von Bismarck, Georg
| * 15. Februar 1891, Neumühl bei Küstrin † 31. August 1942, El Alamein, gefallen |
Georg von Bismarck trat am 13. Juni 1910 als Fahnenjunker in die
Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Schlesisches Jäger-Bataillon Nr. 6. Bei diesem wurde er
am 18. November 1911 zum Leutnant befördert. Zu Beginn des 1. Weltkrieges
kam er dann im Sommer 1914 zum Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 6. In diesem wurde er
dann im Ersten Weltkrieg in verschiedenen Funktionen eingesetzt. Am 27.
Januar 1917 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm
neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen
Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch
einige weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in
das Reichsheer übernommen. Beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum
Reichswehr-Infanterie-Regiment 16.
Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum
5. (Preuß.)
Infanterie-Regiment. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann zum
3. (Preuß.) Reiter-Regiment
versetzt. Von diesem wurde er dann zur Führergehilfenausbildung für die nächsten
beiden Jahre zum Stab der 3.
Division der Reichswehr nach Berlin kommandiert. Danach wurde er am 1.
Oktober 1923 in den Stab der 3. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung nach
Berlin-Lankwitz versetzt. Dort wurde er am 1. Mai 1924 zum Hauptmann befördert. Als
solcher wurde er am 1. Oktober 1924 als Chef der 3. Kompanie zur 2. (Preuß.)
Kraftfahr-Abteilung nach Kolberg versetzt. Diese Position übte er dann die
nächsten Jahre aus. Im Frühjahr 1929 gehörte er dann zum Stab der 2. (Preuß.)
Kraftfahr-Abteilung in Stettin. Am 1. Mai 1930 wurde er dann zu den Kraftfahrern
der 6. (Preuß.) Sanitäts-Abteilung nach Münster in Westfalen versetzt. Dort
wurde er am 1. Januar 1934 zum Major befördert. Bei der Erweiterung der
Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur der
Kraftfahr-Abteilung Königsberg ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände
wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der
Aufklärungs-Abteilung (motorisiert) 1 ernannt. Als solcher wurde er am 1.
August 1936 zum Oberstleutnant befördert. Erst am 10. November 1938 gab er sein
Kommando über die Abteilung ab. Er wurde dafür zum Kommandeur vom
Kavallerie-Schützen-Regiment 7 in Gera ernannt. Als solcher wurde er am 1.
Februar 1939 zum Oberst befördert. Bei Beginn des 2. Weltkrieges führte er sein
Regiment dann im Sommer 1939 zuerst im Polenfeldzug eingesetzt. Dabei wurden ihm
bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Ende Februar 1940
wurde er dann durch die Umbenennung seiner Einheit zum Kommandeur vom
Schützen-Regiment 7 ernannt. Im Frühjahr 1940 führte er dann das Regiment in
den Westfeldzug. Am 30. September 1940 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen
Kreuzes verliehen. Anfang Dezember 1940 gab er dann sein Kommando ab. Er wurde
dafür zum Kommandeur der
20. Schützen-Brigade ernannt. Als solcher wurde er zwischendurch im Herbst
1941 für ein paar Wochen mit der Führung der
20. Panzer-Division
beauftragt. Mitte Dezember 1941 gab er sein Kommando ab und wurde in die
Führerreserve versetzt. Anfang 1942 wurde er dann zum Generalstab der
Panzergruppe
Afrika kommandiert. Am 11. Februar 1942 wurde er dann zur
21. Panzer-Division
versetzt, um deren Führung zu übernehmen. Am 19. Februar 1942 wurde er dann zum Generalmajor befördert. Das
Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. März 1942 festgelegt. Als solcher wurde
er dann auch zum Kommandeur der
21. Panzer-Division
ernannt. Hierzu das Kriegstagebuch der Division:
"18.2.42 Um 17.00 Uhr übergibt Generalmajor Böttcher die Führung der Division
an Oberst von Bismarck. Die Kommandeure der Div., sowie die engsten Mitarbeiter
des Div.-Kdrs finden sich am Nachmittage zu einem Abschiedsessen ein, auf die
Generalmajor Böttcher seinen Dank an Führung und Truppe ausspricht und Oberst
Bruer den Div. Kdr. verabschiedet."
Vor El Alamein ist er dann Ende August 1942 gefallen. Posthum wurde er
Mitte November 1942 zum Generalleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde
dabei auf den 1. August 1942 festgelegt.
Ritterkreuz (5. August 1940)