Römer, Friedrich

 

* 4. Juni 1895, Elberfeld

+ 21. Juni 1970, Köln

 

 

Friedrich Römer trat am 10. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das 1. Westfälische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 7 ein. Am 16. März 1915 wurde er in das Feldartillerie-Regiment 99 versetzt. Am 6. November 1915 verwundet, wurde er nach seiner Genesung am 4. Januar 1916 Batterie-Offizier im Feldartillerie-Regiment 87, in dem er am 28. August 1916 zum Leutnant der Reserve befördert wurde. Ab dem 17. November 1916 diente er als Ordonnanz-Offizier im Stab der 87. Infanterie-Division. Ab dem 18. Dezember 1918 wurde er Offizier z.V. des Feldartillerie-Regiments 7 und gleichzeitig beurlaubt, bis er am 16. November 1919 aus dm Militärdienst ausschied, um anschließend in die Schutzpolizei Hindenburg in Oberschlesien einzutreten. Als Polizei-Leutnant wurde er Referent für Beschaffungswesen. Nach seiner Beförderung zum Polizei-Oberleutnant am 20. Januar 1921 wurde er am Folgetag Referent beim Stab der Schutzpolizei Neiße. Es folgte die Beförderung zum Polizei-Hauptmann am 29. September 1923. Am 1. April 1924 wurde er dann Sachbearbeiter beim Regierungspräsidium Oppeln und am 1. Januar 1925 Führer der 4. Polizei-Bereitschaft der Schutzpolizei Gleiwitz. Vom 22. April bis 14. Dezember 1927 absolvierte er einen Polizei-Offiziers-Reitlehrgang beim Polizeipräsidium Potsdam, in dessen Abschluss er Führer der 3. (berittenen) Hundertschaft bei der Schutz-Polizei Gleiwitz wurde. Vom 15. Januar bis 13. April 1929 besuchte er eine Ausbildung als Revierleiter beim Polizeipräsidium Breslau und wurde anschließend Leiter des 2. Polizeireviers bei der Schutzpolizei Breslau. Am 1. Januar 1930 übernahm er dann als Revierleiter das 11. Polizeirevier bei der Schutzpolizei Breslau. 1931 besuchte er zugleich einen Führergehilfen-Lehrgang am Polizei-Institut Berlin. Am 5. Oktober 1932 wurde er Leiter des 1. Polizeireviers bei der Schutzpolizei Breslau und am 8. Mai 1933 Führer der 2. Bereitschaft der Schutzpolizei Breslau, wo er am 16. Dezember 1933 zum Polizei-Major befördert wurde. Ab dem 10. April 1934 diente er als Verbindungs-Offizier zum Regierungs-Präsidium Münster in Westfalen. Am 1. Juni 1935 trat er in die Luftwaffe über und wurde al Major Batterie-Chef in einer Flak-Abteilung. Am 1. Oktober 1936 übernahm er dann das Kommando über die I. Abteilung des Flak-Regiments 19 und am 1. Oktober 1937 der I. Abteilung des Flak-Regiments 74. Am 1. März 1938 zum Oberstleutnant befördert, kommandierte er ab dem 1. November 1938 das Flak-Regiment 36. Bei Ausbruch des Krieges am 1. September 1939 wurde er Kommandeur des Flak-Regiments 201. Am 1. April 1940 zum Oberst befördert, wurde er am 3. Juni 1940 Kommandeur des Flak-Regiments 8 und im Juni 1942 der Flak-Brigade XV. Am 1. Mai 1943 übernahm er dann das Kommando der 22. Flak-Division, die er bis Kriegsende führte. Am 26. Juli 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet und am 1. Oktober 1943 zum Generalmajor befördert. Am 16. April 1945 geriet er in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10853
Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945 Teil II, Band 3: Odebrecht–Zoch, Biblio Verlag, Osnabrück 1992
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953