Schulze, Rudolf Walter
| * 11. November 1892, Maizières bei Metz † 21. November 1972, Aachen |
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Rudolf Schulze war der Sohn vom Hüttendirektor Hermann Camillo Schulze und dessen Ehefrau Clara Louise Josephine, geborene Ruppe. Seine Mutter starb bereits am 6. Oktober 1906 in Maizières. Er selbst trat nach seinem Abitur am Realgymnasium in Völklingen am 7. März 1913 als Fahnenjunker in das Königlich Sächsische Heer ein. Er kam dabei zum 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12. Bei diesem wurde er am 30. März 1913 vereidigt und am 1. Juni 1913 zum Fahnenjunker-Gefreiten befördert. Vom 28. August 1913 bis zum 16. Mai 1914 wurde er zur Kriegsschule Danzig kommandiert, nachdem er am 18. August 1913 zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert wurde. Dort wurde er am 3. November 1913 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule Danzig wurde er am 17. Juni 1914 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 24. Juni 1912 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12 eingesetzt. In dieser Funktion wurde er dann bis zur Mobilmachung für den 1. Weltkrieg im Sommer 1914 eingesetzt. Als solcher zog er dann zu Beginn des Krieges an die Front. Mitte September 1915 wurde er dann für fast einen Monat zur Fußartillerie-Schule nach Jüterbog kommandiert. Anfang Januar 1917 wurde er dann zur Ersatz-Abteilung vom 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12 kommandiert. Von dort wechselte er dann Mitte Januar 1917 als Batterieführer zum Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 19. Als solcher wurde er am 2. August 1917 zum Oberleutnant befördert. In seiner Funktion als Batterieführer vom Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 19 blieb er dann bis zum Ende des Krieges eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Sächsischen Militär St. Heinrichs-Orden und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern auch beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann ab Anfang 1919 als Batterieoffizier wieder beim 1. Königlich Sächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 12 eingesetzt. Ab dem Frühjahr 1919 wurde er dann bei der schweren Artillerie-Abteilung der Freiwilligen Grenzjäger-Brigade 2 vom sächsischen Grenzschutz eingesetzt. Am 1. Oktober 1919 wurde er dann als Oberleutnant in das vorläufige Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dann später auf den 18. Oktober 1917 festgelegt. Er wurde dabei dem Reichswehr-Artillerie-Regiment 19 als Batterieoffizier zugeteilt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er weiter beim Reichswehr-Artillerie-Regiment 19 der Reichswehr-Brigade 19 verwendet. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Batterieoffizier und Zugführer in das 4. (Preuß.-Sächs.) Artillerie-Regiment übernommen. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 gehörte er dann zur 9. Batterie vom 4. Artillerie-Regiment in Dresden. Bei dieser wurde er am 1. Oktober 1925 zum Hauptmann befördert. Am 1. Oktober 1926 wurde er dann zum Stab der II. (Sächs.) Abteilung vom 4. Artillerie-Regiment nach Bautzen versetzt. Am 1. Oktober 1927 wurde er dann in die 6. Batterie vom 4. Artillerie-Regiment ebenfalls in Bautzen versetzt. Am 1. Februar 1929 wurde er dann als Nachfolger von Hauptmann Kurt Steudemann als Chef wieder zur 9. Batterie vom 4. Artillerie-Regiment nach Dresden versetzt. Diese Funktion übte er dann mehrere Jahre aus. Dabei besuchte er auch mehrere Kurse für Flakartillerie. Am 1. Oktober 1933 wurde er dann als Rittmeister und Eskadronchef zur 4. Fahr-Abteilung ebenfalls in Dresden versetzt. Ende Februar 1934 wurde er dann zur Einweisung in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin kommandiert. Nach vier Wochen wurde er dann im März 1934 auch in das RWM nach Berlin versetzt. Er wurde dort als Offizier z.b.V. beim Oberbefehlshaber des Heeres verwendet. Er wurde dabei für über ein Jahr mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Kommandant vom Flakartillerieübungsplatz Wustrow beauftragt. Als solcher wurde er zum 1. Juni 1934 zum Major befördert. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er als solcher am 1. April 1935 zur Luftwaffe versetzt. Er blieb dabei weiter Kommandant vom Übungsplatz für die Flakartillerie Wustrow. Am 1. Oktober 1935 wurde er dann zum Kommandant der I. Abteilung vom Flak-Regiment 9 in Münster ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Oktober 1936 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. März 1938 wurde er dann zum Kommandeur der II. Abteilung vom Flak-Regiment 44 in Essen ernannt. Am 26. September 1938 hat er Margarete Guillot geheiratet. Dieser Ehe entsprangen zwei Kinder, ein Sohn und eine Tochter. Am 1. November 1938 wurde er dann zum Kommandeur der I. Abteilung vom Flak-Regiment 25 ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Januar 1939 zum Oberst befördert. Am 1. April 1939 wurde er als solcher zum Stab vom Flak-Regiment 4 versetzt. Dort erhielt er dann in den nächsten beiden Monaten seine Einweisung als Regimentskommandeur. Am 1. Juni 1939 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Oskar Bertram zum Kommandeur vom Flak-Regiment 4 in Dortmund ernannt. Ende August 1939 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur der Flakgruppe Dortmund ernannt. Im Februar 1940 gab er sein Kommando an Oberstleutnant Ernst Bachmann ab. Anscheinend wurde er dann in die Führerreserve versetzt. Am 20. März 1940 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Werner von Kistowski zum Kommandeur der Flakgruppe Hamburg-Süd, ehemals Flak-Regiment 61, in Hamburg ernannt. Als solcher wurde er zum 1. September 1941 zum Generalmajor befördert. Am 1. Dezember 1941 wurde er dann zum Kommandeur der Flakgruppe Rostock ernannt. Am 1. Februar 1942 wurde er dann zum Kommandeur der Flak-Brigade VII ernannt. Am 1. Oktober 1942 wurde er dann zum Flakinspekteur beim Luftgau-Kommando Holland ernannt. Am 1. Dezember 1942 wurde er dann zum Kommandeur der 14. Flak-Division in Leipzig ernannt. Als solcher wurde er dann zum 1. September 1943 zum Generalleutnant befördert. Am 15. Mai 1944 gab er sein Kommando an Generalmajor Adolf Gerlach ab. Er wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Am 31. August 1944 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Nach Kriegsende wurde er Ende Dezember 1945 von den sowjetischen Besatzungstruppen verhaftet. Er wurde dann in die Sowjetunion verschleppt. Ende April 1950 wurde er wieder entlassen.