von Roden, Emmo Maria Max

 

* 13. Juni 1861, Hannover

† 25. Juli 1945, Potsdam

 

 

Emmo von Roden war der Sohn des Rittmeisters a.D. Charles von Roden und dessen Ehefrau Antonie. Am 26. September 1882 trat er als Fahnenjunker in das 2. Hannoversche Ulanen-Regiment Nr. 14 in Verden ein, wo er am 20. April 1883 zum Fähnrich befördert wurde. Am 12. Februar 1884 wurde er bei seinem Regiment zum Sekondeleutnant befördert. Als solcher wurde er jetzt als Eskadronoffizier in der 4. Eskadron vom 2. Hannoversches Ulanen-Regiment Nr. 4 in Verden verwendet. Im Jahr 1886 musste er mit seinem Regiment nach Lothringen verlegen. 1890 gehörte er als Eskadronoffizier zur 5. Eskadron vom 2. Hannoversches Ulanen-Regiment Nr. 4 in St. Avold. Im Januar 1891 hatte er Elisabeth Caecilie Pauline Hermine von Strempel, Tochter von Generalleutnant Infanterie Hugo von Strempel, geheiratet. Noch im gleichen Jahr wurde der älteste Sohn Karl Friedrich Wilhelm von Roden geboren. Anfang 1892 war er Adjutant vom 2. Hannoversche Ulanen-Regiment Nr. 14 in St. Avold. Am 29. März 1892 wurde er zum Premierleutnant befördert. Am 30. Dezember 1892 wurde der zweitälteste Sohn Emmo Hugo Georg von Roden in St. Avold in Lothringen geboren. Am 31. Oktober 1894 wurde seine einzige Tochter Hermine Sophie Mathilde von Roden auf Schloß Kaltenstein in Vaihingen and er Enz geboren. Anfang 1895 gehörte er zur 2. Eskadron vom 2. Hannoversche Ulanen-Regiment Nr. 14 in Mörchingen. Am 30. Mai 1896 wurde sein Sohn Werner Caspar Adolf Walter von Roden in Walmen bei Metz geboren. Am 27. Januar 1898 wurde er zum Rittmeister befördert. Ab dem 24. Mai 1898 fungierte er als Eskadronschef im Westfälischen Ulanen-Regiment Nr. 5 in Düsseldorf. Ab dem 16. Juni 1900 war er Lehrer am Militär-Reit-Institut und ab dem 18. August 1905 Eskadronschef der 3. Eskadron des neu aufgestellten Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 3. Hier wurde er am 27. Januar 1908 zum Major befördert. Am 17. Mai 1910 wurde er zum Kommandeur der Offiziers-Reitschule Paderborn ernannt. Er trug dabei die Uniform vom Neumärkisches Grenadier-Regiment zu Pferde Freiherr von Derfflinger Nr. 3, bis er am 1. Oktober 1913 sein Kommando an Major Hugo von Kayser abgab. Dafür wurde er an diesem Tag erster Kommandeur des neu aufgestellten Jäger-Regiments zu Pferde Nr. 11 in Tarnowitz. Er lebte danach auch in Tarnowitz in Oberschlesien. Am 22. März 1914 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Mit seinem Regiment nahm er ab August 1914 am Ersten Weltkrieg teil. Mit der Mobilmachung für den 1. Weltkrieg übernahm das Regiment den Schutz der Grenze zu Russland in Oberschlesien. Danach verlegte das Regiment in den Westen, wo es an den Gefechten von Neufchateau und Tintigny teilnahm. Bis August 1915 versah das Regiment Kurier- und Meldedienste, bis es im September 1915 in der Gegend von Vimy und Arras infanteristisch eingesetzt wurde. Am 15. Oktober 1915 ist sein zweitältester Sohn Werner als Leutnant der 4. Kompanie vom Garde-Schützen-Bataillon im Gefecht am Hartmannsweilerkopf gefallen, die Beerdigung fand am 21. Oktober 1915 in Hannover statt. Zu Beginn des Jahres 1916 wurde das Regiment wieder an die Ostfront verlegt, wo es zum Grenzschutz in Kurland, Litauen und Russisch Polen eingesetzt wurde. 1916 wurde Emmo von Roden dann Kommandeur des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 7 und am 1. November 1916 folgte seine Beförderung zum Oberst. Am 29. November 1917 ist sein ältester Sohn Karl von Roden als Oberleutnant und Adjutant vom 1. Hannoversches Königs-Ulanen-Regiment Nr. 13 gefallen. Zum Ende des Krieges war er Kommandeur der 30. Reserve-Infanterie-Brigade. Am 18. Dezember 1918 übernahm er wieder das Kommando über das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 11, bis das Regiment am 31. Januar 1919 in Tarnowitz aufgelöst wurde. Er wurde dann beim Freikorps Ende November 1918 als Kommandeur der 1. Marinebrigade von Roden zuerst in Kiel aktiv. Diese Brigade ging aus der Eisernen Brigade hervor. Anfang Januar 1919 wurde er mit seiner Brigade nach Berlin befohlen, um gegen den Spartakusaufstand eingesetzt zu werden. Ab Ende Februar 1919 wurde die Brigade zur Marine-Brigade von Roden umbenannt. Er unterstand direkt dem Generalkommando des Gardekorps in Berlin. Mitte Mai 1919 wurde die Brigade aufgelöst. Am 1. Oktober 1919 wurde Enno von Roden in das vorläufige Reichsheer übernommen und zum Kommandeur vom Reichswehr-Kavallerie-Regiments 9 ernannt. Bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr wurde er am 16. Mai 1920 zum Kommandeur vom Reiter-Regiment 5 in Stolp ernannt. Dieses Kommando behielt er auch bei der Bildung des 100.000 Mann Heeres der Reichswehr am 1. Oktober 1920. Sein Regiment wurde jetzt als 5. (Preußisches) Reiter-Regiment bezeichnet. Am 10. Februar 1921 wurde er dann mit Wirkung zum 1. Oktober 1920 zum Generalmajor befördert. Am 31. Mai 1921 wurde er aus dem Militärdienst entlassen. Er verlebte seinen Lebensabend als Generalmajor a.D. in Potsdam. 1930 lebte er in der Birkenstraße 4 in Potsdam und hatte die Telefonnummer 1756. Auch sein letzter Sohn kam aus dem Krieg nicht mehr nach Hause. Er selbst starb kurz nach Ende des 2. Weltkrieges in Postdam.

 

Literatur und Quellen:

BArch, MSG 109/4919: Krug, Ottomar: Deutsche Generale 1867 - 1945
Dienstaltersliste der Offiziere der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich  Württembergischen) Armeekorps 1917, Mittler und Sohn 1917
Dienstaltersliste der Offiziere der bisherigen Preußischen Armee und des XIII. (bisherigen Württembergischen) Armeekorps 1919, Mittler und Sohn 1919
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968