2. (Preuß.) Artillerie-Regiment
Artillerie-Regiment Stettin
Artillerie-Regiment 2
Artillerie-Regiment (motorisiert) 2

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Artillerie-Regiment 2 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurde durch Umbenennung der 3. Kolonne der Artillerie-Abteilung 607 eine Kolonne II eingetragen. Die Batterien der einzelnen Abteilungen wurden Anfang 1940 gestrichen und die jeweilige Abteilung wurde ab Mitte 1940 unter der Nummer des Stabes eingetragen. 1940/41 wurde die II. Abteilung in schwere Artillerie-Abteilung 154 umbenannt. Dafür wurde die III. Abteilung zur neuen II. Abteilung umbenannt. Ebenfalls 1940/41 wurde die Kolonne II in Kolonne schwere Artillerie-Abteilung 154 umbenannt. Die neue III. Abteilung wurde ebenfalls 1940/41 durch Umbenennung der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 38 eingetragen. 1943 wurde die 3. Batterie der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 291 zur 10. Batterie Artillerie-Regiment 2 umbenannt. Am 29. April 1944 wurde die 10. Batterie in 5. Kompanie Panzerjäger-Abteilung 92 umbenannt.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab 1940 Nummer ab 40/41
Regimentsstab 26266 26266 26266
Stab I. Abteilung 02826 02826 A 02826 A
1. Batterie 14431 02826 B 02826 B
2. Batterie 09463 02826 C 02826 C
3. Batterie 14434 02826 D 02826 D
Stab II. Abteilung 12070 12070 A 02193 A
4. Batterie 08567 12070 B 02193 B
5. Batterie 14728 12070 C 02193 C
6. Batterie 08483 12070 D 02193 D
Stab III. Abteilung 02193 02193 A 19856 A
7. Batterie 09919 02193 B 19856 B
8. Batterie 24343 02193 C 19856 C
9. Batterie 23292 02193 D 19856 D
10. Batterie - - ab 1943 31993 bis Apr/44
Kolonne II - 10781 -

Das 2. (Preußisches) Artillerie-Regiment wurde am 1. Januar 1921 in Schwerin, im Wehrkreis II, aufgestellt. Das Regiment unterstand der 2. Division der Reichswehr. Das Regiment gliederte sich in drei Abteilungen. In Schwerin waren neben dem Regimentsstab noch eine Batterie der II. Abteilung und die Ausbildungs-Batterie stationiert. Die I. Abteilung wurde in Stettin, ebenfalls Wehrkreis II, beheimatet. Die Masse der II. Abteilung war in Güstrow, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert. Die III. Abteilung war in Itzehoe, damals ebenfalls Wehrkreis II, stationiert. Das Regiment wurde nach der Aufstellung der 2. Division der Reichswehr unterstellt. Im Frühjahr 1934 wurde beim Regiment in Schwerin ein Lehr- und Versuchs-Kommando aufgestellt. Im Herbst 1934 teilte sich das Regiment und stellte dabei das Artillerie-Regiment Stettin, das Artillerie-Regiment Schwerin und das Artillerie-Regiment Rendsburg auf. Das Regiment gliederte sich jetzt in vier Abteilungen. Die I. Abteilung und II. Abteilung waren in Altdamm, ebenfalls Wehrkreis II, die III. Abteilung vorläufig in Zossen, im Wehrkreis III, und die IV. Abteilung mit Regimentsstab in Belgard, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert. Das Regiment wurde bis auf die I. Abteilung im Herbst 1935 in Artillerie-Regiment 32 (II. und III. Abteilung) und Artillerie-Regiment 68 (III. Abteilung) umbenannt. Damit bestand das Artillerie-Regiment 2 am 15. Oktober 1935 lediglich aus einer I. Abteilung, welche vorläufig in Altdamm, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert war. Das Regiment wurde der 2. Infanterie-Division unterstellt. Der neue Regimentsstab wurde am 6. Oktober 1936 in Stettin, ebenfalls Wehrkreis II, aufgestellt. Gleichzeitig wurde noch eine II. Abteilung am vorläufigen Standort Köslin, ebenfalls Wehrkreis II, aufgestellt. Die neue II. Abteilung entstand durch Abgaben der Artillerie-Regimenter 11, 12 und 32. 1937 wurde das Regiment motorisiert und danach als Artillerie-Regiment (motorisiert) 2 bezeichnet. Im Herbst 1937 wurde die II. Abteilung ebenfalls nach Stettin verlegt. Am 12. Oktober 1937 wurde dann beim Regiment die noch fehlende III. Abteilung aufgestellt, welche vorläufig in Altdamm, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert wurde. Die neue Abteilung wurde durch Abgaben vom eigenen Regiment und vom Artillerie-Regiment 32 aufgestellt. Im Herbst 1938 wurde die III. Abteilung dann an ihrem endgültigen Standort Arnswalde, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert. Anfang Oktober 1940 kam es bei der Umgliederung der Division zur 12. Panzer-Division auch zu Umgliederungen beim Regiment. Am 10. Oktober 1940 erfolgte die Abgabe der II. Abteilung als schwere Artillerie-Abteilung 154. Die III. wurde dafür zur II. Abteilung umbenannt. Als Ersatz wurde die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 38 zur neuen III. schweren Abteilung umbenannt. Das neu gegliederte Regiment wurde der 12. Panzer-Division unterstellt. Am 12. Dezember 1941 wurde das Regiment zum Panzer-Artillerie-Regiment  2 umbenannt.

Regimentskommandeure:

Oberst Curt von Dewitz (1920), (1921)

Oberst Richard Heß 1. Februar 1923 -  31. Januar 1927

Oberst Otto von Hüpeden 1. Februar 1927 - 31. Oktober 1928

Oberst Werner Freiherr von Fritsch 1. November 1928 - 1. März 1930 (wurde Artillerie-Führer 2)

Oberst Günther von Kluge 1. März 1930 - 1. Oktober 1931 (wurde Artillerie-Führer III)

Oberst Wilhelm Ulex 1. Oktober 1931 - 30. September 1933

Oberst Fritz Brand 1. Oktober 1933 - 30. September 1934

Oberst Ernst-Eberhard Hell 1. Oktober 1934 - 15. Oktober 1935

Oberst Anton Rathke 6. Oktober 1936 - 10. November 1938 (wurde Arko 2)

Oberstleutnant Dr. Schlüter (1939)

 

Abteilungskommandeure:

I. Abteilung:

Oberstleutnant Paul Göldner 1. Oktober 1920 - 15. September 1922

Oberstleutnant Scheffel (1924), (1925)

Major Günther (1926)

Oberstleutnant Soldan (1927), (1928)

Major Ziemer (1929)

Oberst Hans-Joachim von Stumpfeld 1. Februar 1930 - 31. Dezember 1932

Oberstleutnant Dipl. Ing. Hans Junck 12. Oktober 1937 - 10. November 1938

Major Fritz Wentzell 10. November 1938 - 1939

Hauptmann August Wilhelm Fehling (1941)

 

II. Abteilung:

Oberst Alfred von Bollard-Bockelberg (1924)

Oberstleutnant Theodor Endres 1. Oktober 1924 - (1926)

Oberstleutnant Bertram (1927), (1928)

Oberst Fritz Crato 1. Februar 1929 - 30. September 1932

Major Decker (1939)

 

III. Abteilung:

Oberstleutnant Karl Boesser 1. März 1924 - 31. Januar 1926

Major Jaeschke (1926), (1927)

Oberstleutnant Peter Weyer (1928) (1929)

Oberstleutnant Rudolf Kaempfe (1930)

Oberstleutnant Edgar Theisen 1. April 1932 - 1. Oktober 1933

Major Heinz Korte 1. Oktober 1933 - 1. Oktober 1934

Major Seifert (1939)

 

Literatur:

Aus der Geschichte pommerschen Soldatentums. 2./Art.Rgt. 2 - Einsatz im Feldzug gegen Polen - 1. Aufl. 1981, Großformat, etl. Abb. und Skizzen, ca. 120 Seiten, kartoniert