Bernard, Curt

 

* 9. Dezember 1886, Berlin

† 2. Dezember 1954, Göttingen

 

Curt Bernard trat am 26. März 1905 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 3. Schlesisches Dragoner-Regiment Nr. 15. In diesem wurde er am 18. August 1906 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 15. Februar 1905 datiert. Am 1. Oktober 1912 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges kam er dann als Oberleutnant an die Front. Er wurde dort am 18. Juni 1915 zum Rittmeister befördert. Er wurde dann die nächsten Jahre auf verschiedenen Generalstabstellen eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch mit weiteren Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er anfangs zum Reiter-Regiment 5. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Eskadronchef zum 14. (Preuß.) Reiter-Regiment. Am 1. Oktober 1924 wurde er dann in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann bei der Inspektion der Kavallerie (In 3) eingesetzt. Am 1. Oktober 1926 wurde er dann in den Stab der 6. Division der Reichswehr nach Münster versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1928 zum Major befördert. Am 1. Februar 1929 wurde er dann in den Stab vom Artillerieführer VI versetzt. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann als Lehrer an die Kavallerieschule in Hannover versetzt. Als solcher wiederum wurde er am 1. April 1932 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Oktober 1933 wurde er zum Chef des Stabes der 2. Kavallerie-Division in Breslau ernannt. Als solcher wurde er am 1. August 1934 zum Oberst befördert. Mit der Auflösung des Divisionsstabes bei der Erweiterung der Reichswehr wurde er im Frühjahr 1935 zum Chef des Stabes der Heeresdienststelle Breslau ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der 3. Schützen-Brigade ernannt. Am 1. April 1937 gab er dieses Kommando ab. Er wurde jetzt zum Chef des Generalstabes vom Gruppenkommando 4 ernannt. Im Mai 1939 wurde er von seinem Posten abgelöst. Er wurde jetzt in die Führerreserve eingeteilt. Am 1. Oktober 1939 wurde er zum Generalleutnant befördert. Mitte Dezember 1940 wurde er zum Kommandeur der neuen Division Nr. 178 ernannt. Am 1. Mai 1942 wurde er wegen einer Erkrankung erneut in die Führerreserve versetzt. Am 30. Juni 1943 wurde er aus der Wehrmacht verabschiedet. Nach Kriegsende wurde er von den russischen Besatzern verhaftet und nach Russland verschleppt. Ende 1949 wurde er freigelassen.