Füsilier-Regiment 27

 

Feldpostnummern ab dem 12. November 1943: Die Einheiten wurden durch Umbenennung vom Infanterie-Regiment 27 als Teile des Füsilier-Regiment 27 in der Feldpostübersicht eingetragen. Das Regiment wurde nur mit I. und III. Bataillon eingetragen. Die 13. Kompanie wurde weiter als 13. Kompanie Grenadier-Regiment 27 bezeichnet. Am 7. September 1944 wurden alle Einheiten gestrichen, aber bereits am 3. Oktober 1944 bei den alten Nummern wieder eingetragen. Am 20. März 1945 wurden erneut alle Einheiten gestrichen. Dafür wurden an diesem Tag die meisten Einheiten bei neuen Nummern eingetragen. Der Stab mit Regimentseinheiten wurde aber erst am 22. April 1945 bei einer neuen Nummer eingetragen.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mär/45
Regimentsstab 07850 ab Apr/45 64211
Stab I. Bataillon 07504 A 33927 A
1. Kompanie 07504 B 33927 B
2. Kompanie 07504 C 33927 C
3. Kompanie 07504 D 33927 D
4. Kompanie 07504 E 33927 E
Stab III. Bataillon 08761 A 34414 A
9. Kompanie 08761 B 34414 B
10. Kompanie 08761 C 34414 C
11. Kompanie 08761 D 34414 D
12. Kompanie 08761 E 34414 E
13. Kompanie 24344 ab Apr/45 64211 A
14. Kompanie 07852 ab Apr/45 64211 B

Das Füsilier-Regiment 27 wurde am 10. Dezember 1942 aufgestellt. Das Regiment entstand durch die Umbenennung des Infanterie-Regiment 27. Das Regiment wurde als Traditionsträger des Füsilier-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 90 Rostock aufgestellt. Das Regiment unterstand der 12. Infanterie-Division und kämpfte an der Ostfront. Nach weiteren schweren Verlusten bei Demjansk mussten im April 1943 zuerst die 7. und 8. Kompanie aufgelöst werden. Am 17. September 1943 wurde dann das ganze II. Bataillon aufgelöst und auf das I. und III. Bataillon verteilt werden. Eine Neuaufstellung des Bataillons erfolgte erst im August 1944. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Regiment im Nordabschnitt der Ostfront weitere schwere Verluste hinnehmen müssen. Ende 1943 nahm es an der Abwehrschlacht an der Newel teil. Im Januar 1944 wurde das Regiment zur 3. Panzerarmee nach Witebsk verlegt. Nach einer kurzen Ruhepause ging es zur 4. Armee bei Mogilew. Dort wurde das Regiment  mit der 12. Infanterie-Division im  Kessel  von Mogilew eingeschlossen und zerschlagen. Die offizielle Auflösung erfolgte im Juli 1944.

Im August 1944 wurde das Regiment aus seinen Resten neu aufgestellt und der 12. Volks-Grenadier-Division für den Einsatz im Westen unterstellt. Das neu aufgestellte Regiment wurde im September 1944 in den Kampfraum Aachen geworfen, wo es den amerikanischen Vormarsch im Hürtgenwald zum Stehen bringen konnte. Während der  Ardennenoffensive war das Regiment dem I. SS-Panzerkorps unterstellt. Während der schweren Kämpfe bei Malmédy-Eisenborn verblutete das Regiment zum zweiten Male. Die anschließenden Rückzugskämpfe führten die Reste über Aachen in den  Ruhrkessel, wo sie im April/Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft gingen.

Für die Ersatzgestellung der beiden Regimenter war das Grenadier-Ersatz-Bataillon 27, später Füsilier-Ersatz-Bataillon 27, zuständig.

Regimentskommandeure:

Major Heinz-Georg Lemm Oktober 1943 m.st.F.b.

Oberst Gerhard Engel Ende 1943 - 28. Juni 1944

Oberst Heinz-Georg Lemm 1944 - April 1945