20. Luftwaffen-Sturm-Division

 

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 20. Luftwaffen-Sturm-Division wurde am 1. Juni 1944 in Italien aufgestellt und entstand durch die Umbenennung der Luftwaffen-Felddivision 20. Die Division befand sich in schweren Rückzugskämpfen über Capeanica, Vetralla, Tuscania, Manziana bis zum Bolsenasee und setzte sich anschließend in den Raum Grosseto ab. Im Juli 1944 wurden hier Teile der aufgelösten 19. Luftwaffen-Sturm-Division in die Division übernommen. Es folgten Einsätze bei Tuskania und Tarquina und der verslustreiche Rückzug bis in den Raum Voltera. Hier wurde die Division aus der Front gezogen und zum Küstenschutz zwischen Viareggio und La Spezia eingesetzt. Mitte September 1944 wurde die Division dann an die Adria-Küste verlegt und im Raum Rimini und San Arcangelo sowie südlich Cesena gegen britische Einheiten eingesetzt. Im Herbst 1944 folgten schwere Abwehrkämpfe an der Via Emilia bis Faenza. Am 12. Oktober 1943 fiel der Divisionskommandeur, Generalmajor Crisolli, einem Partisanenangriff zum Opfer. Nach weiteren schweren Kämpfen zwischen Cesena und Forli sowie am Ronco und Lamona wurde die Division am 28. November 1944 aufgelöst. Die beiden Jäger-Regimenter wurden der 26. Panzer-Division zugeführt, der Rest der Division wurde auf verschiedene andere Divisionen verteilt.

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Juni XIV 14. Armee C Orvieto, Livorno  
September LXXVI 10. Armee C Adria

 

2. Kommandeure:

Generalmajor Wilhelm Crisolli Aufstellung - 12. Oktober 1944 (gefallen)

Generalmajor Erich Fronhöfer (1944)

 

3. Gliederung:

Jäger-Regiment 39 (L)

Jäger-Regiment 40 (L)

Artillerie-Regiment 20 (L)

Panzerjäger-Abteilung 20 (L)

Füsilier-Bataillon 20 (L)

Nachrichten-Abteilung 20 (L)

Feldersatz-Bataillon 20 (L)

Divisionseinheiten 20 (L)

 

4. Literatur und Quellen:

Werner Haupt: Die deutschen Luftwaffenfelddivisionen 1941 - 1945, Dörfler Verlag

Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979