Siburg, Hans Ludwig Max Emil Erwin Hermann
| * 24. Juni 1893, Saarburg (Elsaß-Lothringen) † 27. Februar 1976, Lüneburg |
![]() BArch Pers 6/329 als Oberst |
Hans Siburg war der Sohn des späteren Ober-Regierungsbaurat a.D. Friedrich Anton Siburg und dessen über zehn Jahre jüngere Ehefrau Anna Auguste Wilhelmine 'Minna', geboren Heller. Er trat nach seinem Abitur am Auguste-Viktoria-Gymnasium in Posen am 1. April 1912 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Er kam zuerst vom 1. April 1912 bis zum 2. April 1912 zur Marineschule Kiel. Nach seiner 1. Infanteristischen Grundausbildung bei der Viktoria Louise Abteilung vom 3. April 1912 bis zum 13. Mai 1912 absolvierte seine Schiffsausbildung vom 14. Mai 1912 bis zum 31. März 1913 auf dem Großen Kreuzer SMS "Viktoria Louise". Mit diesem reiste er nach der Sommerreise, die nach Stockholm geführt hatte,vom 10. August 1912 bis zum 10. März 1913 auf große Fahrt. Diese führte zunächst nach Antwerpen, wo der belgische König Albert I. das Schiff besichtigte. Anschließend setzte das Schiff seine Fahrt nach Nordamerika und Westindien fort. Vom 31. Oktober 1912 bis zum 8. November 1912 wurde Veracruz angelaufen, da politische Wirren in Mexiko den Schutz deutscher Staatsbürger erforderlich machten. Nachdem das Schiff am 10. März 1914 den Hafen von Kiel erreicht hatte endete auch seine Bordausbildung auf dem Schiff. Anschließend kam er für den Offizierkursus vom 1. April 1913 bis zum 31. März 1914 an die Marineschule in Flensburg-Mürwik. Dabei wurde er am 12. April 1913 (L) zum Fähnrich zur See befördert. Nachdem er die Schule erfolgreich absolviert hatte, absolvierte er Speziallehrgänge. Zuerst vom 1. April 1914 bis zum 27. Juni 1914 einen Artillerielehrgang an der Schiffsartillerieschule. Danach vom 28. Juni 1914 bis zum 1. August 1914 einen Torpedolehrgang an Bord vom Torpedoschulschiff SMS "Württemberg". Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges kam er am 2. August 1914 an Bord vom Panzerschiff "Wörth" welches zum V. Geschwader unter Vizeadmiral von Grapow gehörte und im Küstenschutzdienst Verwendung fand. Am 6. März 1915 begann er seine Ausbildung zum Fliegeroffizier bei der I. Seefliegerabteilung. Dabei wurde er am 22. März 1915 zum Leutnant befördert. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ihm am 17. Oktober 1915 verliehen. Nach der Seefliegerausbildung wurde er am 3. Januar 1916 als Adjutant zum Seeflugzeug-Versuchskommando versetzt. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde ihm am 13.Juli 1916 verliehen. Am 5. Juli 1917 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser brach er am 17. September 1917 aus und erreichte Schweden am 12. November 1917. Von der Stockholmer Gesandschaft reiste er nach Berlin, wo er ab dem 19. November 1917 beim Admiralstab, Marineflugchef im Reichsmarineamt und dem Kriegsministerium Meldung erstattete. Am 24. und 25. November 1917 reiste er zur I. Seeflieger-Abteilung nach Kiel. Ab dem 26. November 1917 wurde er bei der I. Seefliegerabteilung eingesetzt. Vom 2. Februar 1918 bis zum 27. März 1918 besuchte er einen Navigationslehrgang an der Marineschule. Danach war er wieder bei der I. Seefliegerabteilung im Einsatz. Am 23. Mai 1918 wurde er mit Patent vom 25. Dezember 1917 zum Oberleutnant zur See befördert. Vom 24. Juni 1918 bis zum 10. Juli 1919 gehörte er zum Seeflieger-Versuchs-Kommando in Warnemünde. Dabei befand er sich bis zum 23. Oktober 1918 als Flugstellenleiter Sund an Bord vom Flugzeugmutterschiff "Oswald". Am 11. Juli 1919 wurde er als Adjutant wieder zur I. Seefliegerabteilung versetzt. Er wurde am 27. September 1919 auf die neue Reichsverfassung vereidigt und später in die Reichsmarine überommen. Am 17. Juni 1920 wurde er beurlaubt und zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Ostsee gestellt. Am 13. August 1920 wurde er zur Dienstleistung der Admiralität zur Verfügung gestellt und zur Luftfriedens-Kommission kommandiert. Bereits ab dem 28. September 1920 wurde er bei der Marinestation der Ostsee der Kommandierten-Abteilung zugeteilt. Im Oktober 1920 wurde er als Wachoffizier an Bord des Vermessungsschiffs "Triton" kommandiert. Ab Juli 1921 war er an Bord vom Vermessungsschiff "Panther". Vom 19. April 1922 bis zum 15. Juli 1922 wurde er zur Dienstleistung zur Marineleitung in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin kommandiert. Er war dort bei der Nautischen Abteilung (B H) beim Allgemeinen Marineamt (B) im Einsatz. Am 2. Mai 1922 wurde er mit Wirkung vom 1. Mai 1922 (2) zum Kapitänleutnant befördert. Vom 16. Juli 1922 bis zum 31. Juli 1922 war er zur Information an Bord vom Kleinen Kreuzer "Berlin". Ab dem 1. August 1922 bis zum 12. September 1922 wurde er auf der "Berlin", welche jetzt als Schulkreuzer eingesetzt wude, als stellvertretender Navigationsoffizier eingesetzt. Das Schiff sollte eigentlich Vermessungen zwischen Spanien und den Azoren durchführen, was aber wegen der politischen Lage unterblieben ist. Vom 13. September 1922 bis zum 15. September 1922 wurde er zur Seewarte Hamburg, zur Unterrichtung in Tiefenlotungen, kommandiert. Am 16. September 1922 wurde er wieder versetzt. Auf dem Vermessungsschiff "Panther" wurde er ab dem 22. Februar 1923 als Wachoffizier eingesetzt. Vom 25. April 1923 bis zum 31. Juli 1923 wurde er zur Dienstleistung zur Marineleitung in das RWM nach Berlin kommandiert. Ab dem 7. Mai 1923 wurde er zur Ausbildung in Astronomie zum Observatorium Wilhelmshaven kommandiert. Bereits ab Mitte Juli 1923 war er für zwei Wochen zur internationalen Flugwoche nach Göteborg in Schweden kommandiert. Vom 1. August 1923 bis zum 30. September 1923 war er erstmals Kommandant vom Peilboot 3, welches dem Vermessungsschiff "Panther" unterstellt war. Vom 1. Oktober 1923 bis Mitte Januar 1924 wurde er als Navigationslehrer einer Sondergruppe von Offizieren und Fähnrichen zur Marineschule in Flensburg-Mürwik kommandiert. Am 14. Januar 1924 wurde er als Vermessungsoffizier an Bord vom Kleinen Kreuzer "Berlin" kommandiert, der noch immer als Schulkreuzer verwendet wurde. Am 24. März 1924 wurde er als Kommandant wieder auf das Peilboot 3 versetzt. Während dieser Funktion war er vom 1. August 1924 bis zum 10. August 1924 Teilnehmer am Rhön-Segelflugwettbewerb. Vom 1. Oktober 1924 bis zum 6. Oktober 1924 wurde er zur Schiffstamm-Division der Nordsee versetzt und der Stammbesatzung der "Meteor" zugeteilt. Vom 7. Oktober 1924 bis zum 14. November 1924 war er wieder beim Observatorium Wilhelmshaven. Ab dem 15. November 1924 bis zum 29. April 1926 war er an Bord vom Vermessungsschiff "Meteor". Mit diesem Schiff war er vom 16. April 1925 bis zum 22. März 1926 im Rahmen der Deutschen Atlantische Expedition auf hoher See. Die Linie Dover-Calais wurde von ihm am 20. April 1925 (Ausreise) und am 24. April 1926 (Heimreise) überschritten. Die Heimreise trat er vom 23. März 1926 bis zum 29. April 1926 mit dem Dampfer "Urundi" an. Sein Vater war bereits am 31. Januar 1926 im Alter von 69 Jahren in Hannover gestorben. Er wurde ab dem 30. April 1926 bis zum 30. September 1928 als Admiralstabsoffizier (Asto) bei der Marinestation der Ostsee in Kiel eingesetzt. Er war dort der Referent für Luftschutz in der Admiralstabsabteilung. Am 21. Juli 1926 erwarb er den Militär-Kraftfahrzeug-Führerschein der Klasse 1. Vom 11. September 1926 bis zum 16. September 1926 war er an Bord des Tenders der Schiffsartillerieschule "Drache" für die Herbstverbandsübungen eingeschifft. Er heiratete am 30. August 1926 (standesamtlich) und 31. August 1926 (kirchlich in der Markuskirche) die elfeinhalb Jahre jüngere Elisabeth Tüllmann, Tochter vom Pastor Wilhelm Tüllmann, in Hannover. Aus der Ehe entsprangen zwei Kinder. Seine einzige Tochter war die am 16. August 1927 in Kiel geborene Elisabeth Siburg. Die Familie wohnte damals im Adolfplatz 2 in Kiel. Am 16. September 1927 erwarb er den Militär-Kraftfahrzeug-Führerschein der Klasse 3b. Vom 28. Juni 1928 bis zum 2. Juli 1928 war er Teilnehmer an den englischen Luftmanövern in der Gegend von Hendon bei London. Vom 22. Juli 1928 bis zum 30. Juli 1928 war er Teilnehmer an der Luftschutzübungsreise. Vom 7. August 1928 bis zum 9. August 1928 war er für das Flottenartillerieschießen an Bord vom Kleinen Kreuzer "Nymphe" und vom Linienschiff "Schlesien" eingeschifft. Vom 16. September 1928 bis zum 21. September 1928 war er Teilnehmer an den Herbstmanövern. Ab dem 1. Oktober 1928 wurde er als Wachoffizier an Bord vom Linienschiff "Hessen" versetzt. Vom 29. Juli 1929 bis zum 7. August 1929 war er zum Marine-Nachrichten-Offizier (M.N.O.) List kommandiert. Danach war er bis zum 30. September 1929 wieder als Wachoffizier an Bord der "Hessen" im Einsatz. Vom 1. Oktober 1929 bis zum 6. Oktober 1929 wurde er zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Ostsee gestellt. Vom 7. Oktober 1929 bis zum 13. Dezember 1929 war er in Vertretung Kommandant vom inzwischen zum Artillerieschulboot umgerüsteten "Drache". Damit gehörte er zur Schiffsartillerieschule. Vom 14. Dezember 1929 bis zum 21. Januar 1930 war er wieder zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Ostsee gestellt, wobei er zum Ende hin längere Zeit beurlaubt war. Am 22. Januar 1930 wurde er als Dezernent der Luftschutzgruppe unter Kapitän zur See Konrad Zander zum RWM nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Juli 1930 (2) zum Korvettenkapitän befördert. Er leitete das technische Referat der Luftschutzgruppe. Er wohnte damals in der Würzburger Straße 17 in Berlin W50, wo er die Telefonnummer B4 Bavaria 1566 hatte. Sein einziger Sohn war der am 30. Januar 1931 in Berlin geborene Friedrich-Wilhelm Siburg, der später Kanzler der Hochschule Freiburg war. Ab dem 1. April 1933 war er Referent im Luftschutzamt im RWM. Am 31. August 1933 ist er mit der Berechtigung zum Tragen seiner bisherigen Uniform aus dem Marinedienst ausgeschieden.
Er wurde am 1. September 1933 im Reichsluftfahrtministerium (RLM) wieder angestellt. Dort war er jetzt Abteilungsleiter L.C. (Pr.), dabei handelte es sich um die Abteilung Prüfwesen im technischen Amt. Am 1. April 1934 (3) wurde er zum Fregattenkapitän befördert. Am 31. Mai 1934 wurde er zum Flieger-Vice-Kommodore ernannt und trat von der Stellung als Abteilungsleiter zurück. Er blieb weiter zur Verfügung des Chefs des Amtes L.C. Am 1. Juni 1934 wurde er zur Verfügung des Inspekteurs der Schulen gestellt. Vom 8. Juni 1934 bis zum 10. Juli 1934 wurde er zur Vertretung als Kommandeur der Fliegerschulen (See) nach Warnemünde kommandiert. Vom 15. Juli 1934 bis zum 15. September 1934 war er zu Informationszwecken in die Vereinigten Staaten von Amerika kommandiert. Er sollte die dortigen Flugausbildung kennenlernen. Danach war er vom 16. September 1934 bis zum 30. September 1934 wieder zur Verfügung des Inspekteurs der Schulen gestellt. Am 1. Oktober 1934 wurde er zum Kommandeur der Fliegerschulen (See) in Warnemünde und gleichzeitig zum Kommandant des Fliegerhorst Warnemünde ernannt. Am 7. November 1934 wurde er beim Kommando der Fliegerschulen (See) auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler neu vereidigt. Er wohnte jetzt privat in der Parkstraße 43 in Rostock-Warnemünde, wo er die Telefonnummer 486 hatte. Nach dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers vom 26. Februar 1935 wurde er am 1. März 1935 als Soldat neu verpflichtet. Dazu wurde er mit dem 1. März 1935 in der Reichsluftwaffe der Wehrmacht als Oberstleutnant mit einem Rangdienstalter vom 1. April 1934 (3) wieder angestellt. Seine vom 1. September 1933 bis zum 28. Februar 1935 geleistete Dienstzeit wurde als aktive militärische Dienstzeit gezählt. Seine Schule wurde im Frühjahr 1935 zur Flugzeugführerschule (See) Warnemünde umbenannt. Das Flugzeugführerabzeichen wurde ihm am 30. Juli 1935 verliehen. Am 1. Februar 1936 wurde er zu den Offizieren z.b.V. des Reichsministers der Luftfahrt versetzt, unter Beibehalt des Wohnsitzes. Er wurde vom 1. Februar 1936 bis zum 15. März 1936 zur Einweisung als Verbandsführer zur Fliegergruppe (S) Tutow kommandiert. Bereits am 12. März 1936 wurde er als Kommodore zum Fliegergeschwader 153 nach Merseburg versetzt. Vom 15. März 1936 bis zum 31. März 1936 wurde er zur Fliegergruppe Merseburg kommandiert. Am 16. März 1936 wurde er mit Wirkung vom 1. März 1936 (4) zum Oberst befördert. Seine erste Ehe wurde am 13. Juli 1936 geschieden. Am 27. August 1936 wurde er mit Wirkung vom 1. September 1936 zum Vorkommando des verstärkten Luftgaukommandos 9 (Luftkreiskommando VII) als Ia vom Luftkreiskommando VII. Am 1. Februar 1937 wurde er mit Wirkung vom 1. März 1937 als Kommandeur zum Kommando der Fliegerschulen und Flieger-Ersatz-Abteilungen 7 nach Braunschweig versetzt. Das Kommando war eine Führungseinheit der deutschen Luftwaffe, die für die Grundausbildung (A-Schule) und die Anfänger-Flugausbildung (B-Schule) von Piloten zuständig war und die zugehörigen Ersatz-Bataillone (FEA) leitete, die Rekruten ausbildeten und sie dann an die Schulen weitergaben. Diese Struktur sorgte für die Rekrutierung (FEA) und die frühe fliegerische Selektion und Schulung (FS) potenzieller Flugzeugführer, bevor sie in die eigentliche Luftwaffe eingegliedert wurden. Er wohnte jetzt privat anfangs in der 1. Etage der Broitzemer Straße 55 in Braunschweig. Noch Im Jahr 1937 zog er in die 1. Etage der Klingemannstraße 7 a in Braunschweig, wo er die Telefonnummer 3713 hatte. Er hat am 5. August 1937 den Kunstflugschein K1 erworben. Am 1. August 1938 wurde er als Kommandeur zum Kommando der Flugzeugführerschule und Flieger-Ersatz-Abteilung 6 (Kdr. FS/FEA 6) nach Münster versetzt. Am 1. November 1938 wurde er als Nachfolger von Oberst Wolfram Freiherr von Richthofen zum Geschwaderkommodore vom Kampfgeschwader 257 "Löwengeschwader" in Lüneburg ernannt. Er wurde aber vom 1. November 1938 bis zum 18. November 1938 noch zum Kommando der Fliegerschulen 6 kommandiert und mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Kommandeur beauftragt. Am 31. Dezember 1938 wurde er mit Wirkung vom 1. Januar 1939 (8) zum Generalmajor befördert. Er wog damals 77,5 Kilogramm bei einer Körpergröße von 174 Zentimetern. Durch die Umbenennung seines Geschwaders zum Kampfgechwader 26 (KG 26) am 1. Mai 1939 wurde er zum Kommodore vom KG 26 ernannt. 1939 wohnte er privat in der Wilhelmstraße 44 in Berlin W8. Dieses Geschwader führte er bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Spätsommer 1939 in den Polenfeldzug. Sein Geschwader hatte bei der Mobilmachung 31 Offiziere und 219 Uffz. und Mannschaften. Dabei wurde ihm am 12. September 1939 die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse verliehen. Am 29. September 1939 wurde er als Nachfolger von Oberst Willibald Spang zum Inspekteur für Flugnavigation (L In 12) im RLM ernannt. Diese wurde auch als Inspektion für Flugnavigation, Blindflug und Wetterdienst (L In 12) bezeichnet. Anfang Mai 1940 wurde er mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Chef des Stabes beim Territorialbefehlshaber der Luftwaffe in Norwegen beauftragt. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Inspekteur für Flugnavigation (L In 12) wurde parallel der Inspekteur der Inspektion L In 2 beauftragt. Dadurch kam er zum Luftgau-Kommando Norwegen. Bereits am 1. Juli 1940 wurde er zum Kommandierender General und Befehlshaber im Luftgau-Kommando Holland ernannt. Dieses Kommando behielt er für über drei Jahre. Am 1. November 1940 (4) wurde er zum Generalleutnant befördert. Im November 1940 erhielt er über die Luftflotte 2 die Erlaubnis zur Verheiratung mit der über siebenundzwanzig Jahre jüngeren Hilde Adele Henriette Haak, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Haak. Er heiratete seine Braut am 14. Dezember 1940, dem Geburtstag seiner ersten Frau. Auch aus dieser Ehe entsprangen zwei Kinder. Zum 1. April 1942 (2) wurde er zum General der Flieger befördert. Am 7. August 1943 wurde er von General der Flieger Egon Doerstling abgelöst. Dafür wurde er an diesem Tag als Nachfolger von General der Flieger Karl-Siegfried Goßrau zum Chef vom Luftwaffenverwaltungsamt (LD) im RLM ernannt. Sein Amt unterstand dem Chef der Luftwehr, General der Flieger Helmuth Förster, und gliederte sich in folgende Abteilungen: LD 1: Haushalt (militärischer und allgemeiner Haushalt, Reichsleistungsgesetz, Bürgschaften, Flugunfallentschädigungen und Stiftungen); LD 2: Allgemeine Verwaltung (Organisationsangelegenheiten, Kassen- und Rechnungs- sowie Besoldungswesen); LD 3: Liegenschafts- und Unterkunftswesen (Liegenschaftsverwaltung, Raumplanung und Unterbringung auch in den besetzten Gebieten); LD 4: Bekleidung und Verpflegung (Nachschub- und Bekleidungswirtschaft, Bekleidungsämter, Preisprüfung etc.); LD 5: Allgemeine Bauverwaltung (allgemeine Bauangelegenheiten und Haushalt, Rohstoffbewirtschaftung, Vergabe- und Abrechnungswesen sowie technische Überwachung); LD 6: Territoriale Bauangelegenheiten (Luftflottenkommando 1-5 einschließlich besetzte Gebiete und Balkan); LD 7: Technische Fachgebiete (Hoch- und Ingenieurbau, technische Nachschubangelegenheiten, Maschinenwesen und 1939/40 Industrieausbau); LD 8/I : Allgemeine Personalangelegenheiten; LD 8/II: Technisches Personal (Ingenieurskorps, Personal des Flugzeug-, Flugsicherungs-, Kraftfahr-, Nachrichten- und Bilddienstes sowie Flugbautechnisches Personal); LD 9: Verwaltungspersonal (Personal des Justiz-, Reichswetter-, Bautechnischen Verwaltungs- und Vermessungsdienstes sowie des Feuerschutz-, Forst- und landwirtschaftlichen Dienstes). Das Deutsce Kreuz in Silber wurde ihm am 20. März 1944 verliehen. Am 1. April 1945 wurde er in die Führerreserve vom Luftgau-Kommando XI gestellt, das Luftwaffenverwaltungsamt (LD) wurde Anfang April 1945 aufgelöst, die Aufgaben gingen auf den Chefintendanten über. Nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht geriet er am 10. Mai 1945 in Tönning in britische Gefangenschaft. Am 5. Dezember 1945 wurde er repatriiert. Aus der Gefangenschaft entlassen wurde er am 8. Juli 1947. Nach seiner Entlassung arbeitete er anfangs als selbständiger Vertreter einer Brotfabrik in Hamburg. Ab 1951 lebte er als Pensionär in Groß-Flottbek. 1953 zog er nach Lüneburg. Mitte der 50iger Jahre wohnte er in der Schillerstraße 31 in Lüneburg, wo er die Telefonnummer 3357 hatte. Mitte der 60iger Jahre änderte sich seine Telefonnummer zur 43424. Er starb am 27. Februar 1976 in Lüneburg. Er wurde auf dem Stadtfriedhof Engesohde in Hannover beigesetzt.
Aus der am 7. Juni 1892 geschlossenen Ehe seiner Eltern sind noch Geschwister bekannt.
Sein jüngerer Bruder war der am 18. Juni 1900 geborene Adelbert Georg
Friedrich Siburg.
Literatur und Quellen:
Hans H. Hildebrand: Deutschlands Admirale 1849–1945. Band
2: P–Z (Packroß bis Zuckschwerdt). Biblio Verlag, Osnabrück 1990
Pers 6/329