Infanterie-Regiment Rostock
Infanterie-Regiment 27

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Infanterie-Regiment 27 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurden die einzelnen Kompanien gestrichen und diese ab Mitte 1940 direkt beim jeweiligen Stab eingetragen. 1941 wurde die Kolonne zur 8. leichte Fahrkolonne der Infanterie-Divisions-Kolonne 12 umbenannt. Am 7. Oktober 1943 wurde das III. Bataillon gestrichen. Am 12. November 1943 wurden dann die anderen Einheiten, bis auf das II. Bataillon zu Teilen vom Füsilier-Regiment 27 umbenannt. Das II. Bataillon wurde an diesem Tag gestrichen und dafür unter der alten Nummer des III. Bataillons wieder ein III. Bataillon eingetragen.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mitte 1940
Regimentsstab 07850 07850 bis Nov/43
Stab I. Bataillon 07504 07504 A bis Nov/43
1. Kompanie 29594 07504 B bis Nov/43
2. Kompanie 11607 07504 C bis Nov/43
3. Kompanie 04010 07504 D bis Nov/43
4. Kompanie 13490 07504 E bis Nov/43
Stab II. Bataillon 15219 15219 A gestr. Nov/43
5. Kompanie 24489 15219 B gestr. Nov/43
6. Kompanie 24490 15219 C gestr. Nov/43
7. Kompanie 27323 15219 D gestr. Nov/43
8. Kompanie 09094 15219 E gestr. Nov/43
Stab III. Bataillon 08761 08761 A gestr. Okt/43
9. Kompanie 00836 08761 B gestr. Okt/43
10. Kompanie 04909 08761 C gestr. Okt/43
11. Kompanie 04146 08761 D gestr. Okt/43
12. Kompanie 04144 08761 E gestr. Okt/43
13. Kompanie 24344 24344 bis Nov/43
14. Kompanie 07852 07852 bis Nov/43
Kolonne 17567 17567 bis 1941

Mit freundlicher Genehmigung von: Kannapin, Norbert: Die deutsche Feldpostübersicht (3 Bd.), vollständiges Verzeichnis der Feldpostnummern, Biblio-Verlag (1980), ISBN-10: 3764811838

Das Infanterie-Regiment Rostock wurde bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 im Wehrkreis II aufgestellt. Das Regiment wurde anfangs nur als Halbregiment gebildet. Dabei wurde durch Abgaben vom Infanterie-Regiment 5 ein II. Bataillon vom Regiment in Rostock, im Wehrkreis II, aufgestellt. Ebenso wurde ein III. Bataillon vom Regiment durch das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 5 ebenfalls in Rostock aufgestellt. Die aufgestellten Einheiten wurden jetzt dem Infanterieführer II unterstellt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde das Regiment am 15. Oktober 1935 zum Infanterie-Regiment 27 umbenannt. Gleichzeitig wurde ein I. Bataillon vom Regiment durch Abgaben der Infanterie-Regimenter 6 und 48 in Wismar, ebenfalls Wehrkreis II, aufgestellt. Der Regimentsstab wurde ebenfalls in Rostock gebildet. Das Regiment unterstand ab jetzt der 12. Infanterie-Division. Am 12. Oktober 1937 wurde dann das I. Bataillon vom Regiment zum II. Bataillon vom Infanterie-Regiment 89 umbenannt. Dafür wurde gleichzeitig durch das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 48 ein neues I. Bataillon vom Regiment in Güstrow, ebenfalls Wehrkreis II, aufgestellt. Vor der Mobilmachung wurde das Regiment im Sommer 1939 an die polnische Grenze verlegt. Bei Beginn des 2. Weltkrieges nahm das Regiment dann im Verband der 12. Infanterie-Division am Polenfeldzug teil. Danach wurde das Regiment an die Westfront verlegt. Bis zum Beginn des Westfeldzuges lag das Regiment als Reserve der Heeresgruppe B im Raum Siegburg. Im Rahmen des II. Armeekorps kämpfte das Regiment 1940 in Nordluxemburg, um die Festung Maubeuge, an der Somme, bei Nantes und in der Vendée. Nach dem Frankreichfeldzug blieb das Regiment bis Mai 1941 als Besatzungstruppe in Westfrankreich. Dabei erfolgte am 1. November 1940 die Abgabe des Regimentsstabs und des III. Bataillon als Stab und II. Bataillon zur Aufstellung vom Infanterie-Regiment 252 der 110. Infanterie-Division. Diese Abgaben wurden danach sofort wieder ersetzt. Nach Beginn des Ostfeldzuges unterstand das  Regiment nach wie vor dem II. Armeekorps bei der 16. Armee. Von Ostpreußen aus drang das Regiment nach Nordrussland vor. Es stieß bis zum Illmensee und wurde im Winter im Kessel von Demjansk eingeschlossen. Das Regiment nahm an allen Schlachten um die Einschließungsfront teil, wobei nach schweren Verlusten die 5. und 6. Kompanie aufgelöst werden mussten. Dafür wurde als 15. Kompanie eine Radfahr-Kompanie neu gebildet. Am 10. Dezember 1942 wurde das Regiment in Füsilier-Regiment 27 umbenannt.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 27 zuständig.

Regimentskommandeure:

Oberst Kurt von Tippelskirch Aufstellung - 6. Oktober 1936

Generalmajor Friedrich Mieth 6. Oktober 1936 - 10. November 1938

Oberst Theobald Lieb 10. November 1938 - 9. September 1940

Oberstleutnant Werner von Bülow Juli 1940 - Herbst 1940 (übernahm IR 252)

Oberst Gerhard Kegler Herbst 1940 - 12. März 1942