Zander, Konrad

 

* 9. März 1883, Kolberg

+ 3. Februar 1947, Leschenowo / UdSSR
 

 

Konrad Zander trat am 10. April 1901 als Seekadett in die kaiserliche Marine ein. Nach seiner Grundausbildung diente er als Seekadett auf dem Schulschiff "Stosch". Ab April 1902 besuchte er die Marineschule. Ab dem 1. Oktober 1903 tat er auf dem Linienschiff "Karl der Große" Dienst. Auf dem Schiff wurde er am 29. September 1904 zum Leutnant zur See befördert. Zwei Tage später wurde er Kompanie-Offizier bei der I. Torpedo-Abteilung. Während seiner Zeit dort war er zugleich Wachoffizier auf diversen Torpedobooten: G 110, S 121, S 122 und S 124. Am 19. Juli 1906 zum Oberleutnant zur See befördert, wurde Konrad Zander am 1. Oktober 1906 I. Offizier auf der Stationsyacht "Carmen" und am 1. Oktober 1908 Wachoffizier auf dem Linienschiff "Deutschland". Ab dem 15. September 1910 war er Kompanieoffizier bei der I. Torpedo-Division. Ende 1910 war er zugleich Kommandant des Torpedobootes S 131 und von Januar 1911 bis August 1913 Kommandant des Torpedobootes S 128. Bereits am 25. April 1912 war er zum Kapitänleutnant befördert worden. Von Oktober 1913 bis Ende Juni 1914 besuchte er die Marineakademie und wurde dann am 8. September 1919 Kommandant des Torpedobootes V 181. Ab dem 20. November 1915 kommandierte er das Torpedoboot V 47 bei der Zerstörer-Flottille Flandern. Im September 1917 wurde er schließlich Chef der 2. Zerstörer-Halbflottille Flandern, ab dem 20. Dezember 1918 der 1. Geleit-Flottille und ab dem 27. März 1919 der I. Nordsee-Minensuchflottille. Am 8. März 1920 zum Korvettenkapitän befördert, wurde Zander am 17. Juli 1920 der Marinestation der Nordsee zugeteilt und ab dem 16. September 1920 im dortigen Stab eingesetzt. Ab dem 28. März 1923 war er wieder Chef einer Flottille, dieses mal der I. Torpedoboots-Flottille. Es folgte die Beförderung zum Fregattenkapitän am 1. April 1926 und die Verwendung als Chef des Stabes der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens ab dem 27. September 1926. Ab dem 28. September 1928 war er Chef des Stabes der Marinestation der Ostsee und wurde drei Tage später zum Kapitän zur See befördert. Am 20. September 1929 wurde er dann Leiter der Luftschutzgruppe bei der Marineleitung und ab dem 1. Oktober 1932 Inspekteur des Torpedo- und Minenwesens. Zeitweise war er im Anschluss zugleich beauftragt mit der Vertretung des Inspekteurs des Bildungswesens der Marine. Am 1. Oktober 1932 noch zum Konteradmiral befördert, trat Konrad Zander am 1. April 1934 in die Luftwaffe über. Er wurde Präsident des Luftamtes Kiel und am 1. März 1935 zum Generalmajor befördert. Bereits am 1. April 1935 folgte die Beförderung zum Generalleutnant und am gleichen Tag die Ernennung zum Kommandierenden General des Luftwaffen-Kommandos See in Kiel. Am 1. Oktober 1936 folgte schließlich die Beförderung zum General der Flieger. Ab dem 1. Februar 1938 wurde seine Dienststellung in Kommandierender General des Luftwaffenkommandos See umbenannt. Ab dem 1. März 1939 war er zunächst ohne Verwendung und wurde vorerst aus dem aktiven Dienst entlassen. Am 28. März 1941 wurde er General der Flieger z.V. des Luftflottenkommandos 4 und am 15. Oktober 1942 Kommandeur des Luftwaffenstabes Krim bzw. Fliegerführer Krim. Am 16. März 1943 gab er dieses Kommando ab und wurde am 31. März 1943 endgültig aus dem Militärdienst entlassen. Im Mai 1945 wurde er von der Roten Armee gefangen genommen und nach Rußland gebracht, wo er im Kriegsgefangenenlager Leschenowo verstarb.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z, Biblio Verlag, Osnabrück 1993