Wöllwarth, Erich

 

* 29. April 1872, Straßburg im Elsaß

† 1951, Döfflingen

 

Erich Wöllwarth trat nach seiner Kadettenausbildung am 24. März 1890 mit dem Charakter eines Fähnrichs in das Württembergische Heer ein. Dabei kam er zum 6. Württembergisches Infanterie-Regiment "König Wilhelm I" Nr. 124. Bei diesem wurde er am 7. September 1891 zum Sekondeleutnant ernannt. Bei Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er als Major und Generalstabsoffizier zum Stab der 26. Division. Am 18. August 1916 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Ihm wurden im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er als Oberstleutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er zuerst als Chef des Stabes vom Wehrkreiskommando V in Stuttgart verwendet. Als solcher wurde er dann im 200.000 Mann-Übergangsheer am 18. Mai 1920 zum Oberst befördert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann zum Chef des Stabes der 5. Division der Reichswehr in Stuttgart ernannt. Am 15. Juni 1921 gab er diesen Posten an Oberstleutnant Werner von Blomberg ab. Er wurde dafür jetzt als Nachfolger von Oberst Friedrich Kumme zum Kommandeur vom 15. Infanterie-Regiment in Kassel ernannt. Am 30. November 1922 gab er dieses Kommando an Oberst Karl von Stockhausen ab. Danach wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Freiherr von Hammerstein-Equord zum Chef des Generalstabes vom Gruppenkommando 2 in Kassel ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1923 zum Generalmajor befördert. Ende September 1924 wurde er dann durch Oberst Alfred von Vollard-Bockelberg abgelöst. Am 1. Oktober 1924 wurde er dann zum Infanterieführer V in Stuttgart ernannt. Damit wurde er dann gleichzeitig Landeskommandant von Württemberg. In dieser Funktion wurde er am 1. November 1925 zum Generalleutnant befördert. Am 1. Juni 1926 wurde er zum Kommandeur der 4. Division der Reichswehr ernannt. Damit wurde er dann auch gleichzeitig zum Befehlshaber im Wehrkreis IV. Am 31. Dezember 1928 gab er sein Kommando an Generalleutnant Edwin von Stülpnagel ab. Am 1. Januar 1929 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. An diesem Tag wurden ihm auch die Charakter eines General der Infanterie verliehen.

Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er wieder reaktiviert. Am 20. Mai 1940 wurde er dann zum Kommandierenden General vom Stellvertretenden Generalkommando IV. Armeekorps in Dresden ernannt. Damit wurde er dann auch wieder zum Befehlshaber vom Wehrkreis IV. Als solcher wurde er am 1. September 1940 zum General der Infanterie z.V. ernannt. Am 30. April 1942 gab er sein Kommando an General der Infanterie Walter Schroth ab. An diesem Tag wurde er endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet. Am 12. Juni 1943 wurde ihm nachträglich das Deutsches Kreuz in Silber verliehen.