Kaupisch, Leonhard

 

* 1. September 1878, Bitterfeld

† 26. September 1945, Weimar

 

Leonhard Kaupisch trat am 18. März 1898 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum Schlesisches Fußartillerie-Regiment „von Dieskau“ Nr. 6. In diesem wurde er am 18. August 1899 zum Leutnant befördert. Im Herbst 1907 wurde er dann zur Kriegsakademie kommandiert. Dort wurde er am 17. September 1909 zum Oberleutnant befördert. Im Frühjahr 1911 wurde er zum Großen Generalstab kommandiert. Dort wurde er am 22. März 1913 zum Hauptmann i.G. befördert. Während des 1. Weltkrieges wurde er auf verschiedenen Positionen im Generalstab eingesetzt. Dabei wurde er am 16. September 1917 zum Major befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er dann zuerst zum Stab vom Gruppenkommando 2 nach Kassel. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr blieb er weiter bei diesem Stab eingesetzt. 1923 wurde er in den Stab der I. Abteilung vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment versetzt. Dort wurde er Anfang 1923 zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 15. November 1922 festgelegt. Am 1. Dezember 1923 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Würzburg ernannt. Am 1. April 1926 gab er sein Kommando wieder ab. Er wurde jetzt als Kursleiter an die Artillerieschule nach Jüterbog versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1927 zum Oberst befördert. Am 1. November 1927 wurde er zum Chef des Stabes der 2. Division der Reichswehr in Stettin ernannt. Am 1. Februar 1930 wurde er dann zum Artillerieführer V in Stuttgart ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1930 zum Generalmajor befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Generalleutnant am 1. März 1932 hatte er noch diese Position inne. Am 30. September 1932 wurde er aus dem Heer verabschiedet. Am 1. April 1934 trat er dann in die Luftwaffe ein. Dort wurde zum Befehlshaber vom Luftkreiskommando II ernannt. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1935 zum General der Flieger befördert. Am 31. März 1938 wurde er dann aus der Luftwaffe verabschiedet. Anfang 1939 wurde er dann wieder zur Verfügung des Heeres gestellt. Bei der Mobilmachung wurde er dann zum Kommandeur des Grenzschutz-Abschnitt-Kommando 1 ernannt. Mitte September 1939 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandierenden General des Korps Kaupisch ernannt. Bereits am 19. September 1939 wurde er dann zum Militärbefehlshaber Danzig-Westpreußen ernannt. Als solchen wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Anfang November 1939 wurde sein Stab dann zum Höheres Kommando z.b.V. XXXI umbenannt. Dadurch wurde er dann zu dessen Kommandeur ernannt. Mit seinem Höheren Kommando führte er dann beim Unternehmen Weserübung den Angriff und die Besetzung von Dänemark durch. Danach wurde er Mitte April 1940 der erste Befehlshaber der deutschen Truppen in Dänemark. Am 1. Juni 1940 wurde er von dieser zweiten Aufgabe durch General Lüdke abgelöst. Am 1. September 1940 wurde er dann zum General der Artillerie z.V. befördert. Sein Kommando behielt er noch bis zum 10. April 1942. Dann wurde er abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Am 30. Juni 1942 wurde er endgültig aus der Armee verabschiedet. Kurz nach Kriegsende ist General Kaupisch dann gestorben.