Ziegler, Heinz

 

* 19. Mai 1894, Trakehnen / Ostpreußen

† 21. August 1972,

 

Heinz Ziegler trat nach seinem Abitur am 5. September 1912 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 2. Pommersches Fußartillerie-Regiment Nr. 15. Bei diesem wurde er am 20. Mai 1914 zum Leutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 24. Mai 1912 festgelegt. Mit seinem Regiment rückte er dann zu Beginn des 1. Weltkrieges an die Front. Am 18. Juni 1917 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er im Übergangsheer im Frühjahr 1920 beim Reichswehr-Artillerie-Regiment 2 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Batterieoffizier eingesetzt. Im Frühjahr 1924 gehörte er zur 4. Batterie vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Güstrow. Am 1. März 1925 wurde er zum Hauptmann befördert. Er wurde als solcher in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Heeres-Organisationsabteilung (T 2) eingesetzt. Im Frühjahr 1926 war er dann Chef der 6. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Minden. Spätestens im Frühjahr 1927 wurde er dann wieder in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Allgemeine Gruppe (AllgGr) vom Wehr-Amt eingesetzt. Nach der Umbenennung dieses Stabes gehörte er dann ab 1928 die nächsten 3 Jahre zur Allgemeine Abteilung (AllgA) vom Wehramt (WehrA). Spätestens im Frühjahr 1931 wurde er dann die nächsten Jahre als Chef der 2. Batterie vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Stettin eingesetzt. Als solcher wurde er 1933 zum Major befördert. Am 1. Juni 1935 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Januar 1938 folgte seine Beförderung zum Oberst. Als solcher wurde er am 10. November 1938 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 98 in Steyr ernannt. Bei der Mobilmachung zum 2. Weltkrieg wurde er dann im Sommer 1939 zum Chef des Stabes vom Befehlshaber des Ersatzheeres. Bereits am 15. September 1939 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom Stellvertretenden Generalkommando IV. Armeekorps in Dresden ernannt. Am 1. Februar 1940 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom neuen XXXXII. Armeekorps ernannt. Als solcher nahm er dann am Westfeldzug teil. Danach wurde er mit seinem Generalkommando an der Kanalküste eingesetzt. Ab dem Sommer 1941 wurde er mit dem XXXXII. Armeekorps im Ostfeldzug eingesetzt. Ihm wurden inzwischen beide Spangen zum Eisernen Kreuz verliehen. Im November 1941 wurde er abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Anfang Dezember 1941 wurde er zum Chef des Generalstabes der 15. Armee ernannt. Als solcher wurde er am 1. Januar 1942 zum Generalmajor befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1941 festgelegt. Für seine Leistungen beim XXXXII. Armeekorps wurde er am 26. Januar 1942 mit dem Deutsches Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. April 1942 wurde er dann nach Berlin versetzt. Dort wurde er zum General beim Chef der Heeres-Rüstung ernannt. Am 3. Dezember 1942 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant zum ständigen Vertreter des Oberbefehlshabers der 5. Panzerarmee in Afrika ernannt. Am 20. Februar 1943 übergab er die Armee an den Oberbefehlshaber, Generaloberst von Arnim. Er übernahm an diesem Tag die stellvertretende Führung über das Deutsches Afrika-Korps. Anfang März 1943 wurde er dann in den Stab der Heeresgruppe Afrika versetzt. Als Führer einer Kampfgruppe wurde er am 16. April 1943 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 24. Mai 1943 wurde er dann zum Kommandeur der 334. Infanterie-Division ernannt. Mitte Oktober 1943 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt mit der stellvertretenden Führung vom III. Panzerkorps beauftragt. Ende November 1943 gab er die Führung wieder ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 1. Januar 1944 wurde er zum General der Artillerie befördert. Am 24. Februar 1944 wurde er dann zum Sonderbeauftragten für die Vereinheitlichung der Wehrwirtschafts-Organisationen ernannt. Am 24. Oktober 1944 wurde er dann mit der stellvertretenden Führung der 14. Armee beauftragt. Am 22. November 1944 gab er die Führung wieder ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Bis zum Kriegsende erhielt er anscheinend kein Kommando mehr.

 

Ritterkreuz (16. April 1943)