Kahler, Hans-Joachim

 

* 21. März 1908, Moerchingen / Elsaß-Lothringen

+ 14. Januar 2000, Hamburg

 

Hans-Joachim Kahler trat am 1. April 1927 als Fahnenjunker in das Reiter-Regiment 14 ein, wo er am 1. April 1932 zum Leutnant und 1934 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 1. Februar 1938 zum Rittmeister ernannt, kam er bei Kriegsbeginn als Eskadronschef zur Aufklärungs-Abteilung 156, die er im Polenfeldzug führte. Als Führer der Panzerjäger-Abteilung 1 nahm er am Westfeldzug teil und wurde im August 1940 Divisionsadjutant bei der 12. Panzer-Division. Ab Juni 1941 stand er mit der Division in Rußland, wo er am 1. Januar 1942 zum Major befördert wurde. Am 1. März 1942 wurde er Kommandeur des Kradschützen-Bataillons 22, am 1. Juli 1942 übernahm er das Kradschützen-Bataillon 34, der späteren Panzeraufklärungs-Abteilung 4. Im März 1943 zeichnete er sich bei der Eroberung der Seredina-Bucht und Ssewsk besonders aus, wofür er am 14. April 1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Am 1. April 1943 übernahm er die Führung des Panzergrenadier-Regiments 12, das er bis zum 26. April 1943 führte. Anschließend führte er wieder die Panzeraufklärungs-Abteilung 4. Ab dem 12. Mai 1943 führte er vertretungsweise das Panzergrenadier-Regiment 5, mit dem er am Unternehmen "Zitadelle" teilnahm und dessen Kommandeur er am 1. September 1943 wurde. Gleichzeitig wurde er zum Oberstleutnant befördert. Für die Abwehrkämpfe an der Desna wurde er am 17. Dezember 1943 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 1. Juni 1944 wurde er Kommandeur der Führer-Grenadier-Brigade in Ostpreußen und später an der Westfront. Am 20. Dezember 1944 wurde er schwer verwundet und im Lazarett behandelt, wo er am 31. Januar 1945 zum Generalmajor befördert wurde. Bei Kriegsende geriet er verwundet in Gefangenschaft, aus der er im Februar 1946 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (14. April 1943) Eichenlaub (17. Dezember 1943)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011