Fischer von Weikersthal, Walther

 

* 15. September 1890, Stuttgart

† 11. Februar 1953, Gut Oberhof bei Tettnang

 

Walther Fischer von Weikersthal trat am 30. Juni 1909 als Fahnenjunker in die Württembergische Armee ein. Er kam dabei zum Königlich Württembergisches 1. Grenadier-Regiment "Königin Olga" Nr. 119. In diesem wurde er am 16. November 1910 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 20. November 1908 datiert. Bei Kriegsausbruch kam er dann mit seinem Regiment an die Front. Dort wurde er bereits nach wenigen Wochen verwundet. Im Spätherbst 1914 kam er dann wieder zum 1. Grenadier-Regiment "Königin Olga" Nr. 119 an der Front zurück. Bei diesem wurde er dann am 22. März 1915 zum Oberleutnant befördert. Er wurde dann die nächsten drei Jahre als Regimentsadjutant eingesetzt. Bereits als solchem wurden ihm unter anderem beide Eisernen Kreuze und einige andere Auszeichnungen verliehen. Anfang März 1918 wurde er dann in den Generalstab vom XIII. Armeekorps versetzt. Am 22. März 1918 wurde er dann dort zum Hauptmann befördert. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er im Herbst 1919 zum Hilfsoffizier beim Wehrkreiskommando V ernannt. Ab dem 1. November 1920 wurde er dann zum Generalstabstraining in das Reichswehrministerium versetzt. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann als Generalstabsoffizier in den Stab der 6. Division der Reichswehr versetzt. Ab dem 1. April 1922 wurde er die nächsten Jahre im Stab der 5. Division der Reichswehr eingesetzt. Am 1. Oktober 1926 wurde er dann zum Chef der 3. Kompanie im 1. (Preuß.) Infanterie-Regiment ernannt. Am 1. Oktober 1929 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Major wieder zum Stab der 5. Division der Reichswehr versetzt. Dort wurde er jetzt als Ausbilder bei der Führergehilfenausbildung eingesetzt. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1932 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Juli 1933 wurde er dann zum Kommandeur des I. Bataillons vom 13. Infanterie-Regiment ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 wurde er damit zum Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment Ludwigsburg ernannt. Am 1. November 1934 wurde er zum Oberst befördert. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 9 ernannt. Am 6. Oktober 1936 gab er das Kommando über sein Regiment wieder ab. Er wurde jetzt zum Chef des Generalstabes vom V. Armeekorps ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1938 zum Generalmajor befördert. Bis zur Mobilmachung behielt er diese Position. Am 26. August 1939 wurde er dann zum Chef des Generalstabes der 7. Armee ernannt. Als solcher wurde er bei Beginn des 2. Weltkrieges zuerst im Westen eingesetzt. Am 1. April 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Dann nahm er mit diesem Armeeoberkommando am Westfeldzug teil. In diesem wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 25. November 1940 übernahm er dann als Kommandeur die 35. Infanterie-Division. Diese Division führte er dann bei Beginn des Ostfeldzuges beim Angriff auf Mittelrussland. Dabei wurde ihm bereits am 6. August 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 1. Dezember 1941 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Infanterie zum Kommandierenden General des LIII. Armeekorps ernannt. Im Frühjahr 1942 wurde er dann von seinem Kommando entbunden und in die Führerreserve versetzt. Von Ende April 1942 bis Mitte Juni 1942 wurde er als Befehlshaber Mittelnorwegen oder Kommandeur vom Höheres Kommando XXXIII verzeichnet. Im September 1942 wurde er dann zum Kommandierenden General des LXVII. Reserve-Armeekorps im Westen ernannt. Dieses Generalkommando führte er dann auch noch nach der Umbenennung zum LXVII. Armeekorps im Januar 1944 bis zum Sommer 1944. Dann wurde er erneut in die Führerreserve versetzt. Im März 1945 wurde er anscheinend wieder zum Kommandierenden General vom Höheres Kommando Oberrhein ernannt. Bei Kriegende geriet er dann in Gefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (6. August 1941)