Infanterie-Regiment 131

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Infanterie-Regiment 131 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurden die einzelnen Kompanien gestrichen und diese ab Mitte 1940 direkt beim jeweiligen Stab eingetragen. 1941 wurde die Kolonne zur 8. leichte Fahrkolonne der Infanterie-Divisions-Kolonne 44 umbenannt. 1943 wurde das I. Bataillon zum I. Bataillon vom Grenadier-Regiment 131 umbenannt. Ebenfalls 1943 wurden alle Einheiten mit dem Vermerk Stalingrad gestrichen, ohne vorher umbenannt worden zu sein. 

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mitte 1940
Regimentsstab 10129 10129
Stab I. Bataillon 25669 25669 A
1. Kompanie 23957 25669 B
2. Kompanie 20086 25669 C
3. Kompanie 17463 25669 D
4. Kompanie 16771 25669 E
Stab II. Bataillon 18473 18473 A
5. Kompanie 06390 18473 B
6. Kompanie 14076 18473 C
7. Kompanie 27101 18473 D
8. Kompanie 20767 18473 E
Stab III. Bataillon 22343 22343 A
9. Kompanie 23856 22343 B
10. Kompanie 17662 22343 C
11. Kompanie 27574 22343 D
12. Kompanie 27089 22343 E
13. Kompanie 14648 14648
14. Kompanie 07187 07187
Kolonne 17663 17663 bis 1941

Das Infanterie-Regiment 131 wurde am 1. August 1938 im neuen Wehrkreis XVII aufgestellt. Das Regiment wurde dabei aus dem Infanterie-Regiment Nr. 3 des österreichischen Bundesheeres gebildet. Der Regimentsstab wurde in Nikolsburg, im Wehrkreis XVII, stationiert. Das I. Bataillon vom Regiment wurde in Lundenburg, ebenfalls Wehrkreis XVII, aufgestellt. Das III. Bataillon vom Regiment wurde in Mistelbach, ebenfalls Wehrkreis XVII, aufgestellt. Das Regiment unterstand mit der Aufstellung der 44. Infanterie-Division. Durch Abgaben der Infanterie-Regimenter 13 und 119 wurde im Herbst 1938 auch ein I. Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 131 ebenfalls in Lundenburg aufgestellt. Gleichzeitig wurde durch Abgaben vom Infanterie-Regiment 75 auch ein II. Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 131 in Stockerau, ebenfalls Wehrkreis XVII, aufgestellt und vorläufig dort stationiert. Das III. Bataillon vom Regiment wurde dann 1939 in Znaim, ebenfalls Wehrkreis XVII, stationiert. Das II. Bataillon vom Regiment wurde erst bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 aufgestellt. Das Regiment gab am 3. Oktober 1940 das III. Bataillon vom Regiment zur Aufstellung des II. Bataillons vom Infanterie-Regiment 447 der 137. Infanterie-Division ab. Das Bataillon wurde sofort wieder ersetzt. Am 15. Oktober 1942 wurde das Regiment zum Grenadier-Regiment 131 umbenannt.

Für die Ersatzgestellung des Regiment war das Infanterie-Ersatz-Bataillon I./131 zuständig.

Regimentskommandeure:

Oberst Johann Scheid 1. August 1938 - 1. November 1938

Oberst Otto Braun 1. November 1938 - 15. März 1939

Oberst Johann Scheid 15. März 1939 - 1. April 1939

Oberst Dr. Franz Beyer 1. April 1939 - 30. Dezember 1941

Major Helmut Wortmann 10. Mai 1942 - 5. Juli 1942 m.F.b.

 

Literatur und Quellen:

Lamprecht/Jaus/Dettmer: Ergänzungen zur Divisionsgeschichte (der 44. ID) Teil 2: Verlustliste 1939 - 1945 Inf.Rgt./Gren.Rgt. 131, Ainring 1975

 

Friedrich Dettmer: Ergänzungen zur Divisionsgeschichte (der 44.ID) Teil 3: Stellenbesetzungen I.R. - G.R. 131 von 1938 bis 1945, Sankt Augustin 1987

 

IIR131-1 1938.jpg (41726 Byte)  
Teile des I. Bataillon des Regiments 1938.