von Horn, Victor Sigismund Rudolf

 

* 9. Juli 1866, Nieder-Giersdorf

† 4. Februar 1934, Berlin-Friedenau

 

Der aus einer Soldatenfamilie stammende Rudolf von Horn trat Anfang der 80iger Jahre des 19. Jahrhunderts in die Kaiserlicher Armee ein. Am 14. April 1885 wurde er zum Sekondeleutnant befördert. 1905 hat er in Allenstein geheiratet. Als Oberstleutnant wurde er am 18. Oktober 1912 zum Kommandeur vom 2. Brandenburgisches Feldartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ Nr. 18 ernannt. Bereits am 22. April 1914 wurde er zum Oberst befördert. Bei Beginn des 1. Weltkrieges rückte er dann mit seinem Regiment an die Front. Am 5. März 1915 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür zum Kommandeur der Feldartillerie-Brigade 56 ernannt. Anfang 1917 wurde er dann zum Artilleriekommandeur der 56. Infanterie-Division ernannt. Als solcher wurde er am 18. August 1917 zum Generalmajor befördert. Anfang 1918 wurde er dann zum Kommandeur der 185. Infanterie-Division an der Westfront ernannt. Als solchem wurde ihm der Pour le mérite verliehen. Anfang 1919 wurde er zum Kommandeur der 5. Artillerie-Brigade ernannt. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er dann, nach einigen Ernennungen zum Artillerieführer, Anfang 1920 zum Kommandeur der 1. Kavallerie-Division ernannt. Als solcher wurde er beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 auch als Vertretung des Befehlshabers der Befehlsstelle VI in Breslau eingesetzt. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr blieb er vorerst weiter der Kommandeur der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt an der Oder. Am 18. Dezember 1920 wurde er zum Generalleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Anfang August 1921 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür jetzt zum Kommandeur der 3. Division der Reichswehr ernannt. Damit wurde er gleichzeitig zum Befehlshaber im Wehrkreis III ernannt. Am 31. Januar 1926 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Artillerie verliehen. In der Folge wurde er im November 1926 wurde er zum Führer des Präsidiums vom Kyffhäuserbundes ernannt. Er gliederte den Bund unter seiner Führung im Mai 1933 in den nationalsozialistischen Staat ein, wobei der Bundesvorstand teilweise ausgetauscht wurde. Ende Januar 1934 musste er die Führung des Kyffhäuserbundes schwer erkrankt abgeben. Nur wenige Tage später ist er dann nach einer Operation gestorben.