von Berg, Kurt

 

* 26. Juli 1886, Offenburg

† 15. März 1952, Freiburg im Breisgau

 

Kurt von Berg trat am 12. Juli 1905 als Fahnenjunker in die Württembergische Armee ein. Er kam dabei zum 5. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 76. Am 17. November 1906 wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule Potsdam zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 19. Mai 1905 datiert. Er wurde danach bei seinem Regiment als Batterieoffizier eingesetzt. Im Herbst 1908 kam er dann für 4 Monate zur Feldartillerieschule. Im Herbst 1911 wurde er für zwei Jahre zur Militärtechnischen Akademie kommandiert. Am 20. Mai 1914 wurde er beim 5. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 76 zum Oberleutnant befördert. Bei Ausbruch vom 1. Weltkrieg wurde er dann im 5. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 76 eingesetzt. Im Frühjahr 1915 wurde er dann in das Feldartillerie-Regiment Nr. 103 versetzt. In diesem wurde er als Batterieführer am 18. Juni 1915 zum Hauptmann befördert. Ende 1916 wechselte er dann in den Stabsdienst. Er wurde dann die restliche Zeit des Krieges in verschiedenen Generalstabspositionen eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er nach einer gewissen Zeit im Freikorps in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er dann zum Wehrkreiskommando V in Stuttgart, dem er auch beim 200.000 Mann Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Generalstabsoffizier angehörte. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Generalstabsoffizier in den Stab vom Infanterieführer V in Stuttgart übernommen. Am 1. April 1922 wurde er dann in das 5. (Hess.-Württ.) Artillerie-Regiment versetzt. Bei diesem wurde er dann als Chef der 7. Batterie in Ludwigsburg eingesetzt. 1924/25 wurde er dann in den Stab der III. (Württemb.) Abteilung vom 5. Artillerie-Regiment in Ludwigsburg eingesetzt. Anfang 1927 wurde er dann in den Stab der 5. Division der Reichswehr nach Stuttgart versetzt. Die nächsten beiden Jahre blieb er dort im Einsatz, auch wenn er zwischendurch zu anderen Einheiten versetzt wurde. Am 1. Februar 1928 wurde er zum Major befördert. Anfang 1929 wurde er wieder in den Stab vom Artillerieführer V in Stuttgart versetzt. In diesem wurde er dann die nächsten zweieinhalb Jahre eingesetzt. Am 1. Oktober 1931 kam er dann wieder zum 5. Artillerie-Regiment. Am 1. April 1932 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom 5. Artillerie-Regiment in Fulda ernannt. Am 1. Oktober 1932 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberst zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment Fulda ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 45 in Fulda ernannt. Am 12. Oktober 1937 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür zum Artillerie-Kommandeur 15 (Arko 15) ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1938 zum Generalmajor befördert. Am 1. Mai 1939 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Inspekteur der Wehr-Ersatz-Inspektion Koblenz ernannt. Mitte Februar 1940 wurde er dann zum Kommandeur der 556. Infanterie-Division ernannt. Mit dieser Stellungsdivision bezog er dann Stellungen am Oberrhein. Am 1. März 1940 wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen. Mit der Auflösung der 556. Infanterie-Division im Sommer 1940 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür wieder zum Inspekteur der Wehr-Ersatz-Inspektion Koblenz ernannt. Am 1. November 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 1. Januar 1945 wurde er dann zum Kommandeur der Division von Berg ernannt. Mit der Kapitulation der Wehrmacht geriet er in westalliierte Gefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wurde.