oberstleutnant befördert. Am 31. Januar 1931 gab er sein Kommando an Major Erich Schroeck ab. Dafür wurde er dann am 1. Februar 1931 an die Infanterieschule Dresden versetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er dort zum Oberst befördert. Als solcher wurde er zum Leiter vom 1. Lehrgang ernannt. Am 1. März 1934 wurde er zum Artillerieführer IV in Dresden ernannt. Als solcher wurde er am 1. September 1934 zum Generalmajor befördert. Diese Position behielt er dann auch bei der Erweiterung der Reichswehr. Dadurch wurde er bei der Enttarnung der Verbände zum Kommandeur der 4. Infanterie-Division ernannt. Diese Funktion übte er dann die nächsten Jahre aus. Als solcher wurde er auch am 1. August 1936 zum Generalleutnant befördert. Am 10. November 1938 gab er das Kommando über die Division ab. Er wurde jetzt zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres gestellt. Am 24. November 1938 wurde er dann zum Kommandeur vom Kommandostab Eifel ernannt. Am 1. März 1939 wurde aus diesem dann das Generalkommando der Grenztruppen Eifel gebildet zu dessen Kommandeur er dann auch ernannt wurde. Mit seiner Beförderung zum General der Infanterie am 1. April 1939 wurde er dann auch zum Kommandierenden General vom Generalkommando der Grenztruppen Eifel ernannt. Mit diesem wurde er am 26. August 1939 mobil gemacht. Bei Beginn des 2. Weltkrieges bezog er dann mit seinen Truppen Stellungen im Westen. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er am 18. September 1939 zum Kommandierenden General vom Generalkommando XXIII. Armeekorps ernannt. Am 23. Oktober 1939 gab er sein Kommando an Generalleutnant Albrecht Schubert ab. Dafür wurde er jetzt zum Kommandierenden General des neu aufzustellenden Höheres Kommando XXXVII ernannt. Am 1. März 1940 gab er er sein Kommando ab. An diesem Tag wurde er zum General z.b.V. II ernannt. Bei der Mobilmachung seines Stabes gab er das Kommando ab. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 1. Mai 1941 wurde er dann zum Kommandierenden General des Stellvertretenden Generalkommando X. Armeekorps in Hamburg ernannt. Damit wurde er dann auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis X ernannt. Am 1. August 1943 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Silber verliehen. Am 1. März 1944 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Bei Kriegsende wurde er dann von den sowjetischen Besatzungskräften in das Lager Mühlberg geworfen. Dort ist er dann verstorben.