Barckhausen, Franz

 

* 21. Dezember 1882, Wittingen

† 3. Mai 1956, Berlin

 

Franz Barckhausen trat am 4. September 1901 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 1. Oberschlesisches Feldartillerie-Regiment „von Clausewitz“ Nr. 21. In diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule Danzig am 27. Januar 1903 zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober 1913 wurde er als Oberleutnant zum Regimentsadjutant vom 1. Oberschlesisches Feldartillerie-Regiment „von Clausewitz“ Nr. 21 ernannt. Als solcher kam er bei Beginn des 1. Weltkrieges an die Front. Dort wurde er am 8. November 1914 zum Hauptmann befördert. Bis zum Sommer 1916 wurde er in verschiedenen Positionen in seinem Regiment eingesetzt. Danach wurde er in verschiedenen Generalstabs- und Truppendienststellungen eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch mit einigen anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 8. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment. Bei diesem wurde er als Batteriechef eingesetzt. Im Frühjahr 1924 und 1925 wurde er als Chef der 2. Batterie vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Schweidnitz verzeichnet. Am 1. Februar 1926 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Major in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt die nächsten Jahre beim Heeres-Waffenamt (WaA) eingesetzt. Im Herbst 1929 wurde er dann zum Kommandeur der 1. (Preuß.) Fahr-Abteilung in Königsberg ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1930 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Oktober 1931 wurde er wieder in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er zum Chef der Heeres-Nachschubabteilung (Wa N) ernannt. Am 1. April 1933 wurde er zum Oberst befördert. Am 1. April 1934 wurde er zum Feldzeug-Inspekteur ernannt. Am 1. April 1935 wurde er zum Heeres-Feldzeugmeister ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1936 zum Generalmajor befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er zum Artillerie-Kommandeur 24 (Arko 24) ernannt. Als solcher wurde er a, 1. März 1938 zum Generalleutnant befördert. Am 1. Mai 1938 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt zur Verfügung des Chefs des OKW gestellt. Am 15. März 1939 wurde er zum Bevollmächtigten des OKW beim Skoda-Konzern in Prag und Pilsen ernannt. Am 1. Mai 1939 wurde er zum Leiter der Deutschen Militärmission in der Slowakei ernannt. Anfang November 1939 wurde er abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Dafür wurde er jetzt zum Rüstungs-Inspekteur Ober-Ost in Krakau ernannt. Mitte Juni 1940 wurde er dann zum Rüstungs-Inspekteur Nordfrankreich ernannt. Am 3. Juli 1940 wurde er zum Chef des Wehrwirtschafts- und Rüstungs-Stabes Frankreich ernannt. Am 1. Juli 1942 wurde er gleichzeitig zum Chef der Hauptverkehrsleitung für Frankreich und Belgien in Paris ernannt. Am 1. Juli 1943 wurde er zum General der Artillerie befördert. Am 20. Juli 1943 wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 31. August 1943 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Am gleichen Tag wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit das Deutsches Kreuz in Silber verliehen.