von Natzmer, Oldwig Otto

 

* 29. Juni 1904, Liegnitz

† 1. April 1980, Hannover

 

Oldwig von Natzmer trat am 1. April 1925 als Fahnenjunker in die Reichswehr ein. Am 1. Dezember 1928 wurde er beim 9. (Preuß.) Reiter-Regiment zum Leutnant befördert. Danach gehörte er dann die nächsten Jahre zur 4. Eskadron vom 9. (Preuß.) Reiter-Regiment in Beeskow bei Fürstenwalde. Ab dem Frühjahr 1932 gehörte er zur Ausbildungs-Eskadron vom 9. (Preuß.) Reiter-Regiment in Fürstenwalde an der Spree. 1932/33 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 1. März 1936 wurde er zum Rittmeister befördert. Als solcher wurde er dann zur Kriegsakademie kommandiert. Im Sommer 1938 wurde er dann zum Generalstabes des Heeres kommandiert. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 blieb er weiter in dieser Kommandierung. Auch während des Polen- und Westfeldzuges wurde er dort als Major i.G. eingesetzt. Am 1. April 1941 wurde er dann zum 1. Generalstabsoffizier der 161. Infanterie-Division ernannt. Als solcher wurde er dann bei Beginn des Sommers 1941 im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland eingesetzt. Mitte Juli 1941 wurde er dann zum Ia vom XXXIX. Armeekorps (motorisiert) ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1942 zum Oberstleutnant i.G. befördert. Am 1. November 1942 wurde er dann zum Ia der noch relativ neuen 26. Panzer-Division ernannt. Mitte Dezember 1942 wurde er dann zum Ia der Infanterie-Division Großdeutschland ernannt. Er trug bereits kurze Zeit später beide Eisernen Kreuze. Am 2. April 1943 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 1. Mai 1943 wurde er zum Oberst i.G. befördert. Mitte Mai 1943 wurde er dann durch die Umbenennung des Stabes zur Panzer-Grenadier-Division Großdeutschland zu deren 1. Generalstabsoffizier ernannt. Am 4. September 1943 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 1. Juli 1944 wurde er zum Generalmajor befördert. Sein Rangdienstalter wurde später auf den 1. Januar 1945 festgelegt. Am 19. Juli 1944 wurde er abgelöst. Er wurde dafür jetzt zum Chef des Generalstabes der Heeresgruppe Nord ernannt. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er Ende Januar 1945 zum Chef des Generalstabes der Heeresgruppe Mitte ernannt. Diesen Posten behielt er dann bis zur Kapitulation der Wehrmacht im Frühjahr 1945. Vorher wurde er am 15. März 1945 noch zum Generalleutnant befördert.

 

Ritterkreuz (4. September 1943)