Luftwaffen-Felddivision 12

 

Feldpostnummern ab dem 31. März 1944: Die Einheiten wurden als Teile der 12. Feld-Division (L) in der Feldpostübersicht eingetragen. Der Feldgendarmerie-Trupp 1112 wurde bereits am 1. Oktober 1943 eingetragen. Am 15. April 1944 wurde die Radfahr-Aufklärungs-Kompanie 12 (L) gestrichen. Am 2. September 1944 wurde ein Verwaltungstrupp Abteilungsstab 12 (L) beim Divisionskommando eingetragen, verschwand aber am 16. Januar 1945 wieder.

Einheit Feldpostnummer
Kommando 42300 bis Sep/44

ab Sep/44 42300 A bis Jan/45

ab Jan/45 42300

Feldgendarmerie-Trupp 1112 ab Okt/43 49645
Radfahr-Aufklärungs-Kompanie 12 (L) 41766 gestr. Apr/44

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die Luftwaffen-Felddivision 12 wurde Ende 1942 als Luftwaffen-Felddivision der 2. Welle auf dem Truppenübungsplatz Bergen bei Celle unter Einbeziehung des Flieger-Regiments 12 aufgestellt. Dabei entstanden die Luftwaffen-Jäger-Regimenter 23 und 24, das Luftwaffen-Artillerie-Regiment 12, die Panzerjäger-Abteilung, ein Pionier-Bataillon, eine Radfahr-Kompanie, eine Luftnachrichten-Kompanie sowie Versorgungstruppen. Nach fast dreimonatiger Ausbildung wurde die Division zur Heeresgruppe Nord verlegt und dem XXVIII. Armeekorps am Wolchow zugeführt. Eingesetzt wurde die Division westlich des Brückenkopfes Kirischi südlich des Ladogasees. In den kommenden Wochen erfolgte der Einsatz am Pogostje-Kessel, bei Lipowik und Korodyna nordostwärts von Ljuban. Am 1. November 1943 wurde die Division in das Heer übernommen (Zur Umbenennung der Division in Feld-Division 12 (L) siehe hier).  Dabei wurde die IV. Abteilung des Luftwaffen-Artillerie-Regiments 12 als II. / Flak-Regiment 6 an die Luftwaffe abgegeben. Am 14. Januar 1944 begann die russische Offensive zur Zerschlagung der Heeresgruppe Nord. Es folgten Abwehr- und Rückzugskämpfe zwischen Ljuban und Tschudowo, über Wolossowo, Ordasch und Luga sowie die Absetzbewegung in die "Panther"-Stellung zwischen Pleskauer- und Peipus-See. Danach ging es im März 1944 in den Raum südlich von Pleskau, dann nördlich der Stadt, wo sich die Division zwischen Pleskau und der Welikaja-Mündung behaupten konnte. Nach der im April 1944 erfolgten Luftwaffen-Felddivision 13 wurden Teile der Division übernommen: Stab Jäger-Regiment 25 (L) mit I. Bataillon sowie I. / Jäger-Regiment 26 (L) und die I. / Artillerie-Regiment 13 (L). Zum Zeitpunkt der Eingliederung befand sich die Division auf dem Rückzug zum Embach-Abschnitt an der Südspitze des Wirtz-Sees. Hier am Wirtz-See erlitt die Division schwere Verluste. Am 10. Oktober zog sich die Division nördlich von Riga nach Kurland zurück, ging über die Aa und wurde zum Küstenschutz in Nordkurland eingesetzt. Am 13. Oktober 1943 erhielt die Division den Befehl, auf die Insel Ösel zu verlegen, um die schwer angeschlagene 218. Infanterie-Division abzulösen. Die Division bezog den "Leo-Riegel" auf der Halbinsel Sworbe. Am 19. Oktober 1944 begann hier der russische Großangriff und am 23. Oktober wurde die Division wieder auf das Festland überführt und unmittelbar in der 2. Kurland-Schlacht eingesetzt. Sie wurde im Raum Dzukste eingesetzt und stand hier auch während der 3. Kurlandschlacht. Bis März 1945 war die Division in Kurland im Einsatz. Anfang März 1945 wurde sie per Schiff von Libau aus in den Raum Danzig transportiert und dort während der Endkämpfe zwischen Danzig und Zoppot eingesetzt und bis Anfang Mai 1945 zerschlagen. Kleien Kampfgruppen konnten bis Hela durchbrechen und nach Schleswig-Holstein entkommen.

 

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
März XXVIII 18. Armee Nord Wolchow (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)  (Lagekarte) (Lagekarte)

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
1. Januar XXVIII 18. Armee Nord Wolchow, Luga (Lagekarte) (Lagekarte)
März L 18. Armee Nord Pleskau (Lagekarte)
April XXVIII 18. Armee Nord Pleskau, Riga (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)
Oktober XXXXIII 16. Armee Nord Riga, Kurland
Dezember L 16. Armee Nord Kurland (Lagekarte)

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar VI. SS 16. Armee Nord Kurland (Lagekarte)
Februar I 18. Armee Kurland Kurland (Lagekarte)
März X 18. Armee Kurland Kurland (Lagekarte)

 

2. Kommandeure:

 

2. Divisionskommandeure:

Generalleutnant Herbert Kettner (LW) Aufstellung - 15. November 1943

Oberst Wolfgang Kretzschmar 15. November 1944 - 27. Dezember 1944 m.st.F.b. (gefallen bei Frauenburg)

Generalmajor Gottfried Weber 27. Dezember 1943 - 10. April 1945

Generalleutnant Fritz Schlieper 10. April 1945 - Kapitulation

 

3. Gliederung:

Luftwaffen-Felddivision 12 1943:

Luftwaffen-Jäger-Regiment 23

Luftwaffen-Jäger-Regiment 24

Luftwaffen-Artillerie-Regiment 12

Panzerjäger-Abteilung der Luftwaffen-Feld-Division 12

Pionier-Kompanie der Luftwaffen-Feld-Division 12

Radfahr-Abteilung der Luftwaffen-Feld-Division 12

Luftnachrichten-Kompanie der Luftwaffen-Feld-Division 12

Versorgungseinheiten der der Luftwaffen-Feld-Division 12

Luftwaffen-Felddivision 12 1944:

Jäger-Regiment 23 (L)

Jäger-Regiment 24 (L)

Jäger-Regiment 25 (L)

Artillerie-Regiment 12 (L)

Füsilier-Bataillon 12 (L)

Panzerjäger-Abteilung 12 (L)

Pionier-Bataillon 12 (L)

Nachrichten-Abteilung 12 (L)

Feldersatz-Bataillon 12 (L)

Divisionseinheiten 12 (L)

 

4. Literatur und Quellen:

Werner Haupt: Die deutschen Luftwaffenfelddivisionen 1941 - 1945, Dörfler Verlag

Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979