Infanterie-Regiment 103

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Infanterie-Regiment 103 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurden die einzelnen Kompanien gestrichen und diese ab Mitte 1940 direkt beim jeweiligen Stab eingetragen. 1940/41 wurde der Eintrag des III. Bataillons gestrichen. Der Eintrag des I. Bataillons wurde gleichzeitig zum Stab I. Bataillon Schützen-Regiment 111 umbenannt. Ebenfalls 1940/41 wurden alle anderen Einheiten zu Teilen vom Schützen-Regiment 103 umbenannt.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mitte 1940
Regimentsstab 28081 28081
Stab I. Bataillon 25200 25200 A
1. Kompanie 22519 25200 B
2. Kompanie 04327 25200 C
3. Kompanie 06852 25200 D
4. Kompanie 02289 25200 E
Stab II. Bataillon 19497 19497 A
5. Kompanie 10903 19497 B
6. Kompanie 01430 19497 C
7. Kompanie 02726 19497 D
8. Kompanie 08046 19497 E
Stab III. Bataillon 02985 02985 A
9. Kompanie 12683 02985 B
10. Kompanie 22261 02985 C
11. Kompanie 08254 02985 D
12. Kompanie 06891 02985 E
13. Kompanie 02765 02765
14. Kompanie 04414 04414
Kolonne 07180 07180

Mit freundlicher Genehmigung von: Kannapin, Norbert: Die deutsche Feldpostübersicht (3 Bd.), vollständiges Verzeichnis der Feldpostnummern, Biblio-Verlag (1980), ISBN-10: 3764811838

Das Infanterie-Regiment 103 wurde erstmals im Herbst 1935 vorläufig in Ohrdruf, im Wehrkreis IV, aufgestellt. Das II. Bataillon wurde vorläufig in Erfurt, ebenfalls Wehrkreis IV, stationiert. Ein III. Bataillon bestand noch nicht. Das Regiment wurde der 24. Infanterie-Division unterstellt. Der Stab und das I. Bataillon wurden aus Abgaben der Landespolizei und Abgaben vom Infanterie-Regiment 31 aufgestellt. Das II. Bataillon wurde aus dem Ausbildungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 53 aufgestellt. Das II. Bataillon bildete 1936 das II. Bataillon vom Infanterie-Regiment 71. Dafür wurde aus Abgaben des Infanterie-Regiment 51 in Rudolstadt, im neuen Wehrkreis IX, ein neues II. Bataillon für das Regiment gebildet. Der Stab vom Regiment wurde in Saalfeld, ebenfalls Wehrkreis IX, stationiert. Das I. Bataillon wurde dagegen in Jena, ebenfalls Wehrkreis IX, stationiert. 1937 bildete das Regiment aus eigenen Abgaben das III. Bataillon in Saalfeld. Im Oktober 1938 wurde das Regiment zur Bildung der Kavallerie-Schützen-Regimenter 6 und 7 verwendet. Das I. Bataillon vom Regiment bildete die I. Abteilung vom Kavallerie-Schützen-Regiment 7. Das II. und III. Bataillon vom Regiment bildeten die I. und II. Abteilung vom Kavallerie-Schützen-Regiment 6.

Am 10. November 1938 wurde durch die Umbenennung des Infanterie-Regiments 52 wieder ein Infanterie-Regiment 103 aufgestellt. Der Stab und das II. Bataillon waren in Bautzen, im Wehrkreis IV, stationiert. Das I. Bataillon war in Zittau, ebenfalls Wehrkreis IV, stationiert. Das III. Bataillon war in Reichenberg, ebenfalls Wehrkreis IV, stationiert. Auch das neue Regiment wurde der 24. Infanterie-Division unterstellt. Das neue Regiment erhielt auch zwei Ergänzungs-Bataillone Infanterie-Regiment 103. 1939 wurde das Regiment dann der 4. Infanterie-Division unterstellt. Am 15. August 1940 wurde das Regiment zum Schützen-Regiment 103 umgegliedert. Das I. Bataillon vom Regiment wurde als I. Bataillon an das Schützen-Regiment 111 abgegeben. Das III. Bataillon vom Regiment wurde dagegen, unter Abgabe von Personal an das Kradschützen-Bataillon 64, aufgelöst.

Für die Ersatzgestellung des Regiment war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 103 zuständig.

Regimentskommandeure:

Oberst Hans Rühle von Lilienstern Aufstellung - 30. April 1937

Oberst Friedrich Fürst 1. Mai 1937 - Umbenennung

Oberst Joseph Folttmann 10. November 1938 - 30. April 1939

Oberst Karl Edelmann 1. Mai 1939 - 10. Januar 1940

Oberst Hans Freiherr von Falkenstein 10. Januar 1940 - Umgliederung