Panzer-Grenadier-Brigade 92

Aufgestellt am 11. Januar 1945 durch Neugliederung und Aufstockung der im Oktober 1944 bei Belgrad zerschlagenen Grenadier-Brigade (motorisiert) 92 aufgestellt. Die Brigade war schon seit dem 5. Juni 1944 eine selbstständige Heerestruppe. Die Brigade wurde zum 31. Januar 1945 aufgefrischt. Die leichte Batterie wurde zu einer auf Artillerie-Abteilung 192 und die Pionier-Kompanie wurde zu einem Pionier-Bataillon 192, mit 3 Kompanien, erweitert. Dazu wurde noch eine Panzerjäger-Abteilung 192 neu gebildet. Daneben gehörte vor allem das Grenadier-Regiment (motorisiert) 92 mit unterstellten Einheiten zur Brigade. 

Im Februar 1945 war die Brigade Eingreifreserve bei der 2. Panzerarmee. Dabei nahm sie an der Abwehrschlacht zwischen Save/Drau und Raum um Kaposvar, südlich des Plattensee teil. Dabei waren auch Teile der Sturmgeschütz-Abteilung 191. Teile der Brigade nehmen auch am Angriffsunternehmen "Frühlingserwachen" teil. Dabei war die Masse der Brigade Eingreifreserve der Heeresgruppe, zur Verfügung des PAOK 2. Ab 14. März 1945 folgte der Marsch zum Einsatz als Sperrverband der 6. Armee am Nordostrand des Plattensee. Nach Versammlung um Veszprem folgte der unverzügliche Weitermarsch zur 3. ungarischen Armee, welche im Brückenkopf südwestlich Esztergom (Gran) lag. Als dem Gegner im Raum der 1. Husaren-Division gelang, ging die Brigade zum Gegenangriff über, und bereinigte diesen östlich von Kisber. Danach ging die Brigade bis zum 18. März 1945 zur Verteidigung in der Gegend westlich Tatabanya über. Danach nahm die Brigade im Verband der 96. Infanterie-Division an der Abwehrschlacht bei der 3. ungarischen Armee teil. Diese spielte sich im Raum Tatabanya - Felsögalla - südwestlich Labatlan vom 18. bis zum 26. März 1945 ab. Die Verteidigung des Brückenkopfes um Labatlan an der Donau nahm die Brigade dann bis Ende März wahr. Dann folgte ein Rückzug über die Donau, nach Westen eindrehend auf den Raum nördlich Komorn/Donau - Neuhäusl. Dann nahm die Brigade an der Absatzbewegung der 8. Armee beim IV. Panzer-Korps teil. Diese führte die Brigade aus dem Raum Neuhäusl über die Gegend um Neutra (Nitra) bis in die Kleinen Karpaten (Tatra) in den Raum nordöstlich Preßburg (Bratislava). Ab dem 4. April 1945 folgte der Rückzug aus dem Nordwestteil der Tatra in den Raum um Marchegg am Breitensee. Dann beteiligte sich die Brigade an der Abwehr an der March und Pillichsdorf (Waldberg-Gelände nordöstlich von Wien). Vom 6. bis zum 11. April 1945 nahm es an den Rückzugskämpfen im Verband der 96. Infanterie-Division, später bei der Kampfgruppe der 37. SS-Kavallerie-Division teil. Mit dieser kämpfte sich die Brigade über den Raum um Hornsberg, am 14. und 15. April 1945, in die Gegend von Hollabrunn bis zum 5. Mai 1945 zurück. Hier erfolgte auf Weisung des OKW und des OB Süd die Auflösung der Brigade.

Für die Ersatzgestellung war das Infanterie-Ersatz-Bataillon (motorisiert) 92 zuständig. Es war am 26. August 1939 in Greifswald, Wehrkreis II, aufgestellt wurden. Es war seit dem 10. Oktober 1941 wieder motorisiert, nachdem es am 1. Februar 1940 entmotorisiert und bespannt wurden. Es war im Sommer 1941 nach Danzig-Neufahrwasser verlegt wurden. 1942 wurde es dann nach Elbing verlegt und am 1. Oktober 1942 wurde es geteilt in Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 92. Das Infanterie-Ausbildungs-Bataillon (motorisiert) 92 wurde am 15. Oktober in Grenadier-Ausbildungs-Bataillon (motorisiert) 92 umbenannt. Ab dem 15. Oktober 1942 hieß das Ersatz-Bataillon dann ebenfalls Grenadier-Ersatz-Bataillon (motorisiert) 92. Das Ersatz-Bataillon wurde nach Greifenberg verlegt. Am 1. März 1944 wurden beide Bataillone umgegliedert zum Panzer-Zerstörer-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 92 in Elbing, Wehrkreis XX.


Kommandeure:

Oberst Werner von Hillebrandt 1. Juni 1944 - November 1944

Oberst Grosser