Beyer, Dr. jur. Franz

 

* 27. Mai 1892,  Bautzen

† 15. Oktober 1968, Bad Wiessee

 

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Dr. Franz Beyer trat am 1. April 1911 als Seekadett in die kaiserliche Marine ein. Am 3. August 1914 wurde er zum Leutnant zur See ernannt. Während des 1. Weltkrieges war er als Oberleutnant z.S. als Wachoffizier auf dem Linienschiff "Westfalen" und "Ostfriesland" eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet. Ihm wurden außerdem im 1. Weltkrieg auch beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg quittierte er Ende März 1919 den aktiven Dienst und ging zur Polizei, wo er es bis zum Oberst brachte. Als Oberstleutnant kam er im Herbst 1935 zum Heer. Dabei wurde er anfangs beim Regimentsstab vom Infanterie-Regiment 66 in Magdeburg eingesetzt. Am 6. Oktober 1936 wurde er dann zum Kommandeur des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment 66 in Burg bei Magdeburg ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1938 zum Oberst befördert. Am 1. April 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 131 in Nikolsburg ernannt. Auch bei Kriegsbeginn des 2. Weltkrieges war er im Sommer 1939 weiter in dieser Position. Er führte das Regiment dann zuerst in den Polenfeldzug. Dort wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Im Frühjahr 1940 führte er das Infanterie-Regiment 131 dann in den Westfeldzug. Im Frühjahr 1941 verlegte er mit dem Regiment in das Generalgouvernement. Ab dem Sommer 1941 führte er das Regiment dann im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland. Für die Führung seines Regiments erhielt er am 12. September 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Ende Dezember 1941 übernahm er die Führung der 331. Infanterie-Division. Am 1. Februar 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er jetzt zum Kommandeur der 331. Infanterie-Division ernannt. Anfang 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Ende Februar 1943 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 1. März 1943 wurde er zum Kommandeur der neuen 44. Infanterie-Division ernannt. Durch deren Umbenennung wurde er am 1. Juni 1943 zum Kommandeur der 44. Reichsgrenadier-Division Hoch- und Deutschmeister ernannt. Am 1. Januar 1944 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Er besuchte jetzt für knapp 4 Wochen zum 1. Lehrgang für Kommandierende Generale in Döberitz. Er wurde danach zur Heeresgruppe A versetzt. Ende April 1944 wurde er für einen Monat mit der Führung des XVII. Armeekorps beauftragt. Danach wurde er dann für einige Tage mit der stellvertretenden Führung vom LVII. Panzerkorps beauftragt. Anfang Juni 1944 wurde er für knapp einen Monat mit der Führung vom V. Armeekorps beauftragt. Am 1. Juli 1944 wurde er zum General der Infanterie befördert. Als solcher wurde er jetzt zum Kommandierenden General des V. Armeekorps ernannt. Bereits Ende Juli 1944 gab er nach der Vernichtung großer Teile seines Generalkommandos auf der Krim sein Kommando wieder ab. Dafür wurde er jetzt für knapp zwei Wochen mit der Führung vom XXXXIX. Gebirgskorps beauftragt. Anfang August 1944 wurde er dann zum Kommandierenden General vom LXXX. Armeekorps in Frankreich ernannt. Er führte dieses Korps dann die restliche Zeit des 2. Weltkrieges. Bei Kriegsende kam er dann in Gefangenschaft, aus welcher er 1947 wieder entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (12. September 1941)