Crasemann, Eduard

 

* 5. März 1891, Hamburg

† 29. April 1950, Werl / Westfalen

 

Eduard Crasemann trat am 11. Februar 1910 als Fahnenjunker in das Feldartillerie-Regiment 46 ein, wo er am 18. August 1911 zum Leutnant befördert wurde. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Artillerie-Offizier teil und wurde am 7. April 1919 verabschiedet. Am 1. August 1936 trat er als Hauptmann wieder in das Heer ein, kam zur besonderen Verwendung zum OKH und wurde am 1. Juni 1938 zum Major befördert. Kurz vor Kriegsbeginn übernahm er als Chef die 5. / Artillerie-Regiment 73 und nahm mit dieser am Polenfeldzug teil. Anschließend wurde er Kommandeur der II. Abteilung, die er im Wesfeldzug führte. Am 1. August 1940 zum Oberleutnant befördert, wurde er am 10. Mai 1941 Kommandeur des Artillerie-Regiments 33 in Nordafrika. Für seine kampfentscheidenden Leistungen beim Kampf um Tobruk wurde er am 26. Dezember 1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 1. Februar 1942 zum Oberst befördert, übernahm er am 26. Mai 1942 die Führung der 15. Panzer-Division und stieß mit dieser bis nach El Alamein vor. Nach einer längeren Erkrankung war er  ab dem 1. September 1943 Arko 143 beim XXIV. Panzerkorps, wurde am 1. November 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet und übernahm am 10. Juli 1944 die Führung der 26. Panzer-Division in Italien. Am 1. Oktober 1944 zum Generalmajor befördert, wurde er für die Abwehrleistungen seiner Division am 18. Dezember 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 29. Januar 1945 wurde er mit der Führung des XII. SS-Armeekorps beauftragt und am 27. Februar 1945 zum Generalleutnant befördert. Am 16. April 1945 geriet er im Ruhrkessel in britische Gefangenschaft, wurde am 20. April 1945 noch zum General der Artillerie befördert und wegen Kriegsverbrechen zu 10 Jahren Haft verurteilt, in der er am 29. April 1950 verstarb.

 

Ritterkreuz (26. Dezember 1941) Eichenlaub (18. Dezember 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011