Freiherr von Hammerstein-Equord, Kurt

 

* 26. September 1878, Hinrichshagen

† 24. April 1943, Berlin-Dahlem

 

Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord trat nach seiner Kadettenausbildung am 15. März 1898 als Leutnant in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 3. Garde-Regiment zu Fuß. Ab dem 1. Oktober 1907 besuchte er für fast 3 Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Am 10. September 1908 wurde er dort zum Oberleutnant befördert. Im März 1913 wurde er in den großen Generalstab versetzt. Dort wurde er am 22. März 1913 zum Hauptmann befördert. Ab Herbst 1913 wurde er als Adjutant beim Oberquartiermeister im Großen Generalstab eingesetzt. Zu Beginn des 1. Weltkrieges wurde er als Kompaniechef der Infanterie zugeteilt. 1915 wurde er dann als Ia in den Generalstab des VIII. Reserve-Korps versetzt. In diesem wurde er am 18. August 1917 zum Major befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er neben beiden Eisernen Kreuzen mit vielen anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem ersten Weltkrieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er anfangs als Stabsoffizier beim Stab des Reichswehr-Gruppenkommando 1 in Berlin eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres wurde er dann als Chef des Stabes beim Gruppenkommando 2 in Kassel übernommen. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1920 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. November 1922 wurde er für anderthalb Jahre zum Kommandeur des III. Bataillons vom 12. Infanterie-Regiment in Magdeburg ernannt. Am 1. April 1924 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Fedor von Bock zum Chef des Stabes der 3. Division der Reichswehr in Berlin ernannt. Diese Funktion übte er dann für viele Jahre aus. Als solcher wurde er dann am 1. Mai 1925 zum Oberst befördert. Am 1. Februar 1929 wurde er dann immer noch als Chef des Stabes der 3. Division der Reichswehr zum Generalmajor befördert. Am 30. Juni 1929 wurde er durch Oberstleutnant Ewald von Kleist abgelöst. Am 1. Juli 1929 wurde er dann zum Chef des Stabes vom Gruppenkommando 1 ebenfalls in Berlin ernannt. Am 1. Oktober 1929 wurde er in das Reichswehrministerium (RWM) versetzt. Dort wurde er zum Chef vom Truppenamt (TA) ernannt. Am 1. November 1930 wurde er unter Überspringens des Generalleutnants zum General der Infanterie befördert. Gleichzeitig wurde er zum Chef der Heeresleitung ernannt. Am 31. Januar 1934 wurde er zum Generaloberst befördert. Am gleichen Tag wurde er auch verabschiedet. Gleichzeitig wurde ihm das Recht gestattet, die Uniform des Generalstabes des Heeres zu tragen.

1938 wurde er als Oberbefehlshaber der 4. Armee vorgesehen. Nach der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg wurde er zur Verfügung des Heeres eingeteilt. Am 10. September 1939 wurde er dann unter gleichzeitiger Beförderung zum Generaloberst z.V. zum Oberbefehlshaber der Armee-Abteilung A am Westwall ernannt. Diese Position gab er bereits am 21. September 1939 wieder ab. Ein weiteres Kommando ist nicht bekannt. Am 24. April 1943 ist er in Berlin gestorben. Er war der jüngere Bruder vom Generalleutnant Günther Freiherr von Hammerstein-Equord.