Hasse, Otto

 

* 21. Juni 1871, Schlawe

† 28. September 1942, Berlin-Grunewald

 

Otto Hasse trat im Herbst 1890 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Niederschlesisches Infanterie-Regiment "Graf Kirchbach" Nr. 46. In diesem wurde er am 17. Dezember 1891 zum Leutnant befördert. Vor dem Krieg gehörte er zum Großen Generalstab. Er wurde dort bei der Inspektion des Militärischen Verkehrswesens eingesetzt. Im 1. Weltkrieg wurde er bei verschiedenen Generalstäben eingesetzt. Am 18. August 1916 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Am 12. Mai 1918 wurde ihm das Eichenlaub zum Orden Pour le mérite verliehen. Dieses wurde ihm für seine Arbeit als Chef des Generalstabes vom X. Reservekorps bei der Schlacht um den Kemmel verliehen. Zwischen dem 22. August 1918 und dem 19. Dezember 1918 war er Chef des Stabes der 1. Armee. Nach dem Krieg wurde er als Oberstleutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er als Abteilungschef der Heeresabteilung (T 1) verwendet. Ende März 1922 gab er seinen Posten an Oberstleutnant Joachim von Stülpnagel ab. Am 1. April 1922 wurde er dafür zum Chef vom Truppenamt (TA) ernannt. Am 1. Februar 1923 wurde er als solcher zum Generalmajor befördert. 1923 befand er sich in Moskau um die geheimen Absprache mit der Sowjetunion bezüglich der Umgehung des Rapallo-Vertrages zu treffen. Am 1. Februar 1926 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant als Nachfolger von Generalleutnant Rudolf von Horn zum Kommandeur der 3. Division der Reichswehr in Berlin ernannt. Damit wurde er gleichzeitig zum Befehlshaber im Wehrkreis III ernannt. Am 1. Februar 1929 wurde er zum General der Infanterie befördert. Ende März 1929 gab er sein Kommando an Generalleutnant Rudolf Schniewindt ab. Am 1. April 1929 wurde er dafür als Nachfolger von General der Infanterie Erich von Tschischwitz zum Oberbefehlshaber vom Gruppenkommando 1 ebenfalls in Berlin ernannt. Am 30. September 1932 gab er sein Kommando an General der Infanterie Gerd von Rundstedt ab. An diesem Tag wurde er aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. In den 30iger Jahren wurde ihm die Erlaubnis erteilt die Uniform des Infanterie-Regiment 7 mit den Generalsabzeichen zu tragen.