Erler, Heinrich

 

* 28. Mai 1877, Berlin

+ 18. März 1946, Berlin-Schlachtensee

 

 

Heinrich Erler trat am 21. April 1896 als Fahnenjunker in das Eisenbahn-Regiment 3 ein, Hier wurde er am 17. April 1897 zum Fähnrich, am 27. Januar 1898 zum Sekonde-Leutnant und am 1. Juni 1908 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1908 wurde er zur Militärtechnischen Akademie kommandiert und am 18. September 1910 zur Versuchs-Abteilung der Verkehrstruppen versetzt. Am 1. Oktober 1913 zum Hauptmann befördert, wurde er am gleichen Tag in die Betriebs-Abteilung der Eisenbahn-Truppen versetzt. Bei dieser Einheit diente Heinrich Erler den gesamten Ersten Weltkrieg hindurch. Am 1. Oktober 1919 wurde er in den Stab des Gruppenkommandos 1 versetzt, wo er am 1. Oktober 1920 zum Major befördert wurde. . Ab dem 1. April 1921 diente er beim Stab der Kommandantur des Truppenübungsplatzes Speremberg. Am 1. April 1922 folgte die Versetzung in den Stab des Gruppenkommandos 2, am 1. April 1923 ins Reichswehrministerium und am 1. Oktober 1926 zurück zum Gruppenkommando 2. Am 1. Februar 1927 zum Oberstleutnant befördert, wurde Heinrich Erler am 1. April 1928 Kommandeur der Kraftfahr-Abteilung 6. Diese führte er bis zu seiner Verabschiedung am 31. Oktober 1930, nachdem er am 1. Februar 1930 noch zum Oberst befördert worden war.
Nach seiner militärischen Karriere wurde er Angestellter im Wehrbezirkskommando Lübeck. Am 1. Oktober 1933 trat er als L-Offizier* wieder der Reichswehr bei und wurde im Generalstab des IV. Armeekorps eingesetzt. Am 5. März 1935 zum E-Offizier* übernommen, wurde er am 1. Mai 1939 in den Generalstab des III. Armeekorps versetzt. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Heinrich Erler am 26. August 1939 Kommandeur des Kriegsgefangenen-Bezirks 4 im Wehrkreis III. Am 1. Juni 1941 wurde er in das aktive Offizierskorps übernommen und am 1. Juni 1942 zum Generalmajor befördert. Am 31. Juli 1942 ist er aus dem Militärdienst ausgeschieden.

 

*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/ERLER_HEINRICH.html