Pauer von Arlau, Ernst

 

* 11. Januar 1889, Tarnopol / Galizien

† 1974, (Graz)

 

Ernst Pauer von Arlau trat nach dem Besuch der Militärtechnischen Akademie am 18. August 1909 als Leutnant in die K.u.K. Armee ein. Der Offizierssohn kam dabei zum k.u.k. Feldkanonen-Regiment Nr. 18. Für das österreichische Heer wurde er auch bei den Kämpfen des 1. Weltkrieges eingesetzt. Dabei wurden ihm neben einigen österreichischen Orden auch beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann in das österreichische Bundesheer übernommen. Dort wurde er am 1. Januar 1935 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Januar 1938 wurde er dann dort zum Oberst befördert. Nach dem Anschluss Österreichs wurde er dann Mitte März 1938 als Oberst in die Wehrmacht übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. August 1937 festgelegt. Zuerst kam er dabei zum Regimentsstab vom Artillerie-Regiment 75 nach Neuruppin. Am 10. November 1938 wurde er dann angeblich zum Kommandeur der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 20 ernannt. Er wurde dann aber Ende 1938 beim Regimentsstab vom Artillerie-Regiment 56 in Hamburg verzeichnet. Im März 1939 übernahm er dann angeblich als Kommandeur die II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 52 in Dortmund. Nach anderen Angaben wurde er aber zum Ausbildungsleiter Köln (Artillerie) ernannt. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg gab er sein Kommando bereits wieder ab. Er wurde dann dafür zum Kommandeur vom neuen Artillerie-Regiment 211 ernannt. Mit seinem Regiment bezog er dann bei Ausbruch des Krieges Stellungen im Westen. Anfang Januar 1940 gab er sein Kommando über das Artillerie-Regiment 211 ab. Dafür wurde er dann zum Kommandeur vom neuen Artillerie-Regiment 234 ernannt. Mit diesem Regiment wurde er dann nach dem Unternehmen Weserübung als Besatzungstruppe nach Norwegen verlegt. Mitte Mai 1941 gab er sein Kommando über das Artillerie-Regiment 234 noch vor dem Ostfeldzug wieder ab. Er wurde dafür zum Artillerie-Kommandeur 111 (Arko 111) ernannt. Dieser Stab befand sich zu dieser Zeit beim II. Armeekorps. Im Juli und August 1941 wurde er dann als Arko 111 beim XXVIII. Armeekorps eingesetzt. Am 1. September 1941 wurde er als solcher zum Generalmajor befördert. Anfang Oktober 1941 wurde er dann als Arko 111 beim VII. Armeekorps eingesetzt. Mitte Dezember 1941 wurde er anscheinend auch für wenige Tage mit der stellvertretenden Führung der 7. Infanterie-Division beauftragt, bis Generalmajor Hans Jordan als neuer Führer eintraf. Danach wurde er dann wieder als Arko 111 eingesetzt. Anfang Januar 1942 gab er sein Kommando über diesen Stab ab. Am 10. Januar 1942 wurde er dann dafür zum Artillerie-Kommandeur 7 (Arko 7) ernannt. Damit wurde er jetzt unter dem XVII. Armeekorps eingesetzt. Im März 1942 gab er sein Kommando ab. Er wurde daraufhin in die Führerreserve versetzt. Mitte Juni 1942 wurde er zum Artillerie-Kommandeur 129 (Arko 129) ernannt. Anfang November 1943 führte er kurzzeitig stellvertretend die 197. Infanterie-Division. Danach wurde er Mitte November 1943 zum Artillerie-Kommandeur 30 (Arko 30) ernannt. Mit diesem Stab wurde er dann unter dem XXXVIII. Armeekorps eingesetzt. Von März 1944 bis Mai 1944 wurde er dann auch noch mit der stellvertretenden Führung der 121. Infanterie-Division im Nordabschnitt der Ostfront eingesetzt. Danach übergab er die Division wieder an ihren Kommandeur, Generalleutnant Hellmuth Prieß. Danach wurde er wieder als Arko 30 verwendet. Im September 1944 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Mitte Oktober 1944 wurde er dann zum Höherer Artillerie-Kommandeur 320 (HArko 320) bei der 15. Armee ernannt. Ende November 1944 wurde er dann zum Harko 25. Armee ernannt. Wie der Name schon sagt wurde er als solcher bei der 25. Armee im Westen eingesetzt. Anfang Mai 1945 geriet er dann in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Sommer 1946 wieder entlassen. Danach hat er dann am 21. August 1947 Franziska Edle von Matuschka-Gablenz geheiratet.